Krankheitsbilder > Querschnittgelähmtenzentrum (Orthopädie)

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Ingrid Merz

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(0731) 177 - 1183

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Mittwochs
von 12 - 15:30 Uhr

 

Behandlung von Querschnittgelähmten

Das Querschnittgelähmtenzentrum Ulm ist eine Spezialeinrichtung für die umfassende medizinische Therapie und lebenslange Nachsorge Querschnittgelähmter. Die Querschnittlähmung ist eine der folgenschwersten Verletzungen bzw. Erkrankungen, die ein Mensch erleiden kann. Eine schwerwiegende Schädigung des Rückenmarks führt nicht nur zur Lähmung der Gliedmaßen, sondern stört oft auch die Funktion vieler anderer Organsysteme. Durch die Einbindung in die Orthopädische Universitätsklinik mit ihren personellen und technischen Möglichkeiten sowie durch die Zugehörigkeit zum Universitätsklinikum Ulm ist es möglich, alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren einzusetzen, die in der modernen Behandlung Querschnittgelähmter eine Rolle spielen.

Im Laufe der Jahre konnte das Leistungsspektrum des Querschnittgelähmtenzentrums deutlich ausgeweitet werden. So erfolgt heute die operative und konservative Akutversorgung von querschnittgelähmten Patienten jeder Altersgruppe mit komplettem und inkomplettem Lähmungsbild aller Lähmungshöhen einschließlich bei Beatmungspflichtigkeit. Alle unfallbedingt querschnittgelähmten Patienten können behandelt werden, bei denen es beispielsweise bei der Arbeit, im Straßenverkehr, beim Sport, beim Baden oder durch einen Selbst- oder Fremdtötungsversuch zur Querschnittlähmung gekommen ist. Ebenso werden vom Team des Sektionsleiters Dr. Kalke alle Patienten behandelt, bei denen die Querschnittlähmung durch Entzündung, degenerative oder gefäßbedingte Erkrankungen, tumoröse Raumforderung, pathologische Frakturen oder spezielle angeborene Erkrankungen entstanden ist.

Hierbei müssen auch Komplikationen in Folge der Querschnittlähmung beachtet und therapiert werden wie Druckschäden der Haut, chronische Schmerzzustände, generalisierte Spastik, Gelenkfehlstellungen und -verkalkungen, arthrotische Folgezustände, Osteoporose, respiratorische und Kreislaufproblematiken, Abführprobleme, Syringomyelie-, Skoliose- und Kyphosebehandlung sowie neurogene Blasenentleerungsstörungen.

Das Querschnittgelähmtenzentrum Ulm bestand früher aus zwei Stationen mit insgesamt 24 Betten. Zwischenzeitlich fanden umfangreiche Erweiterungen statt, so dass seit Juni 2014 50 Behandlungsplätze auf zwei Trakten im Verbundsystem mit wahlweise Ein- bis Vierbettzimmern zur Verfügung stehen. Es sind Ruhe- und Aufenthaltsbereiche für die Patienten vorhanden, die nach einem Unfall bis zu sechs Monate im Krankenhaus verbringen müssen. Dabei kommt den Mehrbettzimmern durchaus eine wichtige Rolle zu – sie machen es dem Patienten in Gesellschaft anderer leichter, mit ihrem Schicksal umzugehen.

Seit 2003 besteht eine gemeinnützige Fördergemeinschaft für
das Querschnittgelähmtenzentrum, die sich zur Zielsetzung gemacht hat, Querschnittgelähmte in Einzelfällen zur Verbesserung der Lebensqualität finanziell zu unterstützen und die soziale und berufliche Integration von Querschnittgelähmten zu fördern.

Weitere Angebote:

Pflegerische Sprechstunde für Kontinenz- sowie Sexualitätsstörungen

Ansprechpartnerin: Daniela Herrdum

Tel.: 0176 72875159 (Mo 10 - 13 Uhr)