Krankheitsbilder > Hüftdysplasie

Stand: 22.03.2016

Hüftdysplasie

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Hüftdysplasie beim Erwachsenen und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk.

Bei der Hüftdysplasie (auch als Hüft-, Hüftpfannen- oder Pfannendachdysplasie bezeichnet) führt eine nicht ausreichende Überdachung durch die knöcherne Hüftgelenkspfanne zu einer erhöhten Druck- und Scherbelastung des knöchernen und weichteiligen Pfannenrandes, die sich zunächst als Schmerzen äußern und u. U. einen sehr raschen Gelenkverschleiß einleiten kann. Der Zusammenhang zwischen knöcherner Minusvariante der Hüftgelenkspfanne und Hüftgelenkarthrose-Entwicklung ist seit langem bekannt.

Die operative Therapie der Pfannendachdysplasie zielt auf eine Reduktion der Druck- und Scherbelastung des knöchernen und weichteiligen Pfannenrandes. Hierzu führen wir eine Dreifach-Beckenosteotomie (die sog. Triple-Osteotomie nach Tönnis und Kalchschmidt) durch, bei der die Hüftgelenkspfanne aus dem Beckenknochen durch drei „Knochenschnitte" herausgelöst, in eine biomechanisch günstigere Position gedreht und in dieser mit Schrauben fixiert wird. Dieser Eingriff zieht eine verbesserte Hüftkopfüberdachung nach sich.

Abbildung 1

Abbildung 2

Abb. 1 und 2: Verbesserung der Hüftkopfüberdachung durch eine Triple-Osteotomie bei einer Pfannendachdysplasie des linken Hüftgelenks.

In besonders gelagerten Fällen muss dieser Eingriff mit einer sog. intertrochantären Osteotomie, einem „Knochenschnitt" am Oberschenkelknochen, verknüpft werden, um eine noch günstigere Biomechanik für das betroffene Hüftgelenk zu erzielen.

Abbildung 3

Abbildung 4

Abb. 3 und 4: Verbesserung der Hüftkopfüberdachung durch eine Triple-Osteotomie, die um eine intertrochantäre Osteotomie am Oberschenkelknochen ergänzt wurde, um eine günstigere Biomechanik des betroffenen Hüftgelenks zu ermöglichen.

Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk

  • Fraitzl CR, Kappe T, Pennekamp F, Reichel H, Billich C. Femoral head-neck offset measurements in 339 subjects: Distribution and implication for femoroacetabular impingement. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2013; 21(5):1212-7
  • Fraitzl CR, Kappe T, Brugger A, Billich C, Reichel H. Reduced head-neck offset in nontraumatic osteonecrosis of the femoral head. Arch Orthop Trauma Surg 2013; 133:1055-1060
  • Kappe T, Kocak T, Reichel H, Fraitzl CR. Can femoroacetabular impingement and hip dysplasia be distinguished by clinical presentation and patient history? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:387-392
  • Kappe T, Kocak T, Bieger R, Reichel H, Fraitzl CR. Radiographic risk factors for labral lesions in femoroacetabular impingement. Clin Orthop Rel Res 2011; 469:3241-3247
  • Fraitzl CR, Reichel H, Aschoff AJ, Freund W. Radiäre MRT des Hüftgelenks zur Abklärung präarthrotischer Veränderungen im jungen Erwachsenenalter: ein Vergleich verschiedener Sequenzen. Z Orthop Unfall 2011; 149:668-676
  • Kappe T, Kocak T, Neuerburg C, Lippacher S, Bieger R, Reichel H. Reliability of radiographic signs for acetabular retroversion. Int Orthop 2011; 35(6):817-821
  • Fraitzl CR, Kappe T, Reichel H. Das femoroacetabuläre Impingement - eine häufige Ursache des Leistenschmerzes beim Sportler. Dtsch Z Sportmed 2010; 61:292-298
  • Fraitzl CR, Nelitz M, Cakir B, Käfer W, Reichel H. Transphysäre Fixation bei Epiphyseolysis capitis femoris: Hinweise für femoroazetabuläres Impingement im Langzeitverlauf. Z Orthop Unfall 2009; 147:334-340
  • Fraitzl CR, Käfer W, Nelitz M, Reichel H. Radiological evidence of femoroacetabular impingement in mild slipped capital femoral epiphysis: A mean follow-up of 14.4 years after pinning in situ. J Bone Joint Surg (Br) 2007; 89:1592-1596
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