Intensivmedizin
Nach allen größeren Operationen (z. B. Hüft- und Kniegelenksersatz, Wirbelsäuleneingriffe) werden die Patienten in der Regel auf unsere Intensivpflegeeinheit verlegt. So werden eine längerfristige kontinuierliche Überwachung und Spezialbehandlungen (z. B. vorübergehende künstliche Beatmung, Einsatz hochwirksamer Herz-Kreislaufmittel, Wundblutaufbereitung) sichergestellt.
Außer den operierten orthopädischen Patienten werden auch nicht operierte orthopädische, neurologische und querschnittgelähmte Patienten behandelt, wenn eine Beeinträchtigung lebenswichtiger Organfunktionen droht oder bereits eingetreten ist.
Kommt es im Rahmen eines infektiösen Kreislaufzusammenbruchs (septischer Schock) zu einem vorübergehenden Nierenversagen, kann auf der Intensivpflegeeinheit eine kontinuierliche Blutwäsche (Hämo-Dia-Filtration) durchgeführt werden.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet im RKU die intensivmedizinische Behandlung von Patienten mit bestimmten neurologischen und neuro-muskulären Erkrankungen, die mit Lähmungen (GBS) oder einer schweren, chronischen Ateminsuffizienz (Spinale Muskelatrophie, Morbus Duchenne) einhergehen. Bei diesen Patienten findet unter anderem das Konzept der therapeutischen Plasmapherese bzw. eine nicht-invasive Beatmungshilfe unter Verwendung einer maßgefertigten Nasenmaske Anwendung. Dieses Beatmungsverfahren können Patienten auch zu Hause nutzen, weshalb es auch als Heimbeatmung bezeichnet wird.
Über ein hausinternes Alarmierungssystem stehen die Mitarbeiter unserer Intensivpflegeeinheit Tag und Nacht bereit, bei lebensbedrohlichen Notfällen innerhalb des Klinikums sowie im akuten und im beruflichen Rehabilitationsbereich innerhalb kürzester Zeit wirksame Hilfe zu leisten.



