Zentralbereich Therapie > Orthopädie (Team und Therapieformen)

Physiotherapie Orthopädie

Hauptziel der Physiotherapie ist eine Optimierung der Beweglichkeit bei gleichzeitiger koordinativer und propriozeptiver Stabilität, die Kräftigung abgeschwächter Muskulatur und das Detonisieren von verspannten Strukturen. Die Therapieerfolge werden durch ein individuell erstelltes Heimübungsprogramm sinnvoll ergänzt.

Kontakt:
Leitung: Claudia Geiges
Tel: 0731/177-5520
(e-mail)

Unser Team besteht aus Physiotherapeuten, die sich auf die Behandlung von Patienten mit orthopädischen Krankheitsbildern spezialisiert haben.

Therapieformen

Unsere Behandlungsschwerpunkte umfassen die Nachbehandlung von Patienten nach folgenden Operationen, allerdings werden auch alle anderen orthopädischen Krankheitsbilder betreut:

  • Achsfehlstellung des Beines Open or Close
    Stand: 23.03.2016

    Achsfehlstellung des Beines

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu Achsfehlstellungen des Beines (z. B. X- und O-Bein) und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk.

    O-Bein-Fehlstellung

    Die häufigste Fehlstellung an der unteren Extremität ist ein sog. O-Bein. Durch eine Umstellungsoperation mittels eines „Knochenschnitts" am Schienbeinkopf kann die O-Bein-Fehlstellung korrigiert und die einwirkende Last gleichmässiger im Kniegelenk verteilt werden.

    Abbildung 7

    Abbildung 8

    Abb. 7 und 8 zeigen eine Achskorrektur bei einem O-Bein und folgende Entlastung des inneren Gelenkspalts (Pfeile) eines rechten Kniegelenks durch eine aufklappbare Umstellungsoperation am Schienbein und Stabilisation durch eine sog. winkelstabile Platte.

    Vor Durchführung einer Umstellungsoperation am Kniegelenk erfolgt häufig vorweg eine Kniegelenksspiegelung, um die Knorpelverhältnisse in den nichtbetroffenen Anteilen des Kniegelenks zu beurteilen und ggf. eine Ersatzknorpelbildung im geschädigten Areal zu initiieren. Hierfür können sog. Pridie-Bohrungen oder Mikrofrakturierungen zum Einsatz kommen, die die Einsprossung von Ersatzknorpelbildenden Zellen aus dem Knochenmark begünstigen (siehe oben). Umstellungsoperationen können bei Bedarf aber auch mit einer Kniegelenkeröffnung und Verpflanzung eines Knorpel-Knochen-Zylinders von einer weniger belasteteten Stelle des Kniegelenks in das geschädigte Areal verknüpft werden (sog. Mosaikplastik oder OATS).

    Angeborene und erworbene Fehlstellungen

    Fehlstellungen des Kniegelenks – seien sie angeboren oder Folge eines Traumas – können zu Beschwerden und zum vorzeitigen Gelenkverschleiss (sog. Kniegelenkarthrose) führen.

    X-Bein-Fehlstellung

    Beim X-Bein bestehen spiegelbildlich zum O-Bein Möglichkeiten, die Beinachse zu korrigieren und den äusseren Kniegelenkspalt zu entlasten. Auch hier können Ersatzknorpelbildende, arthroskopische Massnahmen der eigentlichen Umstellungsoperation mittels „Knochenschnitt" vorangehen.

    Andere Fehlstellungen des Kniegelenks

    Neben den häufigen O- und X-Bein-Deformitäten gibt es noch andere Fehlstellungen, die zu einer vorzeitigen Arthrose-Entwicklung in den unterschiedlichen Kniegelenksregionen führen können. Dementsprechend kommen neben der oben beschriebenen bzw. gezeigten Umstellungsoperation noch andere kniegelenkerhaltende Operationen zum Einsatz. In der Behandlung von Fehlbildungen des Teilgelenks, welches zwischen Kniescheibe und Oberschenkel gebildet wird, kommen Operationen in Betracht, bei denen der Ansatzpunkt des Kniescheibenbandes versetzt (sog. Tuberositas tibiae - Osteotomie) oder/und die Gleitrinne der Kniescheibe im Oberschenkelknochen optimiert wird (sog. Trochleaplastik) (siehe auch weiter oben).

    Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk

    • Dornacher D, Reichel H, Kappe T. Does tibial tuberosity-trochlear groove distance (TT-TG) correlate with knee size or body height? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2016; 24(9):2861-7
    • Sgroi M, Faschingbauer M, Reichel H, Kappe T. Can the frontal tibiofemoral alignment be assessed on anteroposterior knee radiographs? J Orthop Traumatol 2016; 17:339-343
    • Faschingbauer M, Nelitz M, Urlaub S, Reichel H, Dornacher D. Return to work and sporting activities after high tibial osteotomy. Int Orthop 2015; 39(8):1527-1534
    • Joos H, Leucht F, Riegger J, Hogrefe C, Fiedler J, Dürselen L, Reichel H, Ignatius A, Brenner RE. Differential interactive effects of cartilage traumatization and blood exposure in vitro and in vivo. Am J Sports Med 2015; 43(11):2822-2832
    • Nelitz M, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Correlation between the classification system of Dejour and objective parameters of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(1):120-127
    • Lippacher S, Dreyhaupt J, Williams SR, Reichel H, Nelitz M. Reconstruction of the medial patellofemoral ligament: Clinical outcomes and return to sports. Am J Sports Med 2014; 42(7):1661-1668
    • Dornacher D, Reichel H, Lippacher S. Measurement of tibial tuberosity-trochlear groove distance: Evaluation of inter- and intraobserver correlation dependent on the severity of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(10):2382-2387
    • Nelitz M, Williams RS, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Analysis of failure and clinical outcome after successful medial patellofemoral ligament reconstruction in young patients. Int Orthop 2014; 38(11):2265-2272
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Permanent patellar dislocation after a nonoperative treatment of recurrent dislocation of the patella because of trochlear dysplasia: A case report and review of the literature. J Pediatr Orthop B 2013; 22(4):325-328
    • Nelitz M, Seitz AM, Bauer J, Reichel H, Ignatius A, Dürselen L. Increasing tibial slope does not raise anterior cruciate ligament strain but decreases tibial rotation ability.. Clin Biomech (Bristol, Avon) 2013; 28(3):285-290
    • Joos H, Wildner A, Hogrefe C, Reichel H, Brenner RE. Interleukin-1 beta and tumor necrosis factor alpha inhibit migration activity of chondrogenic progenitor cells from non-fibrillated osteoarthritic cartilage. Arthritis Res Ther 2013; 15(5):R119
    • Lippacher S, Dejour D, Elsharkawi M, Dornacher D, Ring C, Dreyhaupt J, Reichel H, Nelitz M. Observer agreement on the Dejour trochlear dysplasia classification: A comparison on true lateral radiographs to axial magnetic resonance images. Am J Sports Med 2012; 40:837-843
    • Nelitz M, Dreyhaupt J, Reichel H, Woelfle J, Lippacher S. Anatomic reconstruction of the medial patellofemoral ligament in children and adolescents with open growth plates: Surgical technique and clinical outcome. Am J Sports Med 2012; 41(1):58-63
    • Nelitz M, Theile M, Dornacher D, Wölfle J, Reichel H, Lippacher S. Analysis of failed surgery for patellar instability in children with open growth plates. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:822-828
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Radiological criteria for trochlear dysplasia in children and adolescents. J Pediatr Orthop B 2011; 20(5):341-344
    • Nelitz M, Dornacher D, Dreyhaupt J, Reichel H, Lippacher S. The relation of the distal femoral physis and the medial patellofemoral ligament. Knee Surg Sports Traumtol Arthrosc 2011; 19(12):2067-2071

    Zeige ältere Veröffentlichungen

  • Arthrose und Gelenkersatz Open or Close

    Arthrose und Gelenkersatz

    Endoprothese Die Hüft- und Kniegelenksarthrose betrifft typischerweise verschleißbedingt ältere Menschen, aber gelegentlich auch Jüngere. Im Anfangsstadium, besonders bei jungen Menschen, kann eine gelenkerhaltende Behandlung erfolgen (siehe gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk und Kniegelenk). Ist eine gelenkerhaltende Therapie nicht mehr möglich, muss das Gelenk durch eine Endoprothese ersetzt werden. Ziel dabei ist es, die Lebensqualität und Mobilität zu verbessern bzw. wiederherzustellen. Informationen zur Hüft- und Kniegelenksarthrose und deren Behandlung finden Sie hier:

    Kein Kunstgelenk ist für die Ewigkeit. Endoprothesen lockern sich mit der Zeit und unterliegen einem Verschleiß. Welche Möglichkeiten es in solch einem Fall gibt, erfahren Sie hier:

    endoCert Die Orthopädische Universitätsklinik Ulm am RKU ist ein EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Reichel bieten wir ein umfangreiches, nach endoCert zertifiziertes Behandlungskonzept für Menschen mit Hüft- und Kniegelenksarthrose sowie für Patienten, die bereits eine Endoprothese implantiert bekommen haben. Unsere Spezialisten sind für Sie im Rahmen der Sprechstunden und auf Station.

    Ansprechpartner

    • Prof. Dr. med. Heiko ReichelFOCUS Liste 2017
      Prof. Dr. med. Heiko Reichel
      Ärztlicher Direktor
    • Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Bieger
      Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Bieger
      Geschäftsführender Oberarzt
    • Priv.-Doz. Dr. med. Martin Faschingbauer
      Priv.-Doz. Dr. med. Martin Faschingbauer
      Oberarzt
    • Dr. med. Tobias Freitag
      Dr. med. Tobias Freitag
      Oberarzt

    Sprechstundentermine

    Für Patienten mit Hüft- oder Kniegelenksarthrose bieten wir donnerstags eine Arthrosesprechstunde an, in der konservative oder operative Behandlungsmöglichkeiten besprochen und geplant werden können. Zur Nachkontrolle endoprothetisch versorgter Patienten oder im Problemfall kann ein Termin freitags in der Endoprothesensprechstunde vereinbart werden.

    Arthrosesprechstunde Donnerstags von 8:00 bis 16:00 Uhr
    Endoprothesensprechstunde Freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr
    Privatsprechstunde Montags von 08:30 bis 16:00 Uhr

    Telefonische Terminvergabe: 0731 177 2000

  • Femoroazetabuläres Impingement Open or Close
    Stand: 22.03.2016

    Femoroazetabuläres Impingement

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zum femoroazetabulären Impingement und dessen Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk.

    Ein „zu viel" der knöchernen Hüftgelenkspfanne oder des Oberschenkelknochenanteils, der mit der Hüftgelenkspfanne in Verbindung steht, beeinträchtigt das normale Bewegungsspiel des Hüftgelenks und führt zu Kollisionen zwischen Oberschenkelknochen und Hüftgelenkspfanne (dem sog. femoroazetabulären Impingement). Neben der bemerkten Bewegungseinschränkung treten in Abhängigkeit von der Häufigkeit solcher Kollisionen und der dabei auftretenden Krafteinwirkung Hüftgelenksschmerzen auf, die mit einem raschen Verschleiß des Hüftgelenkknorpels vergesellschaftet sein können. Der Zusammenhang zwischen femoroazetabulärem Impingement und Hüftgelenkarthrose-Entwicklung ist erst seit 10 bis 15 Jahren genauer bekannt und hat die Entwicklung darauf abgestimmter Behandlungsmethoden möglich gemacht.

    Die operative Therapie des femoroazetabulären Impingements zielt auf eine Reduktion der Plusvariante eines knöchernen Formfehlers des Hüftgelenks. Er kann auf der Seite der Hüftgelenkspfanne, des Oberschenkelknochens oder beiden Seiten zu finden sein. Bei einfacher gelagerten Fällen kann er über eine Hüftgelenksspiegelung (Hüftarthroskopie) korrigiert werden, bei komplizierten Fällen ist ein Ausrenken des Hüftgelenks (sog. chirurgische Hüftluxation) nötig, um alle Aspekte des Formfehlers adäquat behandeln zu können. In besonders gelagerten Fällen kann auch eine Korrektur der Hüftpfannenposition über eine Triple-Osteotomie, wie sie oben für die Hüftdysplasie beschrieben ist, nötig sein.

    Der „Goldstandard" in der Behandlung des femoroazetabulären Impingements stellt die chirurgische Hüftluxation dar. Nach dem Ausrenken des Hüftkopfs aus der Hüftgelenkspfanne ist eine optimale Sicht auf beide Gelenkpartner möglich, die eine sorgfältige Behandlung aller Aspekte eines femoroazetabulären Impingements erlaubt. Um den Hüftkopf aus der Hüftgelenkspfanne ausrenken zu können, ist in einem ersten Operationsschritt die Ablösung des grossen Rollhügels (Trochanter major) vom Oberschenkelknochen nötig (Trochanter-Flip-Osteotomie). Der abgelöste Trochanter major wird am Ende der Operation mit zwei Schrauben refixiert, um das Wiederanheilen zu ermöglichen.

    FAI vom Cam-Typ

    Abb. 5: Links im Bild ist eine knöcherne Plusvariante am Kopf/Hals-Übergang des Oberschenkelknochens zu sehen. Seitlich der gestrichelten Linien ist der überschüssige Knochen dargestellt. Rechts im Bild wurde bereits der Knochen im Rahmen einer Hüftluxation abgetragen (Pfeil). Für die chirurgische Hüftluxation ist die Ablösung des großen Rollhügels (Trochanter major) nötig, der am Ende des Eingriffs mit zwei Schrauben refixiert wird.

    Bei der Hüftarthroskopie kann das Hüftgelenk mit speziellen Instrumenten über zwei bis vier Schnitte von etwa 1,5 bis 2 Zentimeter erreicht werden. Dies darf nicht darüber hinweg täuschen, dass im Gelenk grundsätzlich ähnliche Massnahmen durchzuführen sind wie bei der chirurgischen Hüftluxation. Bei muskelkräftigen Patienten oder dicken Gewebeschichten ist die Manövrierfähigkeit der eingeführten Instrumente eingeschränkt, weswegen in solchen Fällen ein offenes Vorgehen zielführender sein kann.

    FAI vom Cam-Typ, Hüftarthroskopie

    Abb. 6: Blick in das Hüftgelenk zu Beginn (links) und am Ende (rechts) einer Hüftgelenksspiegelung. Der links im Bild markierte überschüssige Knochen am Kopf/Hals-Übergang wurde arthroskopisch mit einer feinen Fräse abgetragen. Das Ergebnis ist rechts zu sehen.

    Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk

    • Fraitzl CR, Kappe T, Pennekamp F, Reichel H, Billich C. Femoral head-neck offset measurements in 339 subjects: Distribution and implication for femoroacetabular impingement. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2013; 21(5):1212-7
    • Fraitzl CR, Kappe T, Brugger A, Billich C, Reichel H. Reduced head-neck offset in nontraumatic osteonecrosis of the femoral head. Arch Orthop Trauma Surg 2013; 133:1055-1060
    • Kappe T, Kocak T, Reichel H, Fraitzl CR. Can femoroacetabular impingement and hip dysplasia be distinguished by clinical presentation and patient history? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:387-392
    • Kappe T, Kocak T, Bieger R, Reichel H, Fraitzl CR. Radiographic risk factors for labral lesions in femoroacetabular impingement. Clin Orthop Rel Res 2011; 469:3241-3247
    • Fraitzl CR, Reichel H, Aschoff AJ, Freund W. Radiäre MRT des Hüftgelenks zur Abklärung präarthrotischer Veränderungen im jungen Erwachsenenalter: ein Vergleich verschiedener Sequenzen. Z Orthop Unfall 2011; 149:668-676
    • Kappe T, Kocak T, Neuerburg C, Lippacher S, Bieger R, Reichel H. Reliability of radiographic signs for acetabular retroversion. Int Orthop 2011; 35(6):817-821
    • Fraitzl CR, Kappe T, Reichel H. Das femoroacetabuläre Impingement - eine häufige Ursache des Leistenschmerzes beim Sportler. Dtsch Z Sportmed 2010; 61:292-298
    • Fraitzl CR, Nelitz M, Cakir B, Käfer W, Reichel H. Transphysäre Fixation bei Epiphyseolysis capitis femoris: Hinweise für femoroazetabuläres Impingement im Langzeitverlauf. Z Orthop Unfall 2009; 147:334-340
    • Fraitzl CR, Käfer W, Nelitz M, Reichel H. Radiological evidence of femoroacetabular impingement in mild slipped capital femoral epiphysis: A mean follow-up of 14.4 years after pinning in situ. J Bone Joint Surg (Br) 2007; 89:1592-1596
  • Fußchirurgie Open or Close

    Fußchirurgie

     

    Einleitung

    Leonardo da Vinci, der große Künstler der italienischen Renaissance beschrieb den Fuß so: "Der menschliche Fuß ist ein Kunstwerk aus 26 Knochen, 107 Bändern und 19 Muskeln".

    Unser ganzes Körpergewicht lastet auf den Füßen. Vielfältige Probleme können unsere Füße verursachen. Der Fuß kann in verschiedene Bereiche eingeteilt werden, in den Vorfußbereich mit den Zehen, den Mittelfuß und den Rückfußbereich. Unten aufgeführt sind die bedeutsamsten Erkrankungen des Fuß dargestellt, welche wir häufig behandeln.

    Ansprechpartner

    • Dr. med. Rita Taurman
      Dr. med. Rita Taurman
      Oberärztin
    • Dr. med. Olivia Trappe
      Dr. med. Olivia Trappe
      Funktionsoberärztin

    Sprechstundentermine

    • Freitags von 8:00 bis 13:00 Uhr

    Einen Sprechstundentermin können Sie zeitnah durch einen Anruf bei unserem Patientenservice unter der Nummer 0731 – 177-2000 erhalten.

    Anlässlich Ihrer Vorstellung in unserer Sprechstunde sollten Sie alle Unterlagen inklusive Bildgebung (auch im Verlauf) mitbringen, um Doppeluntersuchungen und Verzögerungen zu vermeiden.

    Vorfußchirurgie

    Beschwerden des Vorfußes treten häufig in der Folge einer Spreizfußdeformität auf. Die Großzehe kann deformiert werden, indem sie nach außen abgedrängt wird. Dies kann ein Druckproblem im Schuh und auch einen Konflikt mit den benachbarten Kleinzehen nach sich ziehen und diese verformen. Auch Belastungsschmerzen unter den Mittelfußköpfchen können als Folge des Spreizfußes auftreten.

    An Therapiemöglichkeiten stehen Einlagenversorgung und Zurichtungen am Schuh zur Verfügung. Sind die nichtoperativen Möglichkeiten ausgeschöpft und treten weiterhin Beschwerden auf oder die Deformität schreitet fort, so stehen eine beträchtliche Auswahl operativer Maßnahmen zur Verfügung, die abhängig von der Ausprägung der Deformität zum Einsatz kommen. Hierzu wird in der Regel ein Röntgenbild benötigt, welches unter Belastung des Fußes angefertigt wird.

    Hallux valgus

    Die häufigste Vorfußdeformität ist in der Regel durch einen Spreizfuß verursacht. Mit zunehmender Ausprägung der Deformität kommt es zum Schuhkonflikt und zu einer Kompromittierung der benachbarten Zehen, die von der Großzehe verdrängt wird.

    Abbildung 1

    Abbildung 2

    Abb. 1 und 2: Hallux valgus (Abweichen der Großzehe nach außen) mit Deformität der Kleinzehen (links), dazugehöriges Röntgenbild (rechts).

    Abhängig von den gemessenen Winkeln im Röntgenbild wird das operative Verfahren gewählt. Je ausgeprägter die Fehlstellung, desto aufwändiger ist das operative Verfahren. Im Folgenden werden verschiedene operative Verfahren anhand von Beispielen vorgestellt, die an unserer Klinik durchgeführt werden.

    Abbildung 3

    Abbildung 4

    Abbildung 5

    Abb. 3, 4 und 5: Hallux valgus leichter Ausprägung, versorgt mit einer Chevronosteotomie zur Korrektur der Fehlstellung, fixiert mit einer Doppelgewindeschraube.

    Abbildung 6

    Abbildung 7

    Abb. 6 und 7: Vor und nach Korrektur einer mittelgradigen Vorfußdeformität mit Hallux valgus und Krallenzehdeformität durch Basisosteotomie, Akin-Osteotomie, PIP-Arthrodese und Weilosteotomie. Die Fixation erfolgte durch eine winkelstabile Platte und Zugschrauben am ersten Strahl.

    Abbildung 8

    Abbildung 9

    Abb. 8 und 9: Vorfußkorrektur mittels Lapidusarthrodese, Chevronosteotomie, PIP-Arthrodesen und Weilosteotomie bei schwerster Vorfußdeformität. Die Fixation erfolgte mit winkelstabiler Platte und Zugschraube.

    Arthrose des Großzehengrundgelenks

    Bei der Arthrose des Großzehengrundgelenks kommt es zur zunehmenden schmerzhaften Bewegungseinschränkung des Gelenks. Im Röntgenbild kann dies erkannt werden. An Behandlungsmöglichkeiten stehen zu Beginn Spezialeinlagen und/oder Abrollhilfen am Schuh zur Verfügung. An operativen Therapiemöglichkeiten kommen zu Beginn noch gelenkerhaltende Operationen, bei weit fortgeschrittener Arthrose kommt die Versteifung dieses Gelenkes in Frage.

    Abbildung 10

    Abbildung 11

    Abb. 10 und 11: Arthrose des Großzehengrundgelenkes vor der Operation.

    Abbildung 12

    Abbildung 13

    Abb. 12 und 13: Operative Versteifung des Großzehengrundgelenks (Arthrodese) bei einer schmerzhaften Arthrose.

    Abbildung 14

    Abbildung 15

    Abb. 14 und 15: Rheumatische Vorfußdeformität mit Hallux valgus und Zerstörung der Grundgelenke der Kleinzehen. Der erste Strahl wurde korrigiert und durch eine Versteifungsoperation fixiert. Die zerstörten Mittelfußköpfchen 2-4 wurden entfernt. Hierdurch ist es der Patientin wieder möglich, schmerzfrei zu gehen.

    Mittel- und Rückfußchirurgie bei Arthrose

    Bei Arthrosen des Mittel- und Rückfußes wird versucht, mit Einlagen und Schuhzurichtungen die Beschwerden zu beeinflussen. Führt dies nicht zur Linderung, so wird die operative Versteifung einzelner Gelenke durchgeführt. Die totalendoprothetische Versorgung des oberen Sprunggelenks wird ebenfalls in unserem Haus angeboten und stellt bei ausgewählten Indikationen (z.B. rheumatoider Arthritis) eine Therapieoption dar.

    Abbildung 16

    Abbildung 17

    Abbildung 18

    Abbildung 19

    Abb. 16 bis 19: Arthrose des oberen Sprunggelenks vor und nach versteifender Operation (Arthrodese). Zur Fixation der Versteifung wurden Schrauben eingebracht.

    Abbildung 20

    Abbildung 21

    Abbildung 22

    Abbildung 23

    Abb. 20 bis 23: Arthrose des oberen und unteren Sprunggelenks; eine versteifende Operation (Arthrodese) wurde am oberen und unteren Sprunggelenk mit einem Arthrodesenagel durchgeführt.

    Rückfußdeformität

    Deformitäten wie Knick-Plattfuß und Klumpfuß haben ihre Ursachen im Mittel- und Rückfuß. Bei Schmerzen im  Jugend- und Erwachsenenalter wird zuerst versucht, die Beschwerden durch Einlagen, Schuhzurichtungen, ggfs. orthopädisches Schuhwerk zu lindern. Bei Entscheidung zu operativen Maßnahmen wird das Ausmaß der Deformität und der Beschwerden, sowie das Röntgenbild herangezogen. Zur Klumpfußdeformität siehe das entsprechene Kapitel unter Kinderorthopädie.

    Abbildung 24

    Abbildung 25

    Abb. 24 und 25: Schmerzhafter Knick-Plattfuß, welcher bei einem Jugendlichen durch Aufrichtung des Fußlängsgewölbes korrigiert wurde. Hierfür wurde zwischen dem Fersenbein und dem Würfelbein ein Knochenspan eingebracht (Calcaneo-Cuboidarthrodese).

    Achillessehnenruptur

    Der Riß der Achillessehne ist häufig eine Folge von Vorschädigungen. Sehr häufig muß er mittels Naht der Sehne operativ therapiert werden, um eine gute Funktion (Zehenstand, Laufen) wiederherzustellen. Nach der Operation ist eine lange Nachbehandlungsdauer von ca. 3 Monaten erforderlich, da Sehnengewebe nur langsam heilt.

    Osteochondrosis dissecans tali

    Die Osteochondrosis dissecans der Talusschulter am oberen Sprunggelenk (Durchblutungsstörung des Sprungbeines) kann bei Beschwerden im Erwachsenenalter durch Anbohrung des Knochens behandelt werden, um die Durchblutung zu verbessern. Ist der Knorpel-Knochen-Komplex bereits eingebrochen, kann eine Knorpel-Knochentransplantation (OATS oder Mosaikplastik) durchgeführt werden. Hierzu werden ein oder mehrere Knorpel-Knochenzylinder aus dem Kniegelenk entnommen, welche dann im Sprungbein (Talus) eingesetzt werden und den zerstörten Gelenkanteil ersetzen. Hierzu ist es oft nötig, dass der Innenknöchel durchtrennt werden muss, um den Defekt im Sprungbein behandeln zu können. Der Innenknöchel wird anschließend wieder mit einer Schraube und einem Draht fixiert. Eine mehrere Woche dauernde Entlastung zur Einheilung des Knorpel-Knochenzylinders und Innenknöchelheilung ist hierfür nötig.

    Abbildung 26

    Abbildung 27

    Abb. 26 und 27: Osteochondrosis dissecans (Pfeil) vor Operation und nach Knorpel-Knochentransplantation. Zur Einbringung des Knorpel-Knochenzylinders wird der Innenknöchel durchtrennt und anschließend mit Schraube refixiert.

    Abbildung 28

    Abb. 28: Röntgenbild desselben Patienten mit Ausheilungsergebnis nach Metallentfernung vom Innenknöchel.

    Eigene Publikationen und Vorträge aus dem Bereich Fußchirurgie

    • Dornacher D, Reichel H, Taurman R. Späte Diagnose bei tarsalen Coalitiones. Jahreskongress der Vereinigung für Kinderorthopädie, Münster, 2014
    • Woelfle JV, Reichel H, Javaheripour-Otto K, Nelitz M. Clinical outcome and magnetic resonance imaging after osteochondral autologous transplantation in osteochondritis dissecans of the talus. Foot Ankle Int 2013; 34:173-179
    • Woelfle JV, Reichel H, Nelitz M. Indications and limitations of osteochondral autologous transplantation in osteochondritis dissecans of the talus. Knee Sports Traumatol Arthrosc 2013; 21:1925-1930
    • Taurman R, Lippacher S, Reichel H. Etablierte Fortschritte in der Kinderorthopädie. Klumpfuß, Knick-Plattfuß, Hüftdysplasie, Patellofemorale Instabilität. Orthopädie im Profil, Ulm, 2013
    • Taurman R. Rückfußdeformitäten: Diagnostik und Versorgungskonzepte. Fortbildungsveranstaltung, Orthopädischen Universitätsklinik Ulm, 2011
    • Decker T, Birke A, Milikic L, Reichel H. Mittel- und langfristige Ergebnisse nach dorsomedialer Arthrolyse beim kongenitalen Klumpfuß. In: Reichel H, Krauspe R (Hrsg) Langzeitergebnisse der Kinderorthopädie, 2003, S. 25-32
    • Reichel H, Lebek S, Milikic L, Hein W. Posteroplantar release for congenital clubfoot in children younger than 1 year. Clin Orthop Relat Res 2001; 387:183-190
  • Gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk Open or Close

    Gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk

    Die gelenkerhaltende Hüftchirurgie beschäftigt sich mit zwei Abweichungen von der Norm: dem „zu wenig" und dem „zu viel" der knöchernen Formgebung des Hüftgelenks. Beiden Formen ist gemein, dass sie unbehandelt einen vorzeitigen Gelenkverschleiß (eine sog. Hüftgelenkarthrose) herbeiführen können.

    Bei durch Fehlstellungen oder Fehlformen drohendem vorzeitigen Gelenkverschleiß zielt die gelenkerhaltende Chirurgie auf eine Verbesserung der Biomechanik des betroffenen Gelenks, wodurch Gelenkbeschwerden reduziert und das Voranschreiten des Gelenkverschleisses vermindert werden. Da trotz zahlreicher Fortschritte in der Endoprothetik mittlere Prothesenstandzeiten auf bisher etwa 15 bis 20 Jahre limitiert bleiben, spielt die gelenkerhaltende Hüftchirurgie in der Versorgung jüngerer Erwachsenen eine bedeutende Rolle.

    Wichtige Krankheitsbilder:

    Ansprechpartner

    • Prof. Dr. med. Reichel
      Prof. Dr. med. Heiko Reichel
      Ärztlicher Direktor
    • Dr. med. Dornacher
      Dr. med. Daniel Dornacher
      Oberarzt

    Sprechstundentermine

    FAI-Sprechstunde Mittwochs von 8:00 bis 12:00 Uhr
    Privatsprechstunde Montags von 08:30 bis 16:00 Uhr

    Einen Sprechstundentermin können Sie zeitnah durch einen Anruf bei unserem Patientenservice unter der Nummer 0731-177-2000 erhalten. 

    Anlässlich Ihrer Vorstellung in unserer Sprechstunde sollten Sie alle Unterlagen inklusive Bildgebung (auch im Verlauf) mitbringen, um Doppeluntersuchungen und Verzögerungen zu vermeiden.

  • Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk Open or Close

    Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk

    Wir behandeln frische Verletzungen und Verschleißerscheinungen der Bänder, Menisken und des Knorpels am Kniegelenk. Dies beinhaltet angeborene und erworbene Fehlstellungen ebenso wie Knochenbrüche und deren Folgeerscheinungen. Die dabei angewendeten Operationstechniken umfassen arthroskopische Operationen (Gelenkspiegelung über kleine Hautschnitte, Schlüssellochoperationen) an Knorpel, Bändern und Menisken. Des Weiteren kommen Bandrekonstruktionen und Beinachsenkorrekturen, ggf. auch mit Teilgelenkersatz des Kniegelenkes, als operative Behandlungsmaßnahmen in Frage.

    Wichtige Krankheitsbilder:

    Ansprechpartner

    • Prof. Dr. med. Thomas Kappe
      Prof. Dr. med. Thomas Kappe
      Leitender Oberarzt
    • Dr. med. Dornacher
      Dr. med. Daniel Dornacher
      Oberarzt
    • Dr. med. Mirco Sgroi
      Dr. med. Mirco Sgroi
      Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

    Sprechstundenzeiten

    Sport- und Arthroskopiesprechstunde
    • Montags von 8:30 bis 16:00 Uhr
    • Dienstags von 8:00 bis 10:00 Uhr und 10:30 bis 12:40 Uhr

    Einen Sprechstundentermin können Sie zeitnah durch einen Anruf bei unserem Patientenservice unter der Nummer 0731-177-2000 erhalten.

    Zur Vorstellung in der Sprechstunde sollten alle Unterlagen inklusive Bildgebung (auch im Verlauf) mitgebracht werden, um Doppeluntersuchungen oder Verzögerungen zu vermeiden

  • Hüft- und Kniegelenksendoprothetik Open or Close

    Hüft- und Kniegelenksendoprothetik

    Ansprechpartner

    • Ärztl. Direktor Prof. Dr. med. Heiko Reichel
    • Geschäftsführender Oberarzt PD Dr. med. Ralf Bieger
    • Oberarzt Dr. med. Frank Leucht
    • Oberarzt PD Dr. med. Benjamin Ulmar

    Sprechstundentermine

    • Donnerstags von 08:00 bis 16:00 Uhr
    • Freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr (Wechselendoprothetik)

    Hüftgelenksendoprothetik

    Aufbau des Hüftgelenks

    Das Hüftgelenk stellt die Verbindung zwischen Rumpf und unterer Extremität dar. Es besteht aus zwei Komponenten: der Pfanne (Acetabulum), die im Beckenknochen ausgebildet wird, und dem Hüftkopf, der auf dem Schenkelhals des Oberschenkelknochens sitzt. Beide Gelenkpartner sind mit Knorpel überzogen. Das Gelenk wird durch eine Kapsel umgeben, die das Gelenk zu einem geschlossenen Raum macht. Dieser ist aufgefüllt mit „Gelenkschmiere" (Synovialflüssigkeit), die durch die Gelenkschleimhaut gebildet wird. Die Gelenkschmiere hat die Aufgabe, die Reibung im Gelenk möglichst gering zu halten und den Knorpel zu ernähren.

    Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, das Bewegungen in vielen Richtungen erlaubt. So ist das Hüftgelenk nicht nur beim normalen Gang, sondern auch bei Bewegungen wie Bücken, Drehen, Abspreizen und Anspreizen maßgeblich beteiligt.

     

    Das Hüftgelenk

     

    1. Hüftgelenkpfanne (Acetabulum)
    2. Hüftkopf (kugelförmiger Gelenkkopf)
    3. Oberschenkelhals
    4. Beckenknochen
    5. Oberschenkelknochen (Femur)

     

    Hüftarthrose

    Die Arthrose ist ein meist altersbedingter Verschleiß eines Gelenkes, bei dem es zu einem Knorpelabrieb kommt. Die Abriebpartikel verursachen eine Entzündungsreaktion, die zu vermehrter Schmierflüssigkeitsbildung führt. Zudem wirkt die Entzündung ab einem gewissen Grade selbst knorpelzerstörend, was zu noch mehr Knorpelzersetzung führt. Außerdem reagiert der Knochen auf die zunehmende Belastung zunächst mit stärkerer Verkalkung (Sklerosierung). Später wird er in die selbstzerstörende Entzündungsreaktion mit einbezogen. Es wird Knochen abgebaut und Zysten entstehen. Dafür bildet der Körper am Gelenkrand knöcherne Anbauten (Osteophyten), um das zerstörte Gelenk langfristig zu versteifen und damit den Schmerzzustand zu beenden.

    Die Arthrose verläuft also in verschiedenen Stadien, die gut auf dem Röntgenbild sichtbar und zu beurteilen sind, weshalb das Röntgenbild das wichtigste Diagnostikum bezüglich der Arthrose ist.

    Die Erkrankung läuft wellenförmig ab, so dass auf stärkste Schmerzzustände durchaus Intervalle folgen können, in denen der Patient schmerzfrei ist. Die Häufigkeit der Schmerzzustände nimmt aber im Verlauf der Erkrankung im selben Maße zu, wie sich die Dauer des beschwerdefreien Intervalls verkürzt.

    Die wichtigste Botschaft in diesem Zusammenhang ist, dass Arthrose nicht heilbar ist und der Verlauf oft nur symptomatisch (lindernd) zu beeinflussen ist. Das heißt: wenn die Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass physikalische Therapiemaßnahmen, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente keinen Nutzen mehr bringen, bleibt als letzte Maßnahme nur der künstliche Gelenkersatz (Endoprothese). Für Interessierte sei hier folgender Link auf die Seite des Deutschen Arthrose Forums genannt:

    http://www.deutsches-arthrose-forum.de/portal/rel00a.prod/deutsches-arthrose-forum/stat/portal/main.html

    Abbildung 1

    Abb. 1: Beckenübersichtsröntgenbild, das eine Arthrose des rechten Hüftgelenks mit Gelenkspaltverschmälerung, Sklerose, Osteophyten- und Zystenbildung sowie eine beginnende Arthrose des linken Hüftgelenks zeigt.

    Abbildung 2

     

     

    Abb. 2: Beckenübersichtsröntgenbild, das eine beidseitige Hüftgelenksarthrose bei Dysplasie zeigt.

     

     

    Hüftgelenkersatz

    Im RKU werden jährlich mehr als 400 Hüft-Endoprothesen implantiert. Wir dürfen deshalb von uns behaupten, dass wir über die große Expertise verfügen, die Sie von uns erwarten.

    Wir halten ein großes Portfolio moderner und bewährter Prothesen vor, die sich im Prothesendesign unterscheiden. Innerhalb des Designs liegen verschiedene Ausführungen und unterschiedliche Größen vor. Auf der Schaftseite unterscheiden wir Kurzschaft, Geradschaft, anatomischer Schaft und modularer Schaft. Auf der Pfannenseite verwenden wir moderne „Press-fit-Pfannen", die sich primär im Knochen verklemmen und sekundär vom Körper in den Knochen integriert werden. Defektsituationen können entweder durch Verwendung von Fremdknochen aus der von uns geführten Knochenbank oder durch Implantation von Tantal-Augmentaten behandelt werden.

    Die Standardversorgung ist, abhängig von Alter und Knochensubstanz, die zementfreie Implantation von Schaft und Pfanne. Bei weicherer Knochenkonsistenz verwenden wir eine sogenannte „Hybrid-Verankerung"; gemeint ist die zementfreie Pfannenverankerung bei zementiertem Schaft. In Ausnahmefällen wird bei besonders weicher Knochensituation die Prothese komplett zementiert. Falls bei Ihnen Allergien nachgewiesen wurden, finden hypoallergene („allergiefreie") Implantate Anwendung.

    Während Ihres ersten Besuches bei uns in der Ambulanz wird durch das persönliche Gespräch mit dem Arzt, die körperliche Untersuchung und anhand der Röntgenaufnahmen das Stadium der Arthrose und Ihre persönliche Beeinträchtigung festgestellt. Bitte bringen Sie zu diesem Termin alle bereits durchgeführten Untersuchungen, alle Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder, ggf. Arztbriefe bestehender Nebenerkrankungen oder einen etwaig vorhandenen Allergiepass etc. mit.

    Sollte bei Ihnen eine Endoprothese in Frage kommen, wird durch Beurteilung verschiedener Faktoren der Prothesentyp aus dem o. g. Portfolio für Sie ausgesucht. Zudem wird beurteilt, welcher Zugangsweg, ob minimalinvasiv oder seitlicher Standardzugang, für Sie in Frage kommt. Hierbei gehen wir gerne auf Ihre Vorstellungen ein und wägen sorgfältig unsere Überlegungen mit Ihnen ab.

    Egal ob minimalinvasiver Zugang oder seitlicher Standardzugang: wir legen äußersten Wert auf größtmögliche Weichteilschonung. Die Folgen dieser Sorgfalt merken Sie, denn sie machen sich durch weniger Schmerzen, kürzere Liegedauer und schnellere Rekonvaleszenz bemerkbar.

    Abbildung 3

    Abb. 3: Planung einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP).

    Abbildung 4

    Abb. 4: Postoperatives Ergebnis (zementfreie Hüft-TEP mit Kurzschaft).

     

    Stationäre Aufnahme und Operation

    Am Vortag der Operation erfolgt die stationäre Aufnahme. Durch den Stationsarzt und den erfahrenen Operateur wird die Indikation zur Operation abschließend geprüft und die Operation verhindernde Faktoren (z.B. akute Erkrankungen) ausgeschlossen. Durch sie erfolgt auch die Aufklärung über die Operation, bei der erneut die Risiken der Operation mit dem Nutzen abgewogen werden. Die Risiken der Operation sollen auch hier nicht unerwähnt bleiben: sie sind im Wesentlichen die Blutung, der Bluterguss, die Infektion, die Nervenläsion, die Thrombose sowie die Embolie. Der stationäre Aufenthalt wird ca. 10 bis 14 Tage dauern. Anschließend wird eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitationsmaßnahme, kurz: Reha) empfohlen und für Sie eingeleitet.

    Während des Eingriffes wird Ihr Gelenk gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht. Der Eingriff dauert in aller Regel eineinhalb Stunden und kann in Allgemein- oder Teilnarkose durchgeführt werden. Welche Art der Narkose für Sie in Frage kommt, wird Ihr Narkosearzt mit Ihnen besprechen. Durch das prä- und intraoperative Blutmanagement der Anästhesieabteilung werden Fremdblutkonserven normaler Weise nicht benötigt. Am ersten postoperativen Tag werden Sie auf die Normalstation verlegt, wo mit der Mobilisierung begonnen wird. Während des stationären Aufenthaltes werden Sie einen sicheren und selbständigen Gang wiedererlernen – in der Regel ohne Belastungseinschränkungen. Die Entlassung erfolgt, wenn Wund- und Weichteilverhältnisse regelhaft abgeheilt sind, Sie einen sicheren Gang erlernt haben, und keine medizinischen Gründe gegen eine Entlassung oder eine Verlegung zur Anschlussheilbehandlung sprechen.

    Wechselendoprothetik des Hüftgelenks

    Keine eingebaute Prothese hält ewig, vielmehr ist die Standzeit der Prothesen begrenzt. Meist liegt sie zwischen 10 bis 15 Jahren. Im Laufe dieser Zeit kommt es infolge von Abriebpartikeln zu einer Entzündungsreaktion, die dazu führt, dass Knochen abgebaut wird, und die Prothese somit aus dem Knochenbett auslockert. Durch diesen Prozess wird der Knochen geschwächt, so dass es bei nachgewiesener Lockerung zu einer zeitnahen Versorgung kommen sollte. Prinzipiell können die Prothesenteile isoliert voneinander locker werden (Pfanne oder Schaft), es können aber auch beide Teile (Pfanne und Schaft) von der Lockerung betroffen sein.

    Ein wesentlicher Unterschied für die weitere Behandlung liegt in der Tatsache, ob bei der Lockerung Bakterien beteiligt waren oder nicht. Wir legen enormen Wert darauf, vor jeder Wechsel-Operation herauszufinden, ob Bakterien anwesend sind oder nicht. Denn ist die Lockerung auf eine von Bakterien verursachte Entzündung zurückzuführen, liegt eine Infektion vor. In diesem Fall muss neben der Implantatlockerung vor allem die Infektion (Osteomyelitis) behandelt werden. Hierzu muss die gesamte Prothese, unabhängig von ihrem Lockerungsgrad entfernt werden. Die Prothese wird dann durch einen antibiotikahaltigen Platzhalter ersetzt. Es erfolgt eine 6-wöchige Behandlung mit Antibiotika. Nach Absetzen der Antibiose wird der Nachweis geführt, dass Bakterien nicht mehr vorhanden sind, bevor - in der Regel nach 10 bis 12 Wochen - eine erneute Prothese implantiert wird (zweizeitige Wechseloperation).

    Ist die Lockerung allein auf eine Entzündungsreaktion aufgrund des Abriebs zurückzuführen, sind also keine Bakterien vorhanden, dann kann der Wechsel in einer Operation erfolgen und vom Lockerungsgrad der Komponenten abhängig gemacht werden. Hierbei wird dann stets nur der lockere Anteil gewechselt.

    Im RKU werden jährlich ca. 100 Prothesenwechsel an der Hüfte durchgeführt. Wir dürfen deshalb von uns behaupten, dass wir über die große Expertise verfügen. Wie in der Primärendoprothetik halten wir auch für die Wechselsituation ein großes Repertoire an Revisions-, Sonder- und Spezialimplantaten vor, um auf die besondere Situation und Tücke in der Wechselsituation (große knöcherne Defekte, schlechte Knochenqualität, Knochenbrüche neben dem Implantatlager) reagieren zu können. Hierdurch ist gewährleistet, die biologische Situation des Gelenkes erneut möglichst gut zu rekonstruieren.

    Wird während Ihres Besuches bei uns in der Ambulanz durch das persönliche Gespräch mit dem Arzt, die körperliche Untersuchung und anhand der Röntgenaufnahmen eine Prothesenlockerung festgestellt, so wird in der Regel am gleichen Tag eine Punktion des betroffenen Gelenkes durchgeführt. Die anschließende mikrobiologische Untersuchung des gewonnenen Materials versucht, Bakterien nachzuweisen. Um ganz sicher zu gehen, dass keine Keime „übersehen" werden, wird das Material 14 Tage „bebrütet". Das endgültige Ergebnis steht also erst nach 14 Tagen fest. Zu diesem Zeitpunkt wird das weitere Vorgehen (einzeitiger oder zweizeitiger Wechsel) festgelegt und mit Ihnen besprochen.

    Abbildung 5

    Abb. 5: Beckenübersichtsröntgenbild mit einer gelockerten Hüft-TEP rechts (Schaft und Pfanne). Im Bereich der Pfanne findet sich ein Lockerungssaum (Pfeile). Seitlich am Gelenk sind Verknöcherungen zu sehen.

    Abbildung 6

     Abb. 6: Planung der Hüft-TEP-Wechsel-Operation.

    Abbildung 7

    Abb. 7: Ausführung der Operation: Die Lockerung an Schaft und Pfanne konnte intraoperativ bestätigt werden. Deshalb wurde sowohl die Pfanne als auch der Schaft gewechselt. Schrauben helfen die Pfanne sicher zu verankern. Außenseitige Verknöcherungen, welche die Beweglichkeit eingeschränkt haben, wurden abgetragen.

    Kniegelenksendoprothetik

    Aufbau des Kniegelenkes

    Wenn wir gehen, stehen, hocken oder sitzen, bewegen wir das größte Gelenk des Körpers: das Kniegelenk. Es verbindet den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein, die artikulierenden Gelenkflächen sind dabei die Oberschenkelrolle und der Schienbeinkopf. Ein Teil des Kniegelenks wird durch die Kniescheibe gebildet, die als Unterstützpunkt für die Kraftentwicklung der Quadrizepsmuskulatur dient. Das Kniegelenk kann im Wesentlichen nur in einer Ebene (Streckung/Beugung) bewegt werden. Nur am gebeugten Knie ist noch eine minimale Rotationsbewegung des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel möglich. Als Gleitfläche sind die Gelenkpartner mit Knorpel überzogen, das Gelenk wird durch eine Kapsel abgedichtet, innerhalb derer zur Reduktion des Widerstandes und der Ernährung des Knorpels Gelenkschmiere durch die Gelenkinnenhaut gebildet wird. Ähnlich einem Stoßdämpfer wirkt dieses hydraulische Prinzip und wird unterstützt durch die Menisci: halbmondförmige knorpelige Scheiben, die innen und außen zwischen den Gelenkflächen liegen.

    1. Streckmuskulatur des Oberschenkels
    2. Kniescheibe (Patella)
    3. Oberschenkelknochen (Femur)
    4. Meniskus 
      (halbmondförmiger Faserknorpel)
    5. Patellasehne
    6. Wadenbein (Fibula)
    7. Schienbein (Tibia)

     

    Kniearthrose

    Die Arthrose ist ein meist altersbedingter Verschleiß eines Gelenkes, bei dem es zu einem Knorpelabrieb kommt. Die Abriebpartikel verursachen eine Entzündungsreaktion, die zu vermehrter Schmierflüssigkeitsbildung führt. Zudem wirkt die Entzündung ab einem gewissen Grade selbst knorpelzerstörend, was zu noch mehr Knorpelzersetzung führt. Außerdem reagiert der Knochen auf die zunehmende Belastung zunächst mit stärkerer Verkalkung (Sklerosierung). Später wird er in die selbstzerstörende Entzündungsreaktion mit einbezogen. Es wird Knochen abgebaut und Zysten entstehen. Dafür bildet der Körper am Gelenkrand knöcherne Anbauten (Osteophyten), um das zerstörte Gelenk langfristig zu versteifen und damit den Schmerzzustand zu beenden.

    Die Arthrose verläuft also in verschiedenen Stadien, die gut auf dem Röntgenbild sichtbar und zu beurteilen sind, weshalb das Röntgenbild das wichtigste Diagnostikum bezüglich der Arthrose ist.

    Die Erkrankung läuft wellenförmig ab, so dass auf stärkste Schmerzzustände durchaus Intervalle folgen können, die absolut schmerzfrei sind. Die Häufigkeit der Schmerzzustände nimmt aber im Verlauf der Erkrankung im selben Maße zu, wie sich die Dauer des beschwerdefreien Intervalls verkürzt.

    Die wichtigste Botschaft in diesem Zusammenhang ist, dass Arthrose nicht heilbar ist und der Verlauf oft nur symptomatisch (lindernd) zu beeinflussen ist. Das heißt, wenn die Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass physikalische Therapiemaßnahmen, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente keinen Nutzen mehr bringen, bleibt als letzte Maßnahme nur der künstliche Gelenkersatz (Endoprothese). Für Interessierte sei hier folgender Link auf die Seite des Deutschen Arthrose Forums genannt:

    www.deutsches-arthrose-forum.de/portal/rel00a.prod/deutsches-arthrose-forum/stat/portal/main.html

    Gelenkersatz des Kniegelenkes

    Das Kniegelenk besteht aus drei Gelenkkompartimenten: einem inneren und äußeren Kompartiment, sowie einem, der hinter der Kniescheibe liegt. Prinzipiell können diese Gelenkkompartimente unabhängig voneinander verschleißen. Erkennt man die Erkrankung früh genug und ist der Leidensdruck entsprechend, so kann man die einzelnen Kompartimente isoliert ersetzen, wie Abb. 8 und 9 zeigen.

    Abbildung 8

    Abb. 8: Isolierter Ersatz des Kniescheibenkompartimentes durch eine Femoropatellarprothese.

    Abbildung 9

    Abb. 9: Isolierter Ersatz des medialen Gelenkkompartiments durch mediale Schlittenprothese.

    In den meisten Fällen ist die Erkrankung bei Diagnosestellung aber schon soweit fortgeschritten, dass alle drei Kompartimente betroffen sind und nur ein kompletter Oberflächenersatz in Frage kommt, wie es Abb. 3 zeigt.

    Abbildung 10

    Abb. 10: Kompletter Kniegelenkersatz durch Oberflächenersatzprothese.

    Voraussetzung für einen Oberflächenersatz ist die Funktionsfähigkeit der Seitenbänder des Kniegelenks, und – je nach Prothesentyp – des hinteren Kreuzbandes. Sind diese Bänder nach Verletzungen oder durch die Dauer und das Ausmaß der sich entwickelnden Fehlstellung nicht funktionstüchtig, so muss auf einen höheren Kopplungsgrad der Prothese gewechselt werden. Der höhere Kopplungsgrad bedingt eine zusätzliche Verankerung des Impantats über Stiele.

    Abbildung 11

    Abb. 11: Höher gekoppelte Kniegelenke: links teilgekoppeltes Knie, rechts achsgeführtes Knie.

    Im RKU werden jährlich mehr als 300 Kniegelenksendoprothesen implantiert. Wir dürfen deshalb von uns behaupten, dass wir über die große Expertise verfügen, die Sie von uns erwarten.

    Wir halten ein großes Portfolio moderner und bewährter Prothesen vor, die sich, entsprechend den o.g. Ausführungen vom Prothesendesign unterscheiden. Innerhalb des Designs liegen verschiedene Ausführungen und verschiedene Größen vor, so dass wir je nach Krankheitsbild und persönlichen Wünschen für Sie eine individuelle Prothese finden.

    Während Ihres ersten Besuches bei uns in der Ambulanz wird durch das persönliche Gespräch mit dem Arzt, die körperliche Untersuchung und anhand der Röntgenaufnahmen das Stadium der Arthose und Ihre persönliche Beeinträchtigung festgestellt. Bitte bringen Sie zu diesem Termin alle bereits durchgeführten Untersuchungen, alle Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder, ggf. Arztbriefe bestehender Nebenerkrankungen oder einen etwaig vorhandenen Allergiepass etc. mit.

    Sollte bei Ihnen eine Endoprothese in Frage kommen, wird durch Beurteilung verschiedener Faktoren der Prothesentyp aus dem o.g. Portfolio für Sie ausgesucht.

    Stationäre Aufnahme und Operation

    Am Vortag der Operation erfolgt die stationäre Aufnahme. Durch den Aufnahmearzt und den erfahrenen Operateur wird erneut die Indikation zur Operation abschließend geprüft und die Operation verhindernde Faktoren (z.B. akute Erkrankung) ausgeschlossen. Durch sie erfolgt auch die Aufklärung über die Operation, bei der erneut die Risiken der Operation mit dem Nutzen abgewogen werden. Die Risiken der Operation sollen auch hier nicht unerwähnt bleiben: sie sind im Wesentlichen die Blutung, der Bluterguss, die Infektion, die Nervenläsion, die Thrombose sowie die Embolie. Der stationäre Aufenthalt wird ca. 10 bis 14 Tage dauern. Anschließend wird eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitationsmaßnahme, kurz: Reha) empfohlen und für Sie eingeleitet.

    Während des Eingriffes wird Ihr Gelenk gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht. Der Eingriff dauert etwa eineinhalb Stunden und kann in Allgemein- oder Teilnarkose durchgeführt werden. Welche Art der Narkose für Sie in Frage kommt, wird Ihr Narkosearzt mit Ihnen besprechen. Durch das prä- und intraoperative Blutmanagement der Anästhesieabteilung werden Fremdblutkonserven normalerweise nicht benötigt. Am ersten postoperativen Tag werden Sie auf die Normalstation verlegt wo mit der Mobilisierung begonnen wird. Während des stationären Aufenthaltes werden Sie einen sicheren und selbständigen Gang wiedererlernen – in der Regel ohne Belastungseinschränkungen. Ein Hauptaugenmerk liegt in der Wiederherstellung der Beweglichkeit des Kniegelenkes. Bis zur Entlassung sollte ein Bewegungsausmaß von voller Streckung und mindestens 90° Beugung, unabhängig vom präoperativen Befund, vorliegen.

    Die Entlassung erfolgt, wenn Wund- und Weichteilverhältnisse regelhaft abgeheilt sind, Sie einen sicheren Gang erlernt haben, und keine medizinischen Gründe gegen eine Entlassung oder eine Verlegung in die Anschlussheilbehandlung sprechen.

    Wechselendoprothetik des Kniegelenks

    Keine eingebaute Prothese hält ewig, vielmehr ist die Standzeit der Prothesen begrenzt. Meist liegt sie zwischen 10 bis 15 Jahren. Im Laufe dieser Zeit kommt es infolge von Abriebpartikeln zu einer Entzündungsreaktion, die dazu führt, dass Knochen abgebaut wird, und die Prothese somit aus dem Knochenbett auslockert. Durch diesen Prozess wird der Knochen geschwächt, so dass es bei nachgewiesener Lockerung zu einer zeitnahen Versorgung kommen sollte. Prinzipiell können die Prothesenteile isoliert von einander locker werden (Oberschenkelrollenkomponente oder Schienbeinkopfkomponente), es können aber auch beide Teile (Oberschenkelrollenkomponente und Schienbeinkopfkomponente) von der Lockerung betroffen sein.

    Ein wesentlicher Unterschied für die weitere Behandlung liegt in der Tatsache, ob bei der Lockerung Bakterien beteiligt waren oder nicht. Wir legen enormen Wert darauf, vor jeder Wechsel-Operation herauszufinden, ob Bakterien anwesend sind oder nicht. Denn ist die Lockerung auf eine von Bakterien verursachte Entzündung zurückzuführen, liegt eine Infektion vor. In diesem Fall muss neben der Implantatlockerung vor allem die Infektion (Osteomyelitis) behandelt werden. Hierzu muss die gesamte Prothese, unabhängig von ihrem Lockerungsgrad entfernt werden. Die Prothese wird dann durch einen antibiotikahaltigen Platzhalter ersetzt. Es erfolgt eine 6-wöchige Behandlung mit Antibiotika. Nach Absetzen der Antibiose wird der Nachweis geführt, dass Bakterien nicht mehr vorhanden sind, bevor - in der Regel nach 10 bis 12 Wochen - eine erneute Prothese implantiert wird (zweizeitige Wechseloperation).

    Ist die Lockerung allein auf eine Entzündungsreaktion aufgrund des Abriebs zurückzuführen, sind also keine Bakterien vorhanden, dann kann der Wechsel in einer Operation erfolgen und vom Lockerungsgrad der Komponenten abhängig gemacht werden. Hierbei wird dann stets nur der lockere Anteil gewechselt.

    Im RKU werden jährlich über 50 Prothesenwechsel am Knie durchgeführt. Wir dürfen deshalb von uns behaupten, dass wir über eine große Expertise verfügen. Wie in der Primärendoprothetik halten wir auch für die Wechselsituation ein großes Repertoire an Revisions-, Sonder- und Spezialimplantaten vor, um auf die besondere Situation in der Wechselsituation (große knöcherne Defekte, schlechte Knochenqualität, Knochenbrüche neben dem Implantatlager) reagieren zu können. Hierdurch ist gewährleistet, die biologische Situation des Gelenkes erneut möglichst gut zu rekonstruieren.

    Wird während Ihres Besuches bei uns in der Ambulanz durch das persönliche Gespräch mit dem Arzt, die körperliche Untersuchung und anhand der Röntgenaufnahmen eine Prothesenlockerung festgestellt, so wird in der Regel am gleichen Tag eine Punktion des betroffenen Gelenkes durchgeführt. Die anschließende mikrobiologische Untersuchung des gewonnenen Materials versucht, Bakterien nachzuweisen. Um ganz sicher zu gehen, dass keine Keime „übersehen" werden, wird das Material 14 Tage „bebrütet". Das endgültige Ergebnis steht also erst nach 14 Tagen fest. Zu diesem Zeitpunkt wird das weitere Vorgehen (einzeitiger oder zweizeitiger Wechsel) festgelegt und mit Ihnen besprochen.

    Eigene Publikationen zum Thema

    • Reichel H, Bieger R. Kapitel 12.6 Alloarthroplastik. In: Kohn D (Hrsg) Expertise Knie. Stuttgart, Thieme 2016; S. 319-348
    • Reichel H. Kapitel 23: Komplikationen in der Endoprothetik. In: Wirth CJ, Mutschler W, Neu J (Hrsg) Komplikationen Kompakt: Orthopädie und Unfallchirurgie kompakt. Stuttgart, Thieme 2016; S. 119-133
    • Faschingbauer M, Reichel H, Bieger R, Kappe T. Mechanical complications with one hundred and thirty eight (antibiotic-laden) cement spacers in the treatment of periprosthetic infection after total hip arthroplasty. Int Orthop 2015; 39:989-994
    • Sgroi M, Faschingbauer M, Javaheripour-Otto K, Reichel H, Kappe T. Can rotational alignment of total knee arthroplasty be measured on MRI? Arch Orthop Trauma Surg 2015; 135(11):1589-1594
    • Boettner F, Sculco P, Lipman J, Saboeiro G, Renner L, Faschingbauer M. The effect of a low radiation CT protocol to accuracy of CT guided implant migration measurement: A Cadaver study. J Orthop Res 2015; [Epub ahead of print]
    • Faschingbauer M, Kappe T, Trubrich A, Bieger R, Reichel H. Gelenkerhalt bei Frühinfektion nach Hüfttotalendoprothese. Z Orthop Unfall 2015; 153:192-197
    • Renner L, Faschingbauer M, Boettner F. Is there a rationale to us highly cross-linked polyethylene in posterior-stabilized total-knee arthroplasty? Ann Transl Med 2015; 3:63
    • Faschingbauer M, Bieger R, Reichel H, Weiner C, Kappe T. Complications associated with 133 static, antibiotic-laden spacers after TKA. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2015; Epub ahead of print
    • Wölfle JV, Fiedler, J, Dürselen L, Reichert J, Scharnweber D, Förster A, Schwenzer B, Reichel H, Ignatius A, Brenner RE. Improved anchorage of Ti6Al4V orthopaedic bone implants through oligonucleotide mediated immobilization of BMP-2 in osteoporotic rats. PLoS ONE 2014; 9:e86151
    • Dornacher D, Kappe T, Reichel H. Die Gonarthrose des jüngeren Patienten - wen sollte man knieendoprothetisch versorgen, wen nicht? Z Orthop Unfall 2014; 152:270-275
    • Woelfle JV, Fraitzl CR, Reichel H, Wernerus D. Significantly reduced leg length discrepancy and increased femoral offset by application of a head-neck adapter in revision total hip arthroplasty. J Arthroplasty 2014; 29:1301-1307
    • Bieger R, Cakir B, Reichel H, Kappe T. Erkennung von Hüftschaftsinterungen am Röntgenbild: Reliabilitätsuntersuchungen knöcherner und prothetischer Landmarken. Orthopäde 2014; 43:934-938
    • Faschingbauer M, Sgroi M, Juchems M, Reichel H, Kappe T. Faschingbauer M, Sgroi M, Juchems M, Reichel H, Kappe T: Can the tibial slope be measured on lateral knee radioghraphs? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(12):3163-3167
    • Bieger R, Huch K, Kocak S, Jung S, Reichel H, Kappe T. The influence of joint line restoration on the results of revision total knee arthroplasty: Comparison between distance and ratio-methods. Arch Orthop Trauma Surg 2014; 134(4):537-541
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    • Jung S, Kappe T, Bieger R, Reichel H. Zulassung einer lokalen Knochenbank nach § 20 b und c AMG und Einführung einer Thermodesinfektion: Lohnt sich der Aufwand? Z Orthop Unfall 2013; 151:291-295
    • Bieger R, Ignatius A, Reichel H, Dürselen L. Biomechanics of a short stem: In vitro primary stability and stress shielding of a conservative cementless hip stem. J Orthop Res 2013; 31:1180-1186
    • Bieger R, Wernerus D, Kappe T, Reichel H. Behandlung der Strecksehnenruptur bei liegender Knietotalendoprothese. Z Orthop Unfall 2013; 151:475-479
    • Neuerburg C, Recknagel S, Fiedler J, Groll J, Moeller M, Bruellhoff K, Reichel H, Ignatius A, Brenne. Ultrathin sP(EO-stat-PO) hydrogel coatings are biocompatible and preserve functionality of surface bound growth factors in vivo. J Mater Sci Mater Med 2013; 24:2417-2427
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    • Jung S, Wernerus D, Reichel H. Zulassung einer klinikeigenen Knochenbank: ein Erfahrungsbericht. Orthopäde 2012; 41:217-224
    • Jung S, Neuerburg C, Kappe T, Wernerus D, Reichel H, Bieger R. Validität der computergestützten Hüfttotalendoprothesenplanung: Einfluss von Schaftdesign und Untersuchererfahrung. Z Orthop Unfall 2012; 150:404-408
    • Leucht F, Dürselen L, Hogrefe C, Joos H, Reichel H, Schmidt, Ignatius A, Brenner RE. Development of a new biomechanically defined single impact rabbit cartilage trauma model for in vivo-studies. J Invest Surg 2012; 25:235-241
    • Neuerburg C, Bieger R, Jung S, Kappe T, Reichel H, Decking R. Bridging knee arthrodesis for limb salvage using an intramedullary cemented nail: a retrospective outcome analysis of a case series. Arch Orthop Trauma Surg 2012; 132:1183-1189
    • Decking R, Mattes T, Reichel H. Klinische Behandlungspfade in der Hüftendoprothetik. In: Claes L, Kirschner P, Perka C, Rudert M (Hrsg) AE-Manual der Endoprothetik: Hüfte und Hüftrevision. Heidelberg: Springer 2012; S. 138-141
    • Decking R, Reichel H, Müller NH. Patientenaufklärung. In: Claes L, Kirschner P, Perka C, Rudert M (Hrsg) AE-Manual der Endoprothetik: Hüfte und Hüftrevision. Heidelberg: Springer 2012; S. 141-145
    • Decking R, Reichel H. Infektionsprophylaxe. In: Claes L, Kirschner P, Perka C, Rudert M (Hrsg) AE-Manual der Endoprothetik: Hüfte und Hüftrevision. Heidelberg: Springer 2012; S. 145-151
    • Mattes T, Decking R, Reichel H. Präoperative Planung. In: Claes L, Kirschner P, Perka C, Rudert M (Hrsg) AE-Manual der Endoprothetik: Hüfte und Hüftrevision. Heidelberg: Springer 2012; S. 151-159
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    • Kappe T, Bieger R, Wernerus D, Reichel H. Minimalinvasive Hüftendoprothetik - nur Trend oder schon Standard? Eine Meta-Analyse. Orthopäde 2011; 40:774-780
    • Kappe T, Flören M, Bieger R, Reichel H. Aktueller Stellenwert der minimal-invasiven Knieendoprothetik: Eine Meta-Analyse. Orthopäde 2011; 40:726-730
    • Huch K, Weithöner KA, Günther KP, Reichel H, Mattes T. Sportliche Belastung und Belastbarkeit nach endoprothetischem Gelenkersatz. Dtsch Z Sportmed 2009; 60:84-89
    • Brunner A, Ulmar B, Reichel H, Decking R. The Eftekhar and Kerboul classifications in assessment of developmental dysplasia of the hip in adult patients: Measurement of inter- and intraobserver reliability. HSS J 2008; 4:25-31
    • Flören M, Reichel H, Davis J, Laskin RS. The mini-incision mid-vastus approach for total knee arthroplasty. Oper Orthop Traumatol 2008; 20:534-543
    • Flören M, Kappe T, Reichel H. Effektivitätsanalyse einer klinikinternen allogenen Knochenbank. Orthopäde 2007; 36:667-672
    • Mattes T, Fraitzl C, Ostertag O, Reichel H. Differentialdiagnosen der aseptischen Hüftkopfnekrose - Artikulärer Leistenschmerz des Erwachsenen. Orthopäde 2007; 36:414-422
    • Hube R, Zaage M, Hein W, Reichel H. Frühfunktionelle Ergebnisse einer Kurzschaftprothese des Hüftgelenks mit metaphysär-intertrochantärer Verankerung. Orthopäde 2004; 33:1249-1258
    • Hube R, Reichel H. Modulare Revisionssysteme in der Knieendoprothetik: Möglichkeiten und Techniken. Orthopäde 2003; 32:506-515
    • Reichel H, Hube R, Birke A, Hein W. Knochendefekte beim Knieendoprothesenwechsel: Klassifikation und Management. Zbl Chir 2002; 127:880-885

    Zeige ältere Veröffentlichungen

  • Hüftdysplasie Open or Close
    Stand: 22.03.2016

    Hüftdysplasie

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Hüftdysplasie beim Erwachsenen und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk.

    Bei der Hüftdysplasie (auch als Hüft-, Hüftpfannen- oder Pfannendachdysplasie bezeichnet) führt eine nicht ausreichende Überdachung durch die knöcherne Hüftgelenkspfanne zu einer erhöhten Druck- und Scherbelastung des knöchernen und weichteiligen Pfannenrandes, die sich zunächst als Schmerzen äußern und u. U. einen sehr raschen Gelenkverschleiß einleiten kann. Der Zusammenhang zwischen knöcherner Minusvariante der Hüftgelenkspfanne und Hüftgelenkarthrose-Entwicklung ist seit langem bekannt.

    Die operative Therapie der Pfannendachdysplasie zielt auf eine Reduktion der Druck- und Scherbelastung des knöchernen und weichteiligen Pfannenrandes. Hierzu führen wir eine Dreifach-Beckenosteotomie (die sog. Triple-Osteotomie nach Tönnis und Kalchschmidt) durch, bei der die Hüftgelenkspfanne aus dem Beckenknochen durch drei „Knochenschnitte" herausgelöst, in eine biomechanisch günstigere Position gedreht und in dieser mit Schrauben fixiert wird. Dieser Eingriff zieht eine verbesserte Hüftkopfüberdachung nach sich.

    Abbildung 1

    Abbildung 2

    Abb. 1 und 2: Verbesserung der Hüftkopfüberdachung durch eine Triple-Osteotomie bei einer Pfannendachdysplasie des linken Hüftgelenks.

    In besonders gelagerten Fällen muss dieser Eingriff mit einer sog. intertrochantären Osteotomie, einem „Knochenschnitt" am Oberschenkelknochen, verknüpft werden, um eine noch günstigere Biomechanik für das betroffene Hüftgelenk zu erzielen.

    Abbildung 3

    Abbildung 4

    Abb. 3 und 4: Verbesserung der Hüftkopfüberdachung durch eine Triple-Osteotomie, die um eine intertrochantäre Osteotomie am Oberschenkelknochen ergänzt wurde, um eine günstigere Biomechanik des betroffenen Hüftgelenks zu ermöglichen.

    Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk

    • Fraitzl CR, Kappe T, Pennekamp F, Reichel H, Billich C. Femoral head-neck offset measurements in 339 subjects: Distribution and implication for femoroacetabular impingement. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2013; 21(5):1212-7
    • Fraitzl CR, Kappe T, Brugger A, Billich C, Reichel H. Reduced head-neck offset in nontraumatic osteonecrosis of the femoral head. Arch Orthop Trauma Surg 2013; 133:1055-1060
    • Kappe T, Kocak T, Reichel H, Fraitzl CR. Can femoroacetabular impingement and hip dysplasia be distinguished by clinical presentation and patient history? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:387-392
    • Kappe T, Kocak T, Bieger R, Reichel H, Fraitzl CR. Radiographic risk factors for labral lesions in femoroacetabular impingement. Clin Orthop Rel Res 2011; 469:3241-3247
    • Fraitzl CR, Reichel H, Aschoff AJ, Freund W. Radiäre MRT des Hüftgelenks zur Abklärung präarthrotischer Veränderungen im jungen Erwachsenenalter: ein Vergleich verschiedener Sequenzen. Z Orthop Unfall 2011; 149:668-676
    • Kappe T, Kocak T, Neuerburg C, Lippacher S, Bieger R, Reichel H. Reliability of radiographic signs for acetabular retroversion. Int Orthop 2011; 35(6):817-821
    • Fraitzl CR, Kappe T, Reichel H. Das femoroacetabuläre Impingement - eine häufige Ursache des Leistenschmerzes beim Sportler. Dtsch Z Sportmed 2010; 61:292-298
    • Fraitzl CR, Nelitz M, Cakir B, Käfer W, Reichel H. Transphysäre Fixation bei Epiphyseolysis capitis femoris: Hinweise für femoroazetabuläres Impingement im Langzeitverlauf. Z Orthop Unfall 2009; 147:334-340
    • Fraitzl CR, Käfer W, Nelitz M, Reichel H. Radiological evidence of femoroacetabular impingement in mild slipped capital femoral epiphysis: A mean follow-up of 14.4 years after pinning in situ. J Bone Joint Surg (Br) 2007; 89:1592-1596
  • Hüftgelenksarthrose Open or Close
    Stand: 20.06.2017

    Hüftgelenksarthrose

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Arthrose des Hüftgelenks und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema Arthrose und Gelenkersatz.

    Aufbau des Hüftgelenks

    Das Hüftgelenk stellt die Verbindung zwischen Rumpf und unterer Extremität dar. Es besteht aus zwei Komponenten: der Pfanne (Acetabulum), die im Beckenknochen ausgebildet wird, und dem Hüftkopf, der auf dem Schenkelhals des Oberschenkelknochens sitzt. Beide Gelenkpartner sind mit Knorpel überzogen. Das Gelenk wird durch eine Kapsel umgeben, die das Gelenk zu einem geschlossenen Raum macht. Dieser ist aufgefüllt mit „Gelenkschmiere" (Synovialflüssigkeit), die durch die Gelenkschleimhaut gebildet wird. Die Gelenkschmiere hat die Aufgabe, die Reibung im Gelenk möglichst gering zu halten und den Knorpel zu ernähren.

    Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, das Bewegungen in vielen Richtungen erlaubt. So ist das Hüftgelenk nicht nur beim normalen Gang, sondern auch bei Bewegungen wie Bücken, Drehen, Abspreizen und Anspreizen maßgeblich beteiligt.

     

    Das Hüftgelenk

     

    1. Hüftgelenkpfanne (Acetabulum)
    2. Hüftkopf (kugelförmiger Gelenkkopf)
    3. Oberschenkelhals
    4. Beckenknochen
    5. Oberschenkelknochen (Femur)

     

    Arthrose des Hüftgelenks

    Die Arthrose ist ein meist altersbedingter Verschleiß eines Gelenkes, bei dem es zu einem Knorpelabrieb kommt. Die Abriebpartikel verursachen eine Entzündungsreaktion, die zu vermehrter Schmierflüssigkeitsbildung führt. Zudem wirkt die Entzündung ab einem gewissen Grade selbst knorpelzerstörend, was zu noch mehr Knorpelzersetzung führt. Außerdem reagiert der Knochen auf die zunehmende Belastung zunächst mit stärkerer Verkalkung (Sklerosierung). Später wird er in die selbstzerstörende Entzündungsreaktion mit einbezogen. Es wird Knochen abgebaut und Zysten entstehen. Dafür bildet der Körper am Gelenkrand knöcherne Anbauten (Osteophyten), um das zerstörte Gelenk langfristig zu versteifen und damit den Schmerzzustand zu beenden.

    Die Arthrose verläuft also in verschiedenen Stadien, die gut auf dem Röntgenbild sichtbar und zu beurteilen sind, weshalb das Röntgenbild das wichtigste Diagnostikum bezüglich der Arthrose ist.

    Die Erkrankung läuft wellenförmig ab, so dass auf stärkste Schmerzzustände durchaus Intervalle folgen können, in denen der Patient schmerzfrei ist. Die Häufigkeit der Schmerzzustände nimmt aber im Verlauf der Erkrankung im selben Maße zu, wie sich die Dauer des beschwerdefreien Intervalls verkürzt.

    Die wichtigste Botschaft in diesem Zusammenhang ist, dass Arthrose nicht heilbar ist und der Verlauf oft nur symptomatisch (lindernd) zu beeinflussen ist. Das heißt: wenn die Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass physikalische Therapiemaßnahmen, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente keinen Nutzen mehr bringen, bleibt als letzte Maßnahme nur der künstliche Gelenkersatz (Endoprothese). Für Interessierte sei hier folgender Link auf die Seite des Deutschen Arthrose Forums genannt:

    Abbildung 1

    Abb. 1: Beckenübersichtsröntgenbild, das eine Arthrose des rechten Hüftgelenks mit Gelenkspaltverschmälerung, Sklerose, Osteophyten- und Zystenbildung sowie eine beginnende Arthrose des linken Hüftgelenks zeigt.

    Abbildung 2

     

     

    Abb. 2: Beckenübersichtsröntgenbild, das eine beidseitige Hüftgelenksarthrose bei Dysplasie zeigt.

     

     

    Hüftgelenkersatz

    Im RKU werden jährlich mehr als 400 Hüft-Endoprothesen implantiert. Wir dürfen deshalb von uns behaupten, dass wir über die große Expertise verfügen, die Sie von uns erwarten.

    Wir halten ein großes Portfolio moderner und bewährter Prothesen vor, die sich im Prothesendesign unterscheiden. Innerhalb des Designs liegen verschiedene Ausführungen und unterschiedliche Größen vor. Auf der Schaftseite unterscheiden wir Kurzschaft, Geradschaft, anatomischer Schaft und modularer Schaft. Auf der Pfannenseite verwenden wir moderne „Press-fit-Pfannen", die sich primär im Knochen verklemmen und sekundär vom Körper in den Knochen integriert werden. Defektsituationen können entweder durch Verwendung von Fremdknochen aus der von uns geführten Knochenbank oder durch Implantation von Tantal-Augmentaten behandelt werden.

    Die Standardversorgung ist, abhängig von Alter und Knochensubstanz, die zementfreie Implantation von Schaft und Pfanne. Bei weicherer Knochenkonsistenz verwenden wir eine sogenannte „Hybrid-Verankerung"; gemeint ist die zementfreie Pfannenverankerung bei zementiertem Schaft. In Ausnahmefällen wird bei besonders weicher Knochensituation die Prothese komplett zementiert. Falls bei Ihnen Allergien nachgewiesen wurden, finden hypoallergene („allergiefreie") Implantate Anwendung.

    Während Ihres ersten Besuches bei uns in der Ambulanz wird durch das persönliche Gespräch mit dem Arzt, die körperliche Untersuchung und anhand der Röntgenaufnahmen das Stadium der Arthrose und Ihre persönliche Beeinträchtigung festgestellt. Bitte bringen Sie zu diesem Termin alle bereits durchgeführten Untersuchungen, alle Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder, ggf. Arztbriefe bestehender Nebenerkrankungen oder einen etwaig vorhandenen Allergiepass etc. mit.

    Sollte bei Ihnen eine Endoprothese in Frage kommen, wird durch Beurteilung verschiedener Faktoren der Prothesentyp aus dem o. g. Portfolio für Sie ausgesucht. Zudem wird beurteilt, welcher Zugangsweg, ob minimalinvasiv oder seitlicher Standardzugang, für Sie in Frage kommt. Hierbei gehen wir gerne auf Ihre Vorstellungen ein und wägen sorgfältig unsere Überlegungen mit Ihnen ab.

    Egal ob minimalinvasiver Zugang oder seitlicher Standardzugang: wir legen äußersten Wert auf größtmögliche Weichteilschonung. Die Folgen dieser Sorgfalt merken Sie, denn sie machen sich durch weniger Schmerzen, kürzere Liegedauer und schnellere Rekonvaleszenz bemerkbar.

    Abbildung 3

    Abb. 3: Planung einer Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP).

    Abbildung 4

    Abb. 4: Postoperatives Ergebnis (zementfreie Hüft-TEP mit Kurzschaft links, Standardschaft rechts).

     

    Stationäre Aufnahme und Operation

    Am Vortag der Operation erfolgt die stationäre Aufnahme. Durch den Stationsarzt und den erfahrenen Operateur wird die Indikation zur Operation abschließend geprüft und die Operation verhindernde Faktoren (z.B. akute Erkrankungen) ausgeschlossen. Bei der Aufnahme erfolgt auch die Aufklärung über die Operation, bei der erneut die Risiken der Operation mit dem Nutzen abgewogen werden. Die Risiken der Operation sollen auch hier nicht unerwähnt bleiben: sie sind im Wesentlichen die Blutung, der Bluterguss, die Infektion, die Nervenläsion, die Thrombose sowie die Embolie. Der stationäre Aufenthalt wird ca. 10 bis 14 Tage dauern. Anschließend wird eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitationsmaßnahme, kurz: Reha) empfohlen und für Sie eingeleitet.

    Während des Eingriffes wird Ihr Gelenk gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht. Der Eingriff dauert in aller Regel ein bis eineinhalb Stunden und kann in Allgemein- oder Teilnarkose durchgeführt werden. Welche Art der Narkose für Sie in Frage kommt, wird Ihr Narkosearzt mit Ihnen besprechen. Durch das prä- und intraoperative Blutmanagement der Anästhesieabteilung werden Fremdblutkonserven normaler Weise nicht benötigt. Am ersten postoperativen Tag werden Sie auf die Normalstation verlegt, wo mit der Mobilisierung begonnen wird. Während des stationären Aufenthaltes werden Sie einen sicheren und selbständigen Gang wiedererlernen – in der Regel ohne Belastungseinschränkungen. Die Entlassung erfolgt, wenn Wund- und Weichteilverhältnisse regelhaft abgeheilt sind, Sie einen sicheren Gang erlernt haben, und keine medizinischen Gründe gegen eine Entlassung oder eine Verlegung zur Anschlussheilbehandlung sprechen.

  • Kinderorthopädie Open or Close

    Kinderorthopädie

     

    Einleitung

    Die Kinderorthopädie ist ein Spezialgebiet der Orthopädie, das sich mit angeborenen und erworbenen Deformitäten und Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt.

    Ansprechpartner

    • Dr. med. Rita Taurman
      Dr. med. Rita Taurman
      Oberärztin
    • Dr. med. Daniel Dornacher
      Dr. med. Daniel Dornacher
      Oberarzt
    • Dr. med. Olivia Trappe
      Dr. med. Olivia Trappe
      Funktionsoberärztin
    • Dr. med. Nicola Haase
      Dr. med. Nicola Haase
      Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie

    Wir arbeiten eng mit Herrn Prof. Dr. med. Rolf Brenner und der Kinderklinik des Universitätsklinikums Ulm zusammen. Als Kinderarzt und Leiter der Sektion Biochemie der Gelenks- und Bindegewebserkrankungen in unserer Abteilung ist Herr Prof. Brenner besonders mit syndromalen Erkrankungen und Skelettdysplasien vertraut. Die Behandlung kindlicher Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis erfolgt in Zusammenarbeit mit der Kinderklinik des Universitätsklinikums Ulm.

    Sprechstundentermine

    • Dienstags von 08:00 bis 16:00 Uhr

    Einen Sprechstundentermin können Sie zeitnah durch einen Anruf bei unserem Patientenservice unter der Nummer 0731 – 177-2000 erhalten.

    Anlässlich der Vorstellung Ihres Kindes in unserer Sprechstunde sollten Sie alle Unterlagen inklusive Bildgebung (auch im Verlauf) mitbringen, um Doppeluntersuchungen und Verzögerungen zu vermeiden.

    In Notfällen können Sie sich auch außerhalb der regulären Dienstzeiten unter 0731-177-0 anmelden.

    Therapieschwerpunkte und Behandlungsmethoden

    Orthopädische Erkrankungen:

    • Achsfehlstellungen
    • Beinlängendifferenzen
    • Epiphyseolysis capitis femoris
    • Fehlbildungen (Amelie, Dysmelie, Hemimelie, Syndaktylie, Schnürfurchen)
    • Hüftdysplasie
    • Klumpfuß, Knick-Plattfuß und andere Fußdeformitäten
    • M. Perthes, Osteochondrosis dissecans, andere kindliche aseptische Knochennekrosen
    • Osteogenesis imperfecta
    • Coxitis, Osteomyelitis
    • Patellaluxation
    • Scheibenmeniskus
    • Skoliose
    • Skelettdysplasien
    • Kindliche Frakturen, Sportverletzungen
    • Kindliche Tumoren
    • Kinderrheumatologie

    Neuromuskuläre Erkrankungen:

    • Infantile Zerebralparese
    • Spina bifida
    • Syndromale Erkrankungen

    Die Diagnose erfolgt vorwiegend durch eine klinische Untersuchung und wird in notwendigen Fällen durch moderne strahlenfreie Bildgebungsverfahren (Ultraschall, Kernspintomographie) unterstützt, um die konventionelle Röntgendiagnostik bei unseren kleinen Patienten so wenig wie möglich einzusetzen.

    Es werden schonende Operationsmethoden angewandt. Außerdem versuchen wir, eine möglicherweise postoperativ notwendige Entlastung so kurz wie möglich zu gestalten und legen großen Wert auf eine effektive aber nebenwirkungsarme Schmerztherapie. Wir verwenden fast ausnahmslos resorbierbare Fäden, um den kleinen Patienten das Fadenziehen zwei Wochen nach Operation zu ersparen. Bis zum Alter von 8 Jahren wird auf Wunsch immer auch ein Elternteil stationär aufgenommen.

    Ein kompetentes Pflege-Team ist 24 Stunden täglich für unsere Patienten im Einsatz und weist große Erfahrungen mit behinderten Patienten auf.

     

    Klumpfußbehandlung nach Ponseti

    Die Ponseti-Methode beruht zunächst auf einer engmaschigen Gipsredression. Dank der schonenden Gipsredression, d.h. der schrittweisen Korrektur der Fußfehlstellung durch Dehnen und anschließender Gipsanlage, erspart die Ponseti-Methode aufwändige Operationen.

    In den meisten Fällen ist lediglich ein kleiner operativer Eingriff (Tenotomie der Achillessehne) erforderlich. Es handelt sich dabei um einen Eingriff, bei dem in einer Kurznarkose die Achillessehne durch einen kleinen Hautschnitt durchtrennt wird.

       

    Abb. 1: Klumpfuß beidseits 

    Abb. 2: Gips-Redression

     

     

    Abb. 3: Alpha-flex-Schiene

    Knorpel-Knochentransplantation (OATS) bei Osteochondrosis dissecans, Therapie aseptischer Knochennekrosen

    Umschriebene Gelenkknorpel-Defekte können bei Patienten mit noch offenen Wachstumsfugen angebohrt werden. Nach Verschluss der Wachstumsfugen können die Defekte mit Knorpel-Knochen-Zylindern aufgefüllt werden.

    Abbildung 4

    Abbildung 5

    Abb. 4:  MRT oberes Sprunggelenk mit Nekrosezone (Pfeil)

    Abb. 5: Inraoperatives Bild (retrograde Anbohrung am Kniegelenk)

    Morbus Perthes

    Aufgrund der unterschiedlichen Verlaufsformen des Morbus Perthes muss für jeden Einzelfall das therapeutische Vorgehen individuell festgelegt werden. Das Behandlungsspektrum reicht von der Beobachtung und Kontrolle bis zu ausgedehnten operativen rekonstruktiven Maßnahmen. Ziel aller Therapiemaßnahmen ist die Verhinderung der Deformierung des Hüftkopfes, um eine präarthrotische Deformität und damit eine frühzeitige Coxarthrose zu vermeiden.

    Link zu www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp

    Skoliosetherapie (Chêneau-Korsett, operative Behandlung)

    Das Chêneau-Korsett wird bei Patienten angewendet, die sich im Wachstumsalter befinden und an einer progredienten idiopathischen Skoliose leiden. Das Chêneau-Korsett ist asymmetrisch gebaut und bildet neben Druckzonen (Pelotten) auch Freiräume (Expansionszonen).

    Beim Bau des Korsetts wird zunächst ein Gipsabdruck angefertigt. Daraus erstellt der Orthopädie-Mechaniker das Korsett mit drei Druckpunkten, um einen aktiven Ausgleich der Fehlhaltung zu erwirken. Wichtig ist eine gleichzeitige muskuläre Stabilisierung der Wirbelsäule, so dass wir unsere Patienten zu einer regelmäßigen sportlichen Betätigung ermutigen. Eine operative Korrektur ist nur bei einer geringen Zahl der Skoliosepatienten notwendig.

    Abbildung 6

    Abbildung 7

    Abb. 6: Skoliose Röntgenbild).

    Abb. 7: Chêneau-Korsett.

    Hüftsonographie, Fettweisgips, Pavlik-Bandage, Tübinger Hüftbeugeorthese bei Hüftreifungsstörungen

    Die Sonographie der Säuglingshüfte im Rahmen der U3 ermöglicht eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie von Hüftreifungsstörungen. Durch einen frühen Behandlungsbeginn kann das hohe Reifungspotential des Pfannendaches in den ersten Lebenswochen genutzt und die Behandlungszeit abgekürzt werden. Die frühzeitige, an die Graf-Klassifikation angelehnte Stufentherapie mit Reposition, Retention und Nachreifung führt zu nachweisbar guten Therapieergebnissen.

    http://www.springerlink.com/content/f9l17615371402m2//

    Abbildung 8

    Abbildung 9

    Abb. 8: Hüftreifungsstörung vor der Behandlung (Ultraschallbild).

    Abb. 9: Zentrierte Hüfte mit ausgereifter Pfanne nach der Behandlung.

    Operative Therapie von Hüftreifungsstörung

    In wenigen Fällen reicht eine konservative Therapie der Hüftdysplasie nicht aus, um eine Normalisierung der Hüftpfanne zu erreichen. Es gibt mehrere Operationstechniken zur mechanischen Verbesserung der Überdachung des Hüftkopfes. Häufig kann eine postoperative Gipsbehandlung zu Gunsten einer frühfunktionellen Therapie vermieden werden.

    Abbildung 10

    Abb. 10: Beispiel für eine operationspflichtige Hüftdysplasie mit ungenügender Hüftkopfüberdachung und zu steil stehenden Hüftpfannen.

    Epiphyseolysis capitis femoris

    Die Epiphyseolysis capitis femoris ist ein Hüftkopfabrutsch in der Wachstumsfuge. Ein Abrutschwinkel bis 30° wird mit Drähten oder Schrauben versorgt. Bei einem größeren Abrutschwinkel muss meist eine Schenkelhalskorrekturosteotomie (OP nach Imhäuser) oder eine offene Reposition durchgeführt werden.

    Da sehr häufig beide Hüftseiten betroffen sind, wird die Fixierung des Hüftkopfes immer beidseits durchgeführt. Die nicht betroffene Seite kann nach der Operation jedoch sofort wieder belastet werden.

    Abbildung 11

    Abbildung 12

    Abb. 11: Spickung mit K-Drähten.

    Abb. 12: Fixierung der Epiphyse mit einer Schraube.

    Teleskopnagelung in der Osteogenesis imperfecta-Behandlung

    Bei der operativen Behandlung steht die Versorgung von Knochenbrüchen oder Achsfehlstellungen mit Teleskopnagelungen im Vordergrund. Aus orthopädischer Sicht ist trotz ständiger Bruchgefahr viel Bewegung wichtig, um eine stützende Muskulatur aufzubauen und Skelettveränderungen vorzubeugen bzw. zu verzögern.

    Abbildung 13

    Abb. 13: Der Fassier-Duval-Nagel ermöglicht eine minimal-invasive OP-Technik und die bisherigen Ergebnisse  bestätigen eine niedrige Revisionshäufigkeit.

    Korrektur von Achsfehlstellungen (Hemiepiphyseodese mit „eight plates“)

    Ziel ist die Blockierung des Wachstums durch eine Überbrückung der Wachstumsfuge. Man unterscheidet eine vorübergehende Unterbrechung des Wachstums (temporäre Epiphyseodese) von einer endgültigen, irreversiblen (permanenten) Epiphyseodese. Bei der Hemiepiphyseodese bei X- oder O-Beinen wird nur eine Seite der Wachstumsfuge temporär oder dauerhaft geschlossen, wodurch es zu einer Wachstumslenkung kommt.

    Abbildung 14

    Abbildung 15

    Abb. 14: Vor der Hemiepiphyseodese zeigt sich ein deutliches X-Bein.

    Abb. 15: Vor der geplanten Metallentfernung zeigt sich eine gerade Beinachse.

    Beinverlängerung und Achskorrektur (Taylor Spatial Frame, ISKD-Nagel)

    Komplexe Extremitätendeformitäten erfordern ein hohes Maß an Präzision bei der Planung und Durchführung der Korrektur. Hier bieten sich auch Fixateur-externe gestützte Verfahren an. Der Taylor Spatial FrameTM (TSF) wird bei der computergestützten Planung und Korrektur komplexer Deformitäten eingesetzt und bietet sich insbesondere bei Translations- und Rotationsfehlstellungen an. Der TSF erlaubt dabei multiple Montageoptionen mit freier räumlicher Orientierung.

    Abbildung 16

    Abb. 16: Taylor Spatial Frame.

    Abbildung 17

    Abb. 17: ISKD-Nagel.

    Arthrorise bei Knick-Plattfuß

    Am Fußaußenrand wird über einen ca. 2 cm langen Schnitt eine Schraube in das Fersenbein eingebracht. Diese fungiert als Erinnerungshilfe für den Patienten, d.h. wenn der Fuß zu stark einknickt, stößt der Schraubenkopf am Sprungbein an und der Fuß wird reflektorisch wieder aufgerichtet. Für die Kinder ist das nicht schmerzhaft und geschieht unbewusst.

    Abbildung 18

    Abbildung 19

    Abb. 18: Vor der OP

     

    Abb. 19: Nach der OP

     

    Abbildung  20

    Abb. 20: Schraubenlage

    Kindliche Tumoren

    Im Kindes- und Jugendalter gibt es eine Vielzahl von knöchernen Tumoren. Glücklicherweise ist die große Mehrzahl gutartig. Die verschiedenen gutartigen Veränderungen werden jedoch in unterschiedlichster Weise behandelt. Am häufigsten findet man am wachsenden Skelett die juvenile Knochenzyste und das nicht ossifizierende Fibrom. Letzteres bedarf zumeist keiner Therapie und muss nur beobachtet werden. Heilt die juvenile Knochenzyste nicht aus, werden Kortisoninjektionen in den Knochen durchgeführt. Gelegentlich muss der Knochen zur Stabilisierung mit einem Nagel versorgt werden. Eine weitere gutartige Knochenveränderung ist die aneurysmatische Knochenzyste. Im Gegensatz zur juvenilen Zyste wächst diese jedoch lokal aggressiv und bedarf einer Ausräumung mit anschließender Knochenauffüllung.

    Bei der Therapie bösartiger kindlicher Knochentumore arbeiten wir eng mit der Kinderklinik der Universität Ulm zusammen. Die Intensität der Behandlung richtet sich nach der Ausdehnung und den Eigenschaften des Tumors.

     

    Operative Behandlung der Patellaluxation (MPFL-Rekonstruktion, Trochleaplastik)

    Bei der sogenannten rezidivierenden Patellaluxation gibt es verschiedene operative Maßnahmen, die dazu führen, dass die Patella nicht mehr luxieren und dabei den Knorpel schädigen kann.

    • MPFL-Rekonstruktion (dabei wird mit einer körpereigenen Sehne – ähnlich wie bei der Ersatzplastik des vorderen Kreuzbands – das mediale patellofemorale Ligament, ein Halteband der Patella, rekonstruiert und meist mit einer sich selbst auflösenden Schraube fixiert)
    • Medialisierung der Tuberositas tibiae
    • Trochleaplastik (bei hochgradiger Trochleadysplasie kann eine knöcherne Rekonstruktion der Gleitrinne notwendig sein).

    Abbildung  21

    Abb. 21: Das MRT-Bild zeigt eine hochgradige Trochleadysplasie mit Lateralisation der Patella.

    Eigene Publikationen zum Thema

    • Lattig F, Taurman R, Hell AK. Treatment of Early-Onset Spinal Deformity (EOSD) With VEPTR: A Challenge for the Final Correction Spondylodesis-A Case Series. Clin Spine Surg 2016; 29(5):E246-51
    • Fraitzl CR, Taurman R, Reichel H. Stellenwert der intertrochantären Osteotomie im Kindes- und Erwachsenenalter. OUP 2015; 4:76-81
    • Dornacher D, Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Mid-term results after ultrasound-monitored treatment of developmental dysplasia of the hip. To what extent a physiological development can be expected? J Pediatr Orthop B 2013; 22:30-35
    • Lippacher S, Müller-Rossberg E, Reichel H, Nelitz M. Correction of malformative patellar instability in patients with nail-patella syndrome: A case report and review of the literature. Orthop Traumatol Surg Res 2013; 99:749-754
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Permanent patellar dislocation after a nonoperative treatment of recurrent dislocation of the patella because of trochlear dysplasia: a case report and review of the literature. J Pediatr Orthop B 2013; 22(4):325-328
    • Jöckel JA, Reichel H, Nelitz M. Correction of knee deformity in patients with Ellis-van Creveld syndrome: A case report and review of the literature. Knee 2012; 19:218-222
    • Nelitz M, Dornacher D, Reichel H, Lippacher S. Anatomical reconstruction of the medial patellofemoral ligament in children with open growth-plates. Arch Orthop Trauma Surg 2012; 132:1647-1651
    • Woelfle JV, Fraitzl CR, Reichel H, Nelitz M. The asymptomatic contralateral hip in unilateral slipped capital femoral epiphysis: morbidity of prophylactic fixation. J Pediatr Orthop B 2012; 21:226-229
    • Wabitsch M, Horn M, Esch U, Mayer H, Moss A, Günther KP, Nelitz M. Silent slipped capital femoral epiphysis in overweight and obese children and adolescents. Eur J Pediatr 2012; 171(10):1461-1465
    • Woelfle JV, Brenner R, Reichel H, Nelitz M. Schmid-Type Metaphyseal Chondrodysplasia as result of a collagen type X defect due to a novel COL10A1 nonsense mutation. J Orthop Sci 2011; 16:245-249
    • Dornacher D, Cakir B, Reichel H, Nelitz M. Early radiological outcome of ultrasound monitoring in infants with developmental dysplasia of the hips. J Pediatr Orthop 2010; 19:27-31
    • Perl M, Brenner RE, Lippacher S, Nelitz M. Dysplasia epiphysealis hemimelica: a case report with novel pathophysiologic aspects. Clin Orthop Relat Res 2009; 467:2472-2478
    • Stocker B, Reichel H, Nelitz M. Koalitionen des Rückfußes als seltene Differenzialdiagnose des angeborenen Klumpfußes. Z Orthop Unfall 2009; 147:424-426
    • Fraitzl CR, Nelitz M, Cakir B, Käfer W, Reichel H. Transphysäre Fixation bei Epiphyseolysis capitis femoris: Hinweise für femoroacetabuläres Impingement im Langzeitverlauf. Z Orthop Unfall 2009; 147:334-340
    • Nelitz M, Lippacher S, Krauspe R Reichel H. Morbus Perthes: Diagnostische und therapeutische Prinzipien. Dtsch Ärztebl 2009; 106:517-523
    • Nelitz M, Reichel H. Konservative Therapie der Hüftreifungsstörung. Orthopäde 2008; 37:552-555
    • Dornacher D, Cakir B, Reichel H, Nelitz M. Reliabilität der digitalen Messung des AC-Winkels bei der Hüftreifungsstörung an Röntgenaufnahmen zum Gehbeginn. Z Orthop Unfall 2008; 146:1-5
    • Fraitzl CR, Käfer W, Nelitz M, Reichel H. Radiological evidence of femoroacetabular impingement in mild slipped capital femoral epiphysis: A mean follow-up of 14.4 years after pinning in situ. J Bone Joint Surg Br 2007; 89:1592-1596
    • Reichel H, Birke A, Decker T. Langzeitergebnisse der Azetabuloplastik nach Dega und Schlussfolgerungen für die aktuelle operative Technik. In: Reichel H, Krauspe R (Hrsg) Langzeitergebnisse der Kinderorthopädie, 2003, S. 148-162

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  • Kniegelenksarthrose Open or Close
    Stand: 20.06.2017

    Kniegelenksarthrose

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Arthrose des Kniegelenks und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema Arthrose und Gelenkersatz.

    Aufbau des Kniegelenkes

    Wenn wir gehen, stehen, hocken oder sitzen, bewegen wir das größte Gelenk des Körpers: das Kniegelenk. Es verbindet den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein, die artikulierenden Gelenkflächen sind dabei die Oberschenkelrolle und der Schienbeinkopf. Ein Teil des Kniegelenks wird durch die Kniescheibe gebildet, die als Unterstützpunkt für die Kraftentwicklung der Quadrizepsmuskulatur dient. Das Kniegelenk kann im Wesentlichen nur in einer Ebene (Streckung/Beugung) bewegt werden. Nur am gebeugten Knie ist noch eine minimale Rotationsbewegung des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel möglich. Als Gleitfläche sind die Gelenkpartner mit Knorpel überzogen, das Gelenk wird durch eine Kapsel abgedichtet, innerhalb derer zur Reduktion des Widerstandes und der Ernährung des Knorpels Gelenkschmiere durch die Gelenkinnenhaut gebildet wird. Ähnlich einem Stoßdämpfer wirkt dieses hydraulische Prinzip und wird unterstützt durch die Menisci: halbmondförmige knorpelige Scheiben, die innen und außen zwischen den Gelenkflächen liegen.

    1. Streckmuskulatur des Oberschenkels
    2. Kniescheibe (Patella)
    3. Oberschenkelknochen (Femur)
    4. Meniskus 
      (halbmondförmiger Faserknorpel)
    5. Patellasehne
    6. Wadenbein (Fibula)
    7. Schienbein (Tibia)

     

    Kniearthrose

    Die Arthrose ist ein meist altersbedingter Verschleiß eines Gelenkes, bei dem es zu einem Knorpelabrieb kommt. Die Abriebpartikel verursachen eine Entzündungsreaktion, die zu vermehrter Schmierflüssigkeitsbildung führt. Zudem wirkt die Entzündung ab einem gewissen Grade selbst knorpelzerstörend, was zu noch mehr Knorpelzersetzung führt. Außerdem reagiert der Knochen auf die zunehmende Belastung zunächst mit stärkerer Verkalkung (Sklerosierung). Später wird er in die selbstzerstörende Entzündungsreaktion mit einbezogen. Es wird Knochen abgebaut und Zysten entstehen. Dafür bildet der Körper am Gelenkrand knöcherne Anbauten (Osteophyten), um das zerstörte Gelenk langfristig zu versteifen und damit den Schmerzzustand zu beenden.

    Die Arthrose verläuft also in verschiedenen Stadien, die gut auf dem Röntgenbild sichtbar und zu beurteilen sind, weshalb das Röntgenbild das wichtigste Diagnostikum bezüglich der Arthrose ist.

    Die Erkrankung läuft wellenförmig ab, so dass auf stärkste Schmerzzustände durchaus Intervalle folgen können, die absolut schmerzfrei sind. Die Häufigkeit der Schmerzzustände nimmt aber im Verlauf der Erkrankung im selben Maße zu, wie sich die Dauer des beschwerdefreien Intervalls verkürzt.

    Die wichtigste Botschaft in diesem Zusammenhang ist, dass Arthrose nicht heilbar ist und der Verlauf oft nur symptomatisch (lindernd) zu beeinflussen ist. Das heißt, wenn die Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass physikalische Therapiemaßnahmen, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente keinen Nutzen mehr bringen, bleibt als letzte Maßnahme nur der künstliche Gelenkersatz (Endoprothese). Für Interessierte sei hier folgender Link auf die Seite des Deutschen Arthrose Forums genannt:

    Gelenkersatz des Kniegelenkes

    Das Kniegelenk besteht aus drei Gelenkkompartimenten: einem inneren, zentralen und äußeren Kompartiment. Die Kniescheibe bildet ein Widerlager und gleitet über den Oberschenkelknochen. Prinzipiell ist ein isolierter oder kombinierter Verschleiß vom inneren oder äußeren Gelenkkompartiment sowie auch dem Kniescheibenwiderlager möglich. Erkennt man die Erkrankung früh genug und ist der Leidensdruck entsprechend, so kann man die einzelnen Kompartimente isoliert ersetzen, wie Abb. 2 und 3 zeigen.

    Abbildung 2

    Abb. 2: Isolierter Ersatz des Kniescheibenkompartimentes durch eine Femoropatellarprothese.

    Abbildung 3

    Abb. 3: Isolierter Ersatz des medialen Gelenkkompartiments durch mediale Schlittenprothese.

    In den meisten Fällen ist die Erkrankung bei Diagnosestellung aber schon soweit fortgeschritten, dass alle drei Kompartimente betroffen sind und nur ein kompletter Oberflächenersatz in Frage kommt, wie es Abb. 4 zeigt.

    Abbildung 4

    Abb. 4: Kompletter Kniegelenkersatz durch Oberflächenersatzprothese.

    Voraussetzung für einen Oberflächenersatz ist die Funktionsfähigkeit der Seitenbänder des Kniegelenks, und – je nach Prothesentyp – des hinteren Kreuzbandes. Sind diese Bänder nach Verletzungen oder durch die Dauer und das Ausmaß der sich entwickelnden Fehlstellung nicht funktionstüchtig, so muss auf einen höheren Kopplungsgrad der Prothese gewechselt werden. Der höhere Kopplungsgrad bedingt eine zusätzliche Verankerung des Impantats über Stiele.

    Abbildung 5

    Abb. 5: Höher gekoppelte Kniegelenke: links teilgekoppeltes Knie, rechts achsgeführtes Knie.

    Im RKU werden jährlich mehr als 300 Kniegelenksendoprothesen implantiert. Wir dürfen deshalb von uns behaupten, dass wir über die große Expertise verfügen, die Sie von uns erwarten.

    Wir halten ein großes Portfolio moderner und bewährter Prothesen vor, die sich, entsprechend den o.g. Ausführungen vom Prothesendesign unterscheiden. Innerhalb des Designs liegen verschiedene Ausführungen und verschiedene Größen vor, so dass wir je nach Krankheitsbild und persönlichen Wünschen für Sie eine individuelle Prothese finden.

    Während Ihres ersten Besuches bei uns in der Ambulanz wird durch das persönliche Gespräch mit dem Arzt, die körperliche Untersuchung und anhand der Röntgenaufnahmen das Stadium der Arthose und Ihre persönliche Beeinträchtigung festgestellt. Bitte bringen Sie zu diesem Termin alle bereits durchgeführten Untersuchungen, alle Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder, ggf. Arztbriefe bestehender Nebenerkrankungen oder einen etwaig vorhandenen Allergiepass etc. mit.

    Sollte bei Ihnen eine Endoprothese in Frage kommen, wird durch Beurteilung verschiedener Faktoren der Prothesentyp aus dem o.g. Portfolio für Sie ausgesucht.

    Stationäre Aufnahme und Operation

    Am Vortag der Operation erfolgt die stationäre Aufnahme. Durch den Aufnahmearzt und den erfahrenen Operateur wird erneut die Indikation zur Operation abschließend geprüft und die Operation verhindernde Faktoren (z.B. akute Erkrankung) werden ausgeschlossen. Während der Aufnahme erfolgt auch die Aufklärung über die Operation, bei der erneut die Risiken der Operation mit dem Nutzen abgewogen werden. Die Risiken der Operation sollen auch hier nicht unerwähnt bleiben: sie sind im Wesentlichen die Blutung, der Bluterguss, die Infektion, die Nervenläsion, die Thrombose sowie die Embolie. Der stationäre Aufenthalt wird ca. 10 bis 14 Tage dauern. Anschließend wird eine Anschlussheilbehandlung (Rehabilitationsmaßnahme, kurz: Reha) empfohlen und für Sie eingeleitet.

    Während des Eingriffes wird Ihr Gelenk gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht. Der Eingriff dauert etwa ein bis eineinhalb Stunden und kann in Allgemein- oder Teilnarkose durchgeführt werden. Welche Art der Narkose für Sie in Frage kommt, wird Ihr Narkosearzt mit Ihnen besprechen. Durch das prä- und intraoperative Blutmanagement der Anästhesieabteilung werden Fremdblutkonserven normalerweise nicht benötigt. Am ersten postoperativen Tag werden Sie auf die Normalstation verlegt wo mit der Mobilisierung begonnen wird. Während des stationären Aufenthaltes werden Sie einen sicheren und selbständigen Gang wiedererlernen – in der Regel ohne Belastungseinschränkungen. Ein Hauptaugenmerk liegt in der Wiederherstellung der Beweglichkeit des Kniegelenkes. Bis zur Entlassung sollte ein Bewegungsausmaß von voller Streckung und mindestens 90° Beugung, unabhängig vom präoperativen Befund, vorliegen.

    Die Entlassung erfolgt, wenn Wund- und Weichteilverhältnisse regelhaft abgeheilt sind, Sie einen sicheren Gang erlernt haben, und keine medizinischen Gründe gegen eine Entlassung oder eine Verlegung in die Anschlussheilbehandlung sprechen.

  • Kniescheibenluxation und -instabilität Open or Close
    Stand: 30.04.2016

    Kniescheibenluxation (Patellaluxation) / Kniescheibeninstabilität

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Kniescheibenluxation bzw. -instabilität und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk.

    Kommt es beim Sport zu einer Kniescheibenausrenkung (meist bei Anpralltraumen), kann diese meist eingerenkt und ohne Operation durch vorübergehende Ruhigstellung behandelt werden, ohne dass langfristig Probleme auftreten. In einigen Fällen können bei einer frisch aufgetretenen Verletzung die Haltebänder der Kniescheibe genäht werden. Neigt die Kniescheibe wiederholt dazu auszurenken, ist eine Operation erforderlich. Meist ist eine Bandrekonstruktion des Halteapparates der Patella (MPFL-Plastik) möglich, bei der eine körpereigene Sehne über einen kurzen Hautschnitt von der Innenseite des Oberschenkels entnommen (Gracilissehne) und über Bohrkanäle an der Kniescheibe befestigt wird. Auch hier wird zur Nachbehandlung eine Orthese („Kniehülse", „Knieschiene") angelegt und das Bein durch Entlastung an Unterarmgehstützen geschont. Liegen dagegen angeborene Fehlstellungen des Ober- oder Unterschenkelknochens oder der Gleitrinne der Kniescheibe vor, sind evtl. zusätzliche Operationsmaßnahmen erforderlich (z.B. Versetzung des Kniescheibenbandansatzes oder Vertiefung der Gleitrinne der Kniescheibe (Tuberositas-tibiae-Osteotomie bzw. Trochleaplastik). Die Nachbehandlung unterscheidet sich meist nicht wesentlich von der MPFL-Plastik.

    Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk

    • Dornacher D, Reichel H, Kappe T. Does tibial tuberosity-trochlear groove distance (TT-TG) correlate with knee size or body height? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2016; 24(9):2861-7
    • Sgroi M, Faschingbauer M, Reichel H, Kappe T. Can the frontal tibiofemoral alignment be assessed on anteroposterior knee radiographs? J Orthop Traumatol 2016; 17:339-343
    • Faschingbauer M, Nelitz M, Urlaub S, Reichel H, Dornacher D. Return to work and sporting activities after high tibial osteotomy. Int Orthop 2015; 39(8):1527-1534
    • Joos H, Leucht F, Riegger J, Hogrefe C, Fiedler J, Dürselen L, Reichel H, Ignatius A, Brenner RE. Differential interactive effects of cartilage traumatization and blood exposure in vitro and in vivo. Am J Sports Med 2015; 43(11):2822-2832
    • Nelitz M, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Correlation between the classification system of Dejour and objective parameters of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(1):120-127
    • Lippacher S, Dreyhaupt J, Williams SR, Reichel H, Nelitz M. Reconstruction of the medial patellofemoral ligament: Clinical outcomes and return to sports. Am J Sports Med 2014; 42(7):1661-1668
    • Dornacher D, Reichel H, Lippacher S. Measurement of tibial tuberosity-trochlear groove distance: Evaluation of inter- and intraobserver correlation dependent on the severity of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(10):2382-2387
    • Nelitz M, Williams RS, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Analysis of failure and clinical outcome after successful medial patellofemoral ligament reconstruction in young patients. Int Orthop 2014; 38(11):2265-2272
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Permanent patellar dislocation after a nonoperative treatment of recurrent dislocation of the patella because of trochlear dysplasia: A case report and review of the literature. J Pediatr Orthop B 2013; 22(4):325-328
    • Nelitz M, Seitz AM, Bauer J, Reichel H, Ignatius A, Dürselen L. Increasing tibial slope does not raise anterior cruciate ligament strain but decreases tibial rotation ability.. Clin Biomech (Bristol, Avon) 2013; 28(3):285-290
    • Joos H, Wildner A, Hogrefe C, Reichel H, Brenner RE. Interleukin-1 beta and tumor necrosis factor alpha inhibit migration activity of chondrogenic progenitor cells from non-fibrillated osteoarthritic cartilage. Arthritis Res Ther 2013; 15(5):R119
    • Lippacher S, Dejour D, Elsharkawi M, Dornacher D, Ring C, Dreyhaupt J, Reichel H, Nelitz M. Observer agreement on the Dejour trochlear dysplasia classification: A comparison on true lateral radiographs to axial magnetic resonance images. Am J Sports Med 2012; 40:837-843
    • Nelitz M, Dreyhaupt J, Reichel H, Woelfle J, Lippacher S. Anatomic reconstruction of the medial patellofemoral ligament in children and adolescents with open growth plates: Surgical technique and clinical outcome. Am J Sports Med 2012; 41(1):58-63
    • Nelitz M, Theile M, Dornacher D, Wölfle J, Reichel H, Lippacher S. Analysis of failed surgery for patellar instability in children with open growth plates. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:822-828
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Radiological criteria for trochlear dysplasia in children and adolescents. J Pediatr Orthop B 2011; 20(5):341-344
    • Nelitz M, Dornacher D, Dreyhaupt J, Reichel H, Lippacher S. The relation of the distal femoral physis and the medial patellofemoral ligament. Knee Surg Sports Traumtol Arthrosc 2011; 19(12):2067-2071

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  • Knorpelschaden Open or Close
    Stand: 10.07.2017

    Knorpelschaden

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu Knorpelschäden am Kniegelenk und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk.

    Knorpelschäden können an jedem Gelenk des menschlichen Körpers auftreten. Am häufigsten betroffen ist jedoch das Kniegelenk. Hier können Knorpelschäden zu anhaltenden Schmerzen und Schwellungszuständen führen. Insbesondere dann, wenn noch nicht das gesamte Gelenk betroffen ist, kann eine Operation zu einer anhaltenden Verbesserung der Beschwerden führen und die Ausweitung von Knorpelschäden verhindern.

    Abhängig von Ort und Größe des Knorpelschadens kommen prinzipiell folgende Operationsverfahren in Frage:

    Knorpeltransplantation

    (Matrixgestützte autologe Chondrozytentransplantation, MACT)

    Das biologisch hochwertigste Verfahren. In einem ersten Eingriff werden körpereigene Knorpelzellen entnommen und im Labor in einer Membran angezüchtet. Diese wird bei einem zweiten Eingriff in den Knorpeldefekt eingebracht (siehe Abb. 1). Kooperationspartner des RKU ist für dieses Verfahren die Firma Tetec in Tuttlingen. Dieses Verfahren kommt für Knorpelschäden ab einer Größe von 2,5 cm² in Betracht.

    Matrixgestützte autologe Chondrozytentransplantation, MACT

    Abb. 1: Eingenähte Knorpelmatrix an der Rückseite der Kniescheibe.

    Membrangestützte Knorpelgeneration

    (autologe matrixinduzierte Chondrogenese, AMIC)

    Knorpeltherapie mit Membran in einer Operation. Die Membran wird in den Knorpeldefekt eingebracht, nachdem dieser angebohrt wurde, um das Einwandern von Stammzellen zu ermöglichen (siehe Abb. 2). Die Stammzellen können langfristig neues Knorpelgewebe aufbauen.

    autologe matrixinduzierte Chondrogenese, AMIC

    Abb. 2: Eine Kollagenmembran zur AMIC

    Microfrakturierung und Pridiebohrung

    (Knochenmarkstimulation)

    In einem Eingriff arthroskopisch anzuwenden. Der Knorpeldefekt wird präpariert und der Grund mehrfach mit einem Micromeißel (Microfrakturierung) oder einem feinen Bohrer (Pridiebohrung) perforiert, um das Einwandern von Stammzellen zu ermöglichen (siehe Abb. 3).

    Microfrakturierung und Pridiebohrung

    Abb. 3: Schematische Darstellung der Microfrakturierung

    Autologe osteochondrale Transplantation

    (OATS)

    Bei kleinen Knorpelschäden. Insbesondere bei kombinierten Knorpel- und Knochenschäden werden gesunde Knorpel-Knochen-Zylinder aus einem mechanisch weniger beanspruchten Bereich in den geschädigten Bezirk versetzt (siehe Abb. 4). Der „Hebedefekt“ wird entweder mit künstlichen Knorpel-Knochen-Zylindern oder mit Knochenmaterial aufgefüllt.

    Autologe osteochondrale Transplantation

    Abb. 4: Schematische Darstellung der OATS

    Nachbehandlung

    Bei jeder Art von Knorpeloperation darf der Bereich für die ersten sechs Wochen nach der Operation nicht voll belastet werden, da der „neue“ Knorpel sich erst stabilisieren bzw. bilden muss. Bis zur vollen beruflichen und/oder sportlichen Belastbarkeit dauert es bis zu einem Jahr. Detaillierte Angaben zur Nachbehandlung erhalten Sie in einem Nachbehandlungsschema. Häufig sind Kombinationseingriffe erforderlich, um z. B. den Meniskus zu reparieren oder zugrundeliegende Achsfehlstellungen oder Instabilitäten zu beheben.

    Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk

    • Dornacher D, Reichel H, Kappe T. Does tibial tuberosity-trochlear groove distance (TT-TG) correlate with knee size or body height? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2016; 24(9):2861-7
    • Sgroi M, Faschingbauer M, Reichel H, Kappe T. Can the frontal tibiofemoral alignment be assessed on anteroposterior knee radiographs? J Orthop Traumatol 2016; 17:339-343
    • Faschingbauer M, Nelitz M, Urlaub S, Reichel H, Dornacher D. Return to work and sporting activities after high tibial osteotomy. Int Orthop 2015; 39(8):1527-1534
    • Joos H, Leucht F, Riegger J, Hogrefe C, Fiedler J, Dürselen L, Reichel H, Ignatius A, Brenner RE. Differential interactive effects of cartilage traumatization and blood exposure in vitro and in vivo. Am J Sports Med 2015; 43(11):2822-2832
    • Nelitz M, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Correlation between the classification system of Dejour and objective parameters of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(1):120-127
    • Lippacher S, Dreyhaupt J, Williams SR, Reichel H, Nelitz M. Reconstruction of the medial patellofemoral ligament: Clinical outcomes and return to sports. Am J Sports Med 2014; 42(7):1661-1668
    • Dornacher D, Reichel H, Lippacher S. Measurement of tibial tuberosity-trochlear groove distance: Evaluation of inter- and intraobserver correlation dependent on the severity of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(10):2382-2387
    • Nelitz M, Williams RS, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Analysis of failure and clinical outcome after successful medial patellofemoral ligament reconstruction in young patients. Int Orthop 2014; 38(11):2265-2272
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Permanent patellar dislocation after a nonoperative treatment of recurrent dislocation of the patella because of trochlear dysplasia: A case report and review of the literature. J Pediatr Orthop B 2013; 22(4):325-328
    • Nelitz M, Seitz AM, Bauer J, Reichel H, Ignatius A, Dürselen L. Increasing tibial slope does not raise anterior cruciate ligament strain but decreases tibial rotation ability.. Clin Biomech (Bristol, Avon) 2013; 28(3):285-290
    • Joos H, Wildner A, Hogrefe C, Reichel H, Brenner RE. Interleukin-1 beta and tumor necrosis factor alpha inhibit migration activity of chondrogenic progenitor cells from non-fibrillated osteoarthritic cartilage. Arthritis Res Ther 2013; 15(5):R119
    • Lippacher S, Dejour D, Elsharkawi M, Dornacher D, Ring C, Dreyhaupt J, Reichel H, Nelitz M. Observer agreement on the Dejour trochlear dysplasia classification: A comparison on true lateral radiographs to axial magnetic resonance images. Am J Sports Med 2012; 40:837-843
    • Nelitz M, Dreyhaupt J, Reichel H, Woelfle J, Lippacher S. Anatomic reconstruction of the medial patellofemoral ligament in children and adolescents with open growth plates: Surgical technique and clinical outcome. Am J Sports Med 2012; 41(1):58-63
    • Nelitz M, Theile M, Dornacher D, Wölfle J, Reichel H, Lippacher S. Analysis of failed surgery for patellar instability in children with open growth plates. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:822-828
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Radiological criteria for trochlear dysplasia in children and adolescents. J Pediatr Orthop B 2011; 20(5):341-344
    • Nelitz M, Dornacher D, Dreyhaupt J, Reichel H, Lippacher S. The relation of the distal femoral physis and the medial patellofemoral ligament. Knee Surg Sports Traumtol Arthrosc 2011; 19(12):2067-2071

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  • Kreuzbandriss und andere Bandverletzungen des Kniegelenkes Open or Close
    Stand: 23.03.2016

    Kreuzbandriss und andere Bandverletzungen des Kniegelenkes

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über Bandverletzungen am Kniegelenk und deren Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk.

    Häufig führt ein Sportunfall mit einem Verdrehtrauma des Kniegelenkes zum Riss des vorderen Kreuzbandes. Meist ist eine Kreuzbandersatzoperation erforderlich. Dabei wird das gerissene Band vollständig entfernt und durch eine körpereigene Sehne, die über einen kurzen Hautschnitt von der Innenseite des Oberschenkels entnommen wird (Semitendinosussehne), ersetzt. Die Sehne wird durch Bohrkanäle am Kniegelenk in das Gelenk eingezogen und am Knochen befestigt. Abgesehen vom Hautschnitt für die Entnahme der Sehne wird die Operation arthroskopisch, also in Schlüssellochtechnik, durchgeführt. Nach der Operation wird für sechs Wochen eine Orthese („Kniehülse", „Knieschiene") angelegt und das Kniegelenk zunächst durch Entlastung an Unterarmgehstützen geschont.

    Liegen zusätzlich andere Verletzungen des Kniegelenkes vor, die operativ behandelt werden müssen, werden diese wenn möglich in gleicher Sitzung versorgt. Bei komplexen Verletzungen sind u.U. mehrere Operationen erforderlich.

    Abb. 1: Arthroskopisches Bild eines intakten vorderen Kreuzbandes

    Abbildung 2: Mit einer Adduktorensehne ersetztes vorderes Kreuzband am Operationsende.

    Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk

    • Dornacher D, Reichel H, Kappe T. Does tibial tuberosity-trochlear groove distance (TT-TG) correlate with knee size or body height? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2016; 24(9):2861-7
    • Sgroi M, Faschingbauer M, Reichel H, Kappe T. Can the frontal tibiofemoral alignment be assessed on anteroposterior knee radiographs? J Orthop Traumatol 2016; 17:339-343
    • Faschingbauer M, Nelitz M, Urlaub S, Reichel H, Dornacher D. Return to work and sporting activities after high tibial osteotomy. Int Orthop 2015; 39(8):1527-1534
    • Joos H, Leucht F, Riegger J, Hogrefe C, Fiedler J, Dürselen L, Reichel H, Ignatius A, Brenner RE. Differential interactive effects of cartilage traumatization and blood exposure in vitro and in vivo. Am J Sports Med 2015; 43(11):2822-2832
    • Nelitz M, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Correlation between the classification system of Dejour and objective parameters of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(1):120-127
    • Lippacher S, Dreyhaupt J, Williams SR, Reichel H, Nelitz M. Reconstruction of the medial patellofemoral ligament: Clinical outcomes and return to sports. Am J Sports Med 2014; 42(7):1661-1668
    • Dornacher D, Reichel H, Lippacher S. Measurement of tibial tuberosity-trochlear groove distance: Evaluation of inter- and intraobserver correlation dependent on the severity of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(10):2382-2387
    • Nelitz M, Williams RS, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Analysis of failure and clinical outcome after successful medial patellofemoral ligament reconstruction in young patients. Int Orthop 2014; 38(11):2265-2272
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Permanent patellar dislocation after a nonoperative treatment of recurrent dislocation of the patella because of trochlear dysplasia: A case report and review of the literature. J Pediatr Orthop B 2013; 22(4):325-328
    • Nelitz M, Seitz AM, Bauer J, Reichel H, Ignatius A, Dürselen L. Increasing tibial slope does not raise anterior cruciate ligament strain but decreases tibial rotation ability.. Clin Biomech (Bristol, Avon) 2013; 28(3):285-290
    • Joos H, Wildner A, Hogrefe C, Reichel H, Brenner RE. Interleukin-1 beta and tumor necrosis factor alpha inhibit migration activity of chondrogenic progenitor cells from non-fibrillated osteoarthritic cartilage. Arthritis Res Ther 2013; 15(5):R119
    • Lippacher S, Dejour D, Elsharkawi M, Dornacher D, Ring C, Dreyhaupt J, Reichel H, Nelitz M. Observer agreement on the Dejour trochlear dysplasia classification: A comparison on true lateral radiographs to axial magnetic resonance images. Am J Sports Med 2012; 40:837-843
    • Nelitz M, Dreyhaupt J, Reichel H, Woelfle J, Lippacher S. Anatomic reconstruction of the medial patellofemoral ligament in children and adolescents with open growth plates: Surgical technique and clinical outcome. Am J Sports Med 2012; 41(1):58-63
    • Nelitz M, Theile M, Dornacher D, Wölfle J, Reichel H, Lippacher S. Analysis of failed surgery for patellar instability in children with open growth plates. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:822-828
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Radiological criteria for trochlear dysplasia in children and adolescents. J Pediatr Orthop B 2011; 20(5):341-344
    • Nelitz M, Dornacher D, Dreyhaupt J, Reichel H, Lippacher S. The relation of the distal femoral physis and the medial patellofemoral ligament. Knee Surg Sports Traumtol Arthrosc 2011; 19(12):2067-2071

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  • Meniskusriss Open or Close
    Stand: 23.03.2016

    Meniskusriss / Meniskusschaden

    Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zum Meniskusriss und dessen Behandlung. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die allgemeinen Informationen zum Thema Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk.

    Ein Meniskusriss kann die Folge eines Unfalles oder auch einer Verdrehbewegung beim Sport oder im Alltag sein. Er kann alleine oder begleitet von Knorpel- und Bandverletzungen auftreten. Je nach Art und Verlauf der Verletzung, wie lange der Unfall zurück liegt und welcher Teil des Meniskus betroffen ist, kann der Riss genäht werden. Ist dies möglich, muss das Kniegelenk geschont (Laufen an Unterarmgehstützen) und für einige Wochen eine Orthese („Kniehülse", „Knieschiene") getragen werden. Häufig ist aber eine Naht des gerissenen Meniskus nicht möglich und der gerissene Teil des Meniskus muss arthroskopisch reseziert werden. Anders als früher wird dabei nicht der gesamte Meniskus, sondern nur der abgerissene Teil entfernt, so dass die Funktion des Meniskus (Stoßdämpfer des Kniegelenks) größtenteils erhalten bleibt.

    Abb. 1 und 2: Arthroskopische Bilder einer Auffaserung des Außenmeniskus vor (oben) und nach (unten) der Teilentfernung und Glättung.

    Abbildung 3: Arthroskopische Meniskusnaht nach einem basisnahen Riss.

    Eigene Publikationen aus dem Bereich gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk

    • Dornacher D, Reichel H, Kappe T. Does tibial tuberosity-trochlear groove distance (TT-TG) correlate with knee size or body height? Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2016; 24(9):2861-7
    • Sgroi M, Faschingbauer M, Reichel H, Kappe T. Can the frontal tibiofemoral alignment be assessed on anteroposterior knee radiographs? J Orthop Traumatol 2016; 17:339-343
    • Faschingbauer M, Nelitz M, Urlaub S, Reichel H, Dornacher D. Return to work and sporting activities after high tibial osteotomy. Int Orthop 2015; 39(8):1527-1534
    • Joos H, Leucht F, Riegger J, Hogrefe C, Fiedler J, Dürselen L, Reichel H, Ignatius A, Brenner RE. Differential interactive effects of cartilage traumatization and blood exposure in vitro and in vivo. Am J Sports Med 2015; 43(11):2822-2832
    • Nelitz M, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Correlation between the classification system of Dejour and objective parameters of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(1):120-127
    • Lippacher S, Dreyhaupt J, Williams SR, Reichel H, Nelitz M. Reconstruction of the medial patellofemoral ligament: Clinical outcomes and return to sports. Am J Sports Med 2014; 42(7):1661-1668
    • Dornacher D, Reichel H, Lippacher S. Measurement of tibial tuberosity-trochlear groove distance: Evaluation of inter- and intraobserver correlation dependent on the severity of trochlear dysplasia. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2014; 22(10):2382-2387
    • Nelitz M, Williams RS, Lippacher S, Reichel H, Dornacher D. Analysis of failure and clinical outcome after successful medial patellofemoral ligament reconstruction in young patients. Int Orthop 2014; 38(11):2265-2272
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Permanent patellar dislocation after a nonoperative treatment of recurrent dislocation of the patella because of trochlear dysplasia: A case report and review of the literature. J Pediatr Orthop B 2013; 22(4):325-328
    • Nelitz M, Seitz AM, Bauer J, Reichel H, Ignatius A, Dürselen L. Increasing tibial slope does not raise anterior cruciate ligament strain but decreases tibial rotation ability.. Clin Biomech (Bristol, Avon) 2013; 28(3):285-290
    • Joos H, Wildner A, Hogrefe C, Reichel H, Brenner RE. Interleukin-1 beta and tumor necrosis factor alpha inhibit migration activity of chondrogenic progenitor cells from non-fibrillated osteoarthritic cartilage. Arthritis Res Ther 2013; 15(5):R119
    • Lippacher S, Dejour D, Elsharkawi M, Dornacher D, Ring C, Dreyhaupt J, Reichel H, Nelitz M. Observer agreement on the Dejour trochlear dysplasia classification: A comparison on true lateral radiographs to axial magnetic resonance images. Am J Sports Med 2012; 40:837-843
    • Nelitz M, Dreyhaupt J, Reichel H, Woelfle J, Lippacher S. Anatomic reconstruction of the medial patellofemoral ligament in children and adolescents with open growth plates: Surgical technique and clinical outcome. Am J Sports Med 2012; 41(1):58-63
    • Nelitz M, Theile M, Dornacher D, Wölfle J, Reichel H, Lippacher S. Analysis of failed surgery for patellar instability in children with open growth plates. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2012; 20:822-828
    • Lippacher S, Reichel H, Nelitz M. Radiological criteria for trochlear dysplasia in children and adolescents. J Pediatr Orthop B 2011; 20(5):341-344
    • Nelitz M, Dornacher D, Dreyhaupt J, Reichel H, Lippacher S. The relation of the distal femoral physis and the medial patellofemoral ligament. Knee Surg Sports Traumtol Arthrosc 2011; 19(12):2067-2071

    Zeige ältere Veröffentlichungen

  • Multimodale Schmerztherapie Open or Close

    Multimodale Schmerztherapie am RKU Ulm

    Willkommen in der Schmerztherapie der orthopädischen Universitätsklinik Ulm am RKU. Mit 12 intensiv interdisziplinären Plätzen und dem ambulanten Sprechstundenangebot gehört unsere Schmerzeinheit mit dem Fokus auf Schmerzen des Bewegungsapparats zu den größten Multimodalen Schmerztherapien in Baden-Württemberg. Die folgende Seite bietet Ihnen einen Überblick über die Krankheitsbilder und die durchgeführten Behandlungen.

    Schmerz - unsere Spezialgebiete

    Durch die Ausrichtung unseres Hauses fokussieren wir auf Schmerzen am Bewegungsapparat, vor allem Rückenschmerzen, Postamputationsschmerzen und Schmerzen bei Querschnittsverletzungen.

    Dank der engen Kooperation von verschiedenen Disziplinen, sprich Universitätsklinik für Orthopädie, Neurologie, Sektion Schmerztherapie der Universitätsklinik für Anästhesiologie, der Psychosomatik, sowie unserem Querschittszentrum und der Rehabilitationsmedizin bietet unsere Schmerztherapie eine qualitativ und quantitativ hochwertige Versorgung an. Einige Beispiele: Das RKU verfügt über eines der stärksten rehabilitativen Apparate Deutschlands. Durch die enge Anbindung ist es uns nicht nur möglich, dem Patienten während des Aufenthalts die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, sondern auch eventuelle Rehabilitationsmassnahmen zur Stabilisierung oder Reintegration ins Berufsleben zu planen und durchzuführen. In Bezug auf interventionelle Schmerztherapie sind wir ebenfalls sehr stark. Mit über 3000 durchgeführten interventionellen Verfahren im Jahr, der apparativen Ausstattung (Durchleuchtung, Sonographie, Computertomographie) wird nicht nur Qualität, sondern auch ein hohes Maß an Sicherheit für unsere Patienten gewährleistet. Nicht zu vernachlässigen sind die Möglichkeiten der orthopädisch-neurologischen Diagnostik von zwei renommierten Universitätsdepartments.

    Welche Patienten kommen zu uns?

    Es sind zum einen Patienten, die eine Beratung wünschen, und zum anderen Patienten, welche einer intensiven Schmerztherapie bedürfen. Meistens sind es Patienten mit lang andauernden, hartnäckigen Schmerzen, welche schon mehrere konservative Behandlungen oder gar Operationen hinter sich haben.

    Unser Team

    Das interdisziplinäre Team setzt sich aus Vertretern verschiedener Fachbereiche zusammen.

    Schmerz als eigenständiges Krankheitsbild

    Lang anhaltender Schmerz wird mit der Zeit- unabhängig von der ursprünglichen Ursache- zum eigenständigen Krankheitsbild, welches alle Lebensbereiche eines Menschen beeinflusst. Neben Schonhaltung, Angst vor Bewegung, Frustration wegen fehlgeschlagenen Behandlungen, kann der Schmerz zu Vermeidungshaltung, körperlichem Abbau, eingeschränkter Leistungsfähigkeit, aber auch zu sozialem Rückzug, Schlafstörung und weiteren Einbußen im privaten sowie beruflichen Leben führen. Diese Faktoren müssen bei der Behandlung berücksichtigt werden.

    Was bedeutet "multimodale" Schmerztherapie?

    Unter einer multimodalen Schmerztherapie bei versteht man die gleichzeitige, inhaltlich eng
    aufeinander abgestimmte Behandlung chronischer Schmerzen durch unterschiedliche therapeutische Disziplinen wie Ärzten, Psychologen/ Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, physikalischer Therapie und weiteren Disziplinen:

    • Ärztliche Beratung
    • Medikamentöse Therapie
    • Injektionstherapie
    • Rückenschule
    • Physiotherapie
    • Psychologische Ther.
    • Traktionstherapie
    • Bewegungsbad
    • Nordic Walking
    • Gerätetraining
    • Ergotherapie
    • Massage, TENS
    • Wärmeanwendungen
    • Entspannungstherapie
    • Kunsttherapie
    • Sozialmedizin
    • Qigong


    Zentrales Behandlungsziel ist die Wiederherstellung der objektiven und subjektiven Funktionsfähigkeit (functional restoration) mit Steigerung der Kontrollfähigkeit und des Kompetenzgefühls der Betroffenen sowie eine Schmerzreduktion.
    Übende, schulende sowie entspannende Komponenten wechseln sich hierbei ab. Es handelt sich um eine sehr intensive Behandlung, welche die Aktivität und Motivation des Patienten voraussetzt.

    Ärztliche Betreuung (Visiten)

    Die Visiten finden bei uns grundsätzlich zweimal täglich statt. Dies bietet die Möglichkeit eines engeren Arzt-Patientenkontaktes, um Fragen zu klären, Probleme anzusprechen, Medikamente einzustellen, und die Behandlung zu modifizieren. Damit das Gespräch in einer entspannten und vertraulichen Atmosphäre stattfindet, erfolgt die Visite immer individuell im Visitenzimmer (Zimmer 1.024) und nicht wie in den anderen Krankenhäusern am Bett (wo mehrere Menschen zuhören).

    Interventionelle Schmerztherapie

    Hierzu zählen diagnostische und therapeutische Injektionsverfahren. Obwohl sie keinen zentralen Therapiebaustein darstellen, sind diese in manchen Fällen hilfreich, um den Akutschmerz zu durchbrechen und dem Patienten eine aktive Teilnahme am intensiven Programm zu ermöglichen. Näheres zur Injektionstherapie finden Sie im Abschnitt Interventionelle Verfahren.

    Physiotherapie

    Ziel der Behandlung ist neben einer Aktivierung die Verbesserung der Haltung, der Körperwahrnehmung, Koordination und der Schmerzen. Die Einheiten erfolgen in Gruppen und Individuell, wobei das Hauptaugenmerk auf Individualbehandlung gerichtet ist. Das bedeutet, dass Sie ein Physiotherapeut im Aufenthalt begleitet und mit Ihnen Termine für Einzelsitzungen ausmacht. Hierzu gehören Rücken-schulende-Maßnahmen, Bewegungs- und Haltungskorrekturen, sowie Anleitungen zum selbständigen Üben, Problemlösungen, Schlingentisch- und Traktionstherapie. Training in Gruppen erfolgt beispielsweise beim Nordic walking im Außenbereich, bei dem sämtliche Muskelgruppen harmonisch aktiviert werden und mit einem schnellen Spaziergang kombiniert werden.

    Psychologische Mitbetreuung

    Ziel der psychologischen Mitbehandlung ist das Erlernen von Schmerzbewältigungsstrategien sowie der Umgangs mit Schmerz. Da der Schmerz den Alltag eines jeden Patienten deutlich beeinträchtigt, "färbt" dieser auf das Befinden des Menschen ab und hinterlässt körperliche, aber auch seelische Spuren. Hier wird aktiv nach Lösungen gesucht. Die psychologische Mitbetreuung erfolgt sowohl in Gruppensitzungen (Entspannungsraum Stat. H), aber auch in Einzelgesprächen (Zimmer 1.024, Station A), bei denen man in vertraulicher Atmosphäre auf  Probleme eingehen kann.

    Entspannungstherapie

    Ziel der Entspannungstherapie ist der Abbau von Verspannung, Stress und Schmerz. Sie wird meist in Gruppensitzungen (Entspannungsraum, Station H) durchgeführt. Meistens wird mit Musik und Imaginationstechniken gearbeitet.

    Physikalische Maßnahmen

    Hierzu gehören Strom-, Wärme- und Massageanwendungen. Diese Maßnahmen erfolgen begleitend und sollen die angespannte Muskulatur beleben, den Blutfluss verbessern und Schmerzen lindern. Da es sich um passive Maßnahmen handelt, bei denen der Patient nichts tun muss, ist deren Anzahl im Rahmen des Schmerzprogramms begrenzt.

    Bewegungsbad

    Das Bewegungsbad dient der Aktivierung und Übung, hat aber auch entspannende Wirkungen. Der Auftrieb des Wassers erleichtert vor allem bei degenerativen muskuloskelettalen Erkrankungen das Bewegen, indem die Gelenke nicht die gesamt Schwerkraft tragen müssen.

    Sporttherapie

    Die medizinische Trainingstherapie, auch Sporttherapie genannt, soll Ihnen helfen, die stabilisierende Rumpfmuskulatur zu aktivieren und zu stärken. Somit trägt diese nicht nur zu einer Verbesserung der Kondition, sondern auch Koordination und Haltung. Gleichzeitig erfolgt durch die stufenweise Belastungssteigerung eine körperliche und seelische Rekonditionierung: Abbau von Ängsten vor Bewegung und Aktivität - Verbesserte Fitness - Verbesserte Belastbarkeit.

    Ergotherapie

    Hier werden Maßnahmen zur Verbesserung der Funktion im beruflichen und privaten Umfeld erlernt und eingeleitet. Diese reichen vom Erlernen des richtigen Sitzens am Computerarbeitsplatz bis hin zu Versorgung mit Hilfsmitteln. Jeder Patient bekommt hierbei eine individuelle Einzelberatung, die auf sein Leben abgestimmt wird.

    Kunsttherapie

    Hier bekommen die Patienten die Möglichkeit "sich auszuleben". Gleichzeitig bietet die Kunsttherapie eine Form von Entspannung und Reflexion. Durchgeführt wird diese Maßnahme von erfahrenen Kunsttherapeutinnen in Gruppensitzungen (Entspannungsraum, Station H).

    QiGong


    Dies ist eine meditative asiatische Kunst, welche mit langsamen und harmonischen Bewegungen durchgeführt wird. Sie fördert die Körperwahrnehmung, Balance und Entspannung.

    Im Bild: krankengymnastischer Behandlungsraum (links oben), Räumlichkeiten der medizinischen Trainingstherapie (rechts oben), Bewegungsbad (links unten), Computertomographie- Interventionsraum (rechts unten)

    Unser Team

    Ärzte:
    Dr. Juraj Artner, Leitung Schmerztherapie
    Dr. Karin Hadas

    Psychologin:
    Jeanette Remlinger

    Pflege:
    Melitta Moslavac

    Physiotherapie:
    Claudia Geiges
    Eberhard Nill
    Barbara Hamich
    Saskia Erfle
    Petra Mayer
    Cäcilia Römer
    Petra Teubner

    Physikalische Therapie:
    Maria Marchese-Fischer

    Sporttherapie:
    Dirk Englisch

    Ergotherapie:
    Jeanette Hüfner

    Kunsttherapie:
    Gabriele Florak-Skrobanek
    Felicitas Öhlser

    Sozialmedizinischer Dienst:
    Fr. Trautmann

    Chi Gong:
    Christian Ventura

    Interventionelle Verfahren (Injektionen)

    Die Injektionstherapie wird seit Jahrzehnten in der Schmerztherapie und Orthopädie sowohl zur Diagnostik als auch zur Behandlung von Schmerzen erfolgreich genutzt. Der folgende Beitrag soll Ihnen einen Überblick über die häufigen Injektionsverfahren und deren Ablauf verschaffen.

    Warum macht man Injektionen?

    Bei korrekter Durchführung stellt die Injektion ein sicheres Verfahren dar, um schmerzlindernde Substanzen an den Ort der Schmerzentstehung zu bringen. Hierbei handelt es sich entweder um lokale Betäubungsmittel, sogenannte Lokalanästhetika, oder um eine Mischung aus Lokalanästhetika und einem Kortisonpräparat. Injektionen bringen dabei keine Heilung, sondern sollen nur den akuten Schmerz abfangen, um Ihnen die Teilnahme am intensiven Programm zu ermöglichen. Wichtig ist die Kombination mit aktivierenden Maßnahmen. Mit einer Injektion kann man nichts "wegspritzen", sondern nur vorübergehend dämpfen. Die Zeit nach der Injektion muss man aber nutzen, um selbst aktiver zu werden (Rückenschulung, Physiotherapie, Bewegungsbad, Walking)- weil die aktiven Maßnahmen sind die, welche man langfristig auch Zuhause ausüben kann.

    Muss man eine Injektion bekommen?

    Auf keinen Fall. Eine Injektion ist kein muss. Da bei zahlreichen schmerzhaften Zuständen Faktoren wie muskuläre Dysbalance, Überlastung, Fehlhaltung usw. eine Rolle spielen und diese sehr gut auf Physiotherapie und physikalische Maßnahmen ansprechen, ist eine Injektion häufig gar nicht nötig. Die Entscheidung zu einer Injektionstherapie wird kritisch abgewogen und zwischen Ihnen, dem Arzt beziehungsweise dem behandelnden Team abgesprochen.

    Wie wirken Lokalanästhetika und das Kortison?

    Die Lokalanästhetika sind Medikamente, welche Nerven betäuben. Da die Nervenstrukturen wie Stromkabel die Schmerzen leiten, ist die Dämpfung dieser Leitung das Ziel der Lokalanästhesie. Kortison hat einen antientzündlichen und abschwellenden Effekt. Da die Ursache der Schmerzen häufig von gereizten Strukturen ausgeht, hilft das Kortison, die Schmerzen zu dämpfen.

    Wohin genau wird injiziert?

    Je nach Beschwerdebild kann an verschiedene Strukturen injiziert werden. Bei Rückenschmerzen können es schmerzhafte Muskelverhärtungen sein (sog. Triggerpunkte), kleine Wirbelgelenke, gereizte Nervenwurzeln oder der Wirbelkanal sein. Die Art der Schmerzen entscheidet, welche Injektion am vorteilhaftesten ist.

    Wie erfolgt die Injektionstherapie?

    Grundsätzlich erfolgt die Entscheidung zu einer Injektion im gemeinsamen Gespräch mit dem Arzt und Therapeuten. Hier kann der Grund und die Art der Injektion besprochen werden und der Zeitpunkt festgelegt werden. Für die richtige Indikationsstellung ist es wichtig ihre Medikamente sowie alle Nebenerkrankungen und Allergien zu kennen. Manche Medikamente müssen vor der Injektion abgesetzt werden.

    Die meisten Injektionen erfolgen unter Zuhilfenahme von bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Sonographie oder Computertomographie. Dies hilft uns, die Prozedur schnell und präzise durchzuführen. Daher finden die meisten Injektionsverfahren in der Röntgenabteilung (Erdgeschoss) statt. Der Patient begibt sich zum vereinbarten Zeitpunkt (diesen macht man bei der täglichen Visite aus) in die Röntgenabteilung und meldet sich am Patientenschalter. Von hier aus wird er zu einem der Interventionsräume navigiert.

    Der Interventionsraum ist ein reiner Raum, welcher mit entsprechenden Geräten, Patientenliege, sowie den Injektionsbedarf ausgestattet ist. Der Patient wird von der medizinisch technischen Assistentin angeleitet und auf einer Liege platziert. Die Injektionsstelle wird entkleidet, und anschließend desinfiziert.
    Ein Rasieren von behaarten Stellen ist vor der Prozedur nicht notwendig. Da viele Injektionen in Bauchlage stattfinden, sollte man unmittelbar vor der Injektion möglichst auf große Mahlzeiten verzichten. Auch auf Injektionen unmittelbar nach Wärmeanwendungen sollte man wegen erhöhter Gewebedurchblutung verzichten.

    Unter Zuhilfenahme des entsprechenden bildgebenden Verfahrens wird vom Arzt anschließend der Zielort der Injektion festgelegt. Anschließend erfolgt die Punktion der Nadel durch die Haut, langsames, kontrolliertes Vorschieben der Nadel, sowie Injektion des Medikaments an die Zielstruktur. Diese Prozedur wird je nach Anzahl der Zielstrukturen ein bis sechs mal wiederholt.



    Wichtig: Falls Sie Angst oder unangenehme Erfahrungen mit Interventionen haben, sprechen Sie dies bitte ruhig bei uns an. In der Regel sind die Patienten eher angenehm überrascht, weil sie das Unbekannte fürchten und sich die Prozedur schlimmer vorstellen.


    Auf was muss ich während und nach der Spritze achten?
    Obwohl die Injektionen mit höchster Präzision und Sorgfalt durchgeführt werden und Nebenwirkungen oder Komplikationen sehr selten sind, sollte man nach einer Injektion erst mal im Wartebereich für ca 30 min verweilen.



    Wann sollte man auf Injektionen verzichten?
    Grundsätzlich sollte die Injektionsbehandlung nicht überreizt werden. Da es sich um eine invasive Maßnahme handelt (und jede invasive Maßnahme birgt Risiken) und der Körper nicht mit Kortison überladen werden sollte, ist die Anwendung von Injektionen begrenzt. Ein weiterer wichtiger Punkt, den man erwähnen muss ist, dass Injektionen passive Maßnahmen sind und diese alleine wenig wirksam sind. Patienten, welche in ihrer Schmerzkrankheit weit fortgeschritten sind, Patienten mit komplexen Schmerzbildern (keine eindeutige schmerzhafte Struktur identifizierbar oder zuviele Lokalisationen) sowie Patienten, welche nur passive Maßnahmen wollen (Spritze, Massage, Wärme) sollten keine Injektionen erhalten.
     

  • Querschnittlähmung Open or Close

    Behandlung von Querschnittgelähmten

    Das Querschnittgelähmtenzentrum Ulm ist eine Spezialeinrichtung für die umfassende medizinische Therapie und lebenslange Nachsorge Querschnittgelähmter. Die Querschnittlähmung ist eine der folgenschwersten Verletzungen bzw. Erkrankungen, die ein Mensch erleiden kann. Eine schwerwiegende Schädigung des Rückenmarks führt nicht nur zur Lähmung der Gliedmaßen, sondern stört oft auch die Funktion vieler anderer Organsysteme. Durch die Einbindung in die Orthopädische Universitätsklinik mit ihren personellen und technischen Möglichkeiten können alle diagnostischen und therapeutischen Verfahren eingesetzt werden, die bei der modernen Behandlung Querschnittgelähmter eine Rolle spielen.

    Im Laufe der Jahre konnte das Leistungsspektrum des Querschnittgelähmtenzentrums deutlich ausgeweitet werden. So erfolgt heute die operative und konservative Akutversorgung von querschnittgelähmten Patienten jeder Altersgruppe mit komplettem und inkomplettem Lähmungsbild aller Lähmungshöhen einschließlich bei Beatmungspflichtigkeit. Alle unfallbedingt querschnittgelähmten Patienten können behandelt werden, bei denen es beispielsweise bei der Arbeit, im Straßenverkehr, beim Sport, beim Baden oder durch einen Selbst- oder Fremdtötungsversuch zur Querschnittlähmung gekommen ist. Ebenso werden vom Team des Querschnittgelähmtenzentrums alle Patienten behandelt, bei denen die Querschnittlähmung durch Entzündung, degenerative oder gefäßbedingte Erkrankungen, tumoröse Raumforderung, pathologische Frakturen oder spezielle angeborene Erkrankungen entstanden ist.

    Hierbei müssen auch Komplikationen in Folge der Querschnittlähmung beachtet und therapiert werden wie Druckschäden der Haut, chronische Schmerzzustände, generalisierte Spastik, Gelenkfehlstellungen und -verkalkungen, arthrotische Folgezustände, Osteoporose, Atem- und Kreislaufproblematiken, Abführprobleme, Syringomyelie-, Skoliose- und Kyphosebehandlung sowie neurogene Blasenentleerungsstörungen.

    Das Querschnittgelähmtenzentrum Ulm bestand früher aus zwei Stationen mit insgesamt 24 Betten. Zwischenzeitlich fanden umfangreiche Erweiterungen statt, so dass seit Juni 2014 50 Behandlungsplätze auf zwei Trakten im Verbundsystem mit wahlweise Ein- bis Vierbettzimmern zur Verfügung stehen. Es sind Ruhe- und Aufenthaltsbereiche für die Patienten vorhanden, die nach einem Unfall bis zu sechs Monate im Krankenhaus verbringen müssen. Dabei kommt den Mehrbettzimmern durchaus eine wichtige Rolle zu – sie machen es dem Patienten in Gesellschaft anderer leichter, mit ihrem Schicksal umzugehen.

    Seit 2003 besteht eine gemeinnützige Fördergemeinschaft für
 das Querschnittgelähmtenzentrum, die es sich zum Ziel gemacht hat, Querschnittgelähmte in Einzelfällen zur Verbesserung der Lebensqualität finanziell zu unterstützen und die soziale und berufliche Integration von Querschnittgelähmten zu fördern.

  • Schmerztherapie Open or Close

    Multimodale Schmerztherapie am RKU Ulm

    Willkommen in der Schmerztherapie der orthopädischen Universitätsklinik Ulm am RKU. Mit 12 intensiv interdisziplinären Plätzen und dem ambulanten Sprechstundenangebot gehört unsere Schmerzeinheit mit dem Fokus auf Schmerzen des Bewegungsapparats zu den größten Multimodalen Schmerztherapien in Baden-Württemberg. Die folgende Seite bietet Ihnen einen Überblick über die Krankheitsbilder und die durchgeführten Behandlungen.

    Das Team

    Ärzte

    Dr. med. T. Kocak
    Oberarzt, konservative und operative Wirbelsäulenorthopädie

    Dr. A. Bartl
    Oberarzt Anästhesie, spezieller Schmerztherapeut

    Felix Föhrenbach
    Assistenzärztin

    Psychologie

    Jeanette Remlinger

    Pflege

    Melitta Moslavac

    Physiotherapie

    Claudia Geiges
    Eberhard Nill
    Barbara Hamich
    Saskia Erfle
    Petra Mayer
    Cäcilia Römer
    Petra Teubner

    Physikalische Therapie

    Maria Marchese-Fischer

    Sporttherapie

    Dirk Englisch

    Ergotherapie

    Jeanette Hüfner

    Kunsttherapie

    Gabriele Florak-Skrobanek
    Felicitas Öhlser

    Sozialmedizinischer Dienst

    Fr. Trautmann

    Chi Gong

    Christian Ventura
     
  • Schulterchirurgie Open or Close

    Schulterchirurgie

    Einleitung

    Das Schultergelenk zeichnet sich im Vergleich zu anderen Gelenken durch seinen hohen Bewegungsumfang aus. Nicht zuletzt deshalb haben Muskeln, Sehnen und Bänder am Schultergelenk eine hohe Bedeutung. Durch einen Unfall oder durch hohe, lang anhaltende Beanspruchung können diese in Mitleidenschaft gezogen werden. Wir verfolgen sowohl konservative als auch operative Therapieansätze. Im Vordergrund der operativen Versorgung stehen arthroskopische Eingriffe (Gelenkspiegelungen über kleine Hautschnitte, sog. Schlüsselloch-Operationen), offene rekonstruktive Verfahren sowie Endoprothesen-Operationen (künstlicher Gelenkersatz).

    Ansprechpartner

    • Prof. Dr. med. Thomas Kappe
      Prof. Dr. med. Thomas Kappe
      Leitender Oberarzt
    • Dr. med. Mirco Sgroi
      Dr. med. Mirco Sgroi
      Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

    Sprechstundentermine

    Sport- und Arthroskopiesprechstunde
    • Montags von 8:30 bis 16:00 Uhr
    • Dienstags von 8:00 bis 10:00 Uhr und 10:30 bis 12:40 Uhr

    Einen Sprechstundentermin können Sie zeitnah durch einen Anruf bei unserem Patientenservice unter der Nummer 0731 – 177-2000 erhalten.

    Zur Vorstellung in der Sprechstunde sollten alle Unterlagen inklusive Bildgebung (auch im Verlauf) mitgebracht werden, um Doppeluntersuchungen oder Verzögerungen zu vermeiden

    Engpasssyndrom (Impingementsyndrom)

    Beim subacromialen Impingementsyndrom kommt es durch einen Verlust der muskulären Führung und dynamischen Stabilisierung des Schultergelenkes zu einer Reizung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach.

    Die Therapie besteht in erster Linie aus Krankengymnastik und der Einnahme von Schmerzmitteln. Reicht dies nicht, können Cortisonspritzen in den Schleimbeutel verabreicht werden. Wenn auch diese nur vorübergehend Linderung verschaffen, kann eine arthroskopische Operation, die sog. subacromiale Dekompression, durchgeführt werden, bei der zum Einen der gereizte Schleimbeutel ausgeräumt und zum Anderen die knöcherne Unterfläche des Schulterdaches begradigt wird, um der darunterliegenden Sehne mehr Platz zu verschaffen.

    Abbildung 1

    Abb. 1: Arthroskopische subacromiale Dekompression und Acromioplastik.

    Riss der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenruptur)

    Die Rotatorenmanschette umgreift mit ihren Sehnen den Oberarmkopf und stabilisiert ihn in der Schultergelenkspfanne. Sie besteht aus vier Muskeln, von denen der Supraspinatusmuskel und seine Sehne am häufigsten betroffen sind. Ein Riss der Rotatorenmanschette kann ein subacromiales Impingementsyndrom begleiten oder nach einem Unfall (z.B. Sturz auf den nach hinten ausgestreckten Arm) entstehen. Je nach Größe und Alter der Ruptur ist eine Naht des Risses möglich. Dabei wird die ausgerissene Sehne am Knochen über sog. Fadenanker befestigt. Die Operation kann je nach Lage und Größe arthroskopisch oder offen („mini-open") durchgeführt werden. Unabhängig vom Operationsverfahren ist eine sechswöchige Ruhigstellung nach der Operation erforderlich, um die Einheilung der Sehne an den Knochen zu ermöglichen.

    Abbildung 2

    Abb. 2: Bild einer Rotatorenmanschettenruptur.

    Abbildung 3

    Abb. 3: Arthroskopische Naht der Rotatorenmanschettenruptur.

    Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

    Bei der Tendinosis calcarea kommt es aus letztlich ungeklärter Ursache zu einer Kalkeinlagerung in die Sehnen der Rotatorenmanschette (Muskelmantel, der den Oberarmkopf umspannt). Häufig macht sich der Kalk nicht oder erst spät bemerkbar: entweder weil er den Raum unter dem Schulterdach, ähnlich wie beim Impingementsyndrom, einengt, oder weil sich der Kalkherd langsam auflöst. Letzteres kann einige Wochen dauern und u.U. quälende Schmerzen verursachen, die eine arthroskopische Operation erforderlich machen.

    Abbildung 4

    Abb. 4: Großer Kalkherd (Pfeile) in der Supraspinatussehne.

    Schultereckgelenks-Sprengung

    Das Schultereckgelenk (ACG) verbindet Schlüsselbein und Schulterdach. Bei einem Sturz auf den ausgestreckten Arm oder direkt auf die Schulter können die Bänder, die das Gelenk stabilisieren, reißen. Je nach dem, wie viele der Bänder reißen, kann eine Operation erforderlich werden, bei der die Bänder genäht und das Schlüsselbein durch z.B. eine Hakenplatte vorübergehend befestigt werden. Die Platte wird nach zwölf Wochen entfernt, danach ist eine freie Bewegung und Belastung der Schulter wieder möglich.

    Schultereckgelenks-Arthrose

    Nach einer Schultereckgelenkssprengung oder durch Verschleiß kann es auch im Schultereckgelenk zur Arthrose kommen. Meist kann durch physikalische Therapiemaßnahmen (Wärme/Kälte, Gel-Iontophorese) oder Cortisonspritzen zumindest vorübergehend eine Beschwerdelinderung herbeigeführt werden. Halten die Beschwerden dennoch an, kann durch eine arthroskopische oder auch offene Operation (über einen kleinen Hautschnitt) das äußere Ende des Schlüsselbeines entfernt und die Schmerzen dadurch meist langfristig gebessert werden

    Verletzungen der langen Bizepssehne

    Beim kraftvollen Heben kann die Bizepssehne reißen, vor allem wenn sie bereits vorgeschädigt war. Meist bereitet ein vollständiger Ausriss der Sehne von der Schulterpfanne langfristig keine Beschwerden. Anders der Teilriss, bei dem ein Teil der Sehne intakt bleibt. Ausstrahlende Schmerzen von der Schulter in den Oberarm können die Folge sein. Bringen konservative Maßnahmen (Krankengymnastik, Gel-Iontophorese) keine Besserung, kann durch eine vollständige Durchtrennung oder durch eine Tenodese (Festnähen der Sehne am Oberarmkopf und Entfernen des Gelenkanteils der Sehne) eine Besserung herbeigeführt werden.

    Abbildung 5

    Abb. 5: Bild einer gereizten, aber intakten langen Bizepssehne.

    Schulterausrenkung (Luxation) und Schulterinstabilität

    Meist kommt es im Rahmen eines Sportunfalls zum Auskugeln der Schulter. Viele Patienten benötigen nach dem Einrenken der Schulter keine Operation; sind aber ausgedehnte weichteilige oder insbesondere knöcherne Verletzungen entstanden, muss das Schultergelenk operativ stabilisiert werden. Meist kann dies durch eine arthroskopische Operation erfolgen, in einigen Fällen ist jedoch eine offene Operation notwendig, bei der ein Muskel (Subscapularis) vorübergehend vom Knochen abgelöst und am Ende der Operation wieder festgenäht wird. Daher muss nach einem offenen Eingriff die Schulter für sechs Wochen in einer Schlinge ruhiggestellt werden, um den Muskel zu schonen und der Sehne Zeit zum Einheilen zu geben. Nach arthroskopischen Operationen ist die Ruhigstellung kürzer.

    Schultersteife („frozen shoulder“)

    Nach Unfällen, Operationen oder ohne äußere Ursache kann die Kapsel des Schultergelenkes vernarben und die Beweglichkeit der Schulter erheblich einschränken. Meist ist die Erkrankung zwar vorübergehend, sie kann aber in der Anfangsphase Schmerzen bereiten und lange Jahre andauern. Erbringen krankengymnastische Maßnahmen, physikalische Therapie und Medikamente keine ausreichende Linderung, kann über eine arthroskopische Operation die Kapsel gelöst und so die Beweglichkeit der Schulter verbessert werden.

    Abbildung 6

    Abb. 6: Bild einer arthroskopischen Kapsellösung.

    Arthrose des Schultergelenkes (Omarthrose)

    Die Arthrose des Schultergelenkes (Knorpelverschleiß) führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Während in frühen Stadien manchmal eine arthroskopische Operation Linderung verschaffen kann, ist dies in fortgeschritteneren Fällen nur durch eine Endoprothese möglich. Bei der Schulter haben sich hier der Oberflächenersatz und die Totalendoprothese bewährt. Da bei der Operation ein Muskel (Subscapularis) vorübergehend abgesetzt und am Ende der Operation wieder am Knochen befestigt wird, muss die Schulter für sechs Wochen nach der Operation in einer Schlinge auf einem Kissen teilweise ruhiggestellt werden.

    Abbildung 7

    Abbildung 8

    Abb. 7 und 8: Röntgenbilder eines Oberflächenersatzes (links) und einer Schultertotalendoprothese (rechts)

    Arthrose mit Riss der Rotatorenmanschette (Cuff-Arthropathie)

    Liegen eine Arthrose des Schultergelenkes und ein großer Riss der Rotatorenmanschette vor und ist wegen der Schmerzen in der Schulter und der Schwäche im Arm eine Operation erforderlich, so hat sich die inverse Prothese bewährt. Dabei werden Kugel und Pfanne des Gelenkes vertauscht, um den gesunden Muskeln die Möglichkeit zu geben, die Funktion der gerissenen Muskeln zu ersetzen. Die Nachbehandlung gleicht der „normalen" Endoprothese der Schulter.

    Rheumatoide Arthritis

    Trotz der Fortschritte der modernen Medikamentenbehandlung der rheumatoiden Arthritis wird das Schultergelenk meist befallen und im Laufe der Jahre zerstört. In Frühfällen kann eine Art Impingementsyndrom auftreten, das wie oben beschrieben arthroskopisch behandelt werden kann. Ist die Zerstörung zu stark fortgeschritten, kann auch beim Rheuma durch eine Endoprothese der Schmerz gelindert und die Funktion der Schulter verbessert werden.

    Bruch des Oberarmkopfes und Folgezustände

    Häufig können Brüche des Oberarmkopfes nicht ohne Operation behandelt werden. Durch moderne winkelstabile Plattensysteme ist die Nachbehandlung aber meist kürzer. Verheilt ein Bruch in Fehlstellung und/oder entwickelt sich nach dem Bruch eine Arthrose des Schultergelenkes, muss in einer zweiten Operation manchmal eine Endoprothese eingesetzt werden. Bei bestimmten Bruchformen muss bereits bei der ersten Operation der gebrochene Oberarmkopf durch eine Endoprothese ersetzt werden. Die Art der Erst- und Folgeversorgung hängt vom Zustand der Weichteile und dem Einheilverhalten der Knochenfragmente ab und muss häufig im Einzelfall entschieden werden.

    Eigene Publikationen zum Thema

    • Kappe T. Bildgebung am Schultergelenk. Was brauchen wir zur Indikation und zur operativen Planung? Current congress 2016; 14
    • Kappe T, Knappe K, Elsharkawi M, Reichel H, Cakir B. Predictive value of preoperative clinical examination for subacromial decompression in impingement syndrome. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc 2015; 23(2):443-448
    • Elsharkawi M, Cakir B, Reichel H, Kappe T. Reliability of radiologic glenohumeral osteoarthritis classifications. J Shoulder Elbow Surg 2013; 22(8):1063-1067
    • Krischak G, Gebhard F, Reichel H, Friemert B, Schneider F, Fisser C, Kaluscha R, Kraus M. A prospective randomized controlled trial comparing occupational therapy with home-based exercises in conservative treatment of rotator cuff tears. J Shoulder Elbow Surg 2013; 22(9):1173-1179
    • Kappe T, Cakir B, Lippacher S, Reichel H, Elsharkawi M. Intraarticular lesions in calcifying tendinitis: incidence and association with the acromion index. Arch Orthop Trauma Surg 2011; 131(3):325-329
    • Kappe T, Elsharkawi M, Reichel H, Flören M. Cemented humeral surface replacement for a locked posterior fracture-dislocation: a case report. J Orthop Trauma 2011; 25(9):e90-93
    • Kappe T, Cakir B, Reichel H, Elsharkawi M. Reliability of radiologic classification for cuff tear arthropathy. J Shoulder Elbow Surg 2011; 20(4):543-547
    • Kappe T, Elsharkawi M, Flören M, Reichel H, Cakir B. Plain radiographs have limited sensitivity for glenohumeral cartilage lesions. Orthopedics 2010; 33(5):304
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    Technische Orthopädie

     

    Einleitung

    Die technische Orthopädie ist eines der ältesten Teilgebiete der Orthopädie, da technische Hilfsmittel aufgrund der früher eher geringen operativen Möglichkeiten – neben physikalischen Maßnahmen – einen hohen Stellenwert in der Therapie von Erkrankungen und Verletzungsfolgen im muskulo-skelettalen Bereich hatten. Konsequenterweise wird an der Orthopädischen Universitätsklinik Ulm dieser Teil-Bereich des Faches intensiv in die Therapieverfahren einbezogen. Technische Versorgungen werden in vielen Teilbereichen der Orthopädie benötigt:

    In der Kinderorthopädie mit Orthesen, Lagerungsschalen und –schienen, Korsetten, Rollstühlen, Liftsystemen und Schuhversorgungen (siehe auch Kapitel Kinderorthopädie).

    In der Behandlung von Querschnittgelähmten finden technische Versorgungen mit Rollstühlen (entweder mit Eigenkraft oder elektrisch betrieben), Sitzschalenversorgungen und Lähmungsorthesen zum unterstützten Gehen Anwendung (siehe auch Kapitel Querschnittgelähmtenbereich).

    In der Rheuma-Orthopädie sind technische Versorgungen in der Therapie von starken Funktionseinschränkungen und Deformitäten ein alltägliches Therapiemittel und werden in unserer Klinik professionell und häufig indiziert.

    In der Sportorthopädie nehmen Orthesenversorgungen einen wichtigen Bereich ein – insbesondere zur Absicherung von OP-Ergebnissen (z.B. Kreuzbandorthesen) und zur kurzfristigen Immobilisierung (z.B. Lagerungsorthesen nach Schulteroperationen). Aber auch Orthesen zur konservativen Versorgung von Sportverletzungen (z.B. Sprunggelenkorthesen) werden mit Erfolg eingesetzt. Spezialschuhversorgungen (z.B. nach Achillesehnenrekonstruktionen) und spezielle Einlagenversorgungen runden das Spektrum der technischen Hilfsmittel ab.

    Ansprechpartner

    • SL Dr. med. Rainer Eckhardt
      (zugleich Ärztlicher Direktor Zentrum für Integrierte Rehabilitation)

    Sprechstundentermine

    • Donnerstags von 08:00 bis 13:00 Uhr

    Wenn Sie diese Ermächtigungssprechstunde in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie eine Überweisung durch einen Hausarzt, einen Facharzt für Innere Medizin (der zur Versorgung von Diabetes-Patienten oder Patienten, die an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) leiden, zugelassen ist) oder durch einen Facharzt für Chirurgie oder Orthopädie vorlegen.

    In Notfällen, wie bspw. hochakuten Entzündungen oder Durchblutungsstörungen der Füße oder Beine, können Sie sich auch außerhalb der regulären Dienstzeiten unter 0731 – 177-0 anmelden.

    Leistungsspektrum der Sprechstunde für Technische Orthopädie (TO)

    • Spezialsprechstunde für Diabetes-Patienten mit Fußproblemen und Wunden
    • Spezialsprechstunde für Patienten mit chronischen Wunden
    • Spezialsprechstunde für Patienten mit Durchblutungsstörungen
    • Spezialsprechstunde für Patienten mit Gliedmaßenverlusten nach Unfällen
    • Spezialsprechstunde für Schuh- und Prothesenversorgungen

    Im Rahmen der TO-Sprechstunde werden in der Mehrzahl Patienten vorstellig, die an Diabetes mellitus oder an peripheren Durchblutungsstörungen (Arteriosklerose) erkrankt sind.

    Wir behandeln in der TO-Sprechstunde auch eine große Anzahl an Patienten, die Gliedmaßenverluste an den unteren und oberen Extremitäten erlitten haben.

    Sehr häufig werden Patienten mit Zuständen nach operativen Eingriffen und schlecht heilenden Wunden oder nach Amputationen vorgestellt. Immer muss entschieden werden, ob eine Weiterbehandlung ohne operative Maßnahmen (= konservativ) möglich ist, oder doch weitergehende Operationen notwendig sind.

    Spezielle orthopädische Diagnostik

    Neben der klinischen Diagnosestellung und den angiologischen Untersuchungsbefunden (Angiographie und Sauerstoffpartialdruckmessung (tcpO2) der betroffenen Extremität; Kooperationspartner: Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Ulm (Ltd. Arzt Angiologie: Priv.-Doz. Dr. med. A. Imhof), Angiologie im Bundeswehrkrankenhaus Ulm (Dr. med. Vogelpohl / Dr. med. Richter)) erfolgt durch verschiedene radiologische Bildgebungsverfahren die Sicherung der Ausgangsdiagnose.

    In unserer Klinik stehen folgende Verfahren zur Bildgebung zur Verfügung:

    • Konventionelles Röntgen (Füße in zwei Ebenen im Stehen)
    • Röntgendurchleuchtung
    • Ultraschalluntersuchung
    • Computertomographie (CT) inklusive CT-gestützter Interventionen
    • Kernspintomographie (NMR / MRT)

    Zur Ganzkörperbildgebung („staging“) und damit zur Diagnostik von weiteren Infektionsherden kann an der Abteilung für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Ulm ein PET-CT erfolgen.

    Neben den radiologischen Verfahren wird bei jedem unserer Patienten mit diabetischem Fußsyndrom eine „plantare Druckmessung“ zur Dokumentation von Gangbildveränderungen und Druckspitzen unter der Fußsohle durchgeführt.

    Bei ärztlicher Abnahme der Einlagen bzw. von orthopädischen Schuhen sollte eine sogenannte „Insole Druckmessung“ durchgeführt worden sein.

    Diabetisches Fußsyndrom

    Schwerwiegende Folgen des Diabetischen Fußsyndroms sind schlecht heilende Wunden (Mala perforantia), die zu Amputationen führen können. Zwei bis zehn Prozent der Patienten mit Diabetes mellitus erleiden ein Malum perforans, dabei liegt die Neuerkrankungsrate jährlich bei 2,2% bis 5,9%. Mit über 60.000 Amputationen pro Jahr liegt Deutschland europaweit im oberen Bereich. Ca. 70% bis 90% aller Amputationen werden bei Patienten mit Diabetes mellitus und peripheren Durchblutungsstörungen (pAVK) durchgeführt.

    Offene Stellen an den Füßen (Fußulcera) bei Diabetikern sind das Ergebnis eines multifaktoriellen Geschehens mit folgenden Kausalfaktoren:

    • Ungeeignetes Schuhwerk
    • Neuropathie (sensorisch, motorisch, autonom)
    • pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)
    • Eingeschränkte Gelenkmobilität
    • Fußdeformitäten
    • Hornhautschwielen
    • Psychosoziale Konstellation

    Periphere arterielle Verschlusskrankheit  (pAVK)

    Eine Durchblutungsstörung der unteren Extremität (periphere arterielle Verschlusskrankheit) gehört neben der Neuropathie zu den wichtigen Ursachen für die Entstehung eines Malum perforans bei Diabetes mellitus, und beeinflusst entscheidend das Behandlungsergebnis. Die Arteriosklerose bewirkt eine Mangeldurchblutung durch Verengung und Verschluss der Arterien. Die Mediasklerose (Mönckeberg-Sklerose) ist eine Kalzifizierung der Tunica media, die einen starren Kanal hervorruft, ohne jedoch das arterielle Lumen einzuengen. 24 % der untersuchten Typ-2-Diabetiker entwickeln innerhalb von 11 Jahren eine pAVK. Die Erkrankung der peripheren Arterien ist nicht diabetes-spezifisch. Allerdings findet sich im Vergleich zu Nicht-Diabetikern eine häufigere Manifestation an den Unterschenkeln.

    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/mitteilungen/leitlinien/PL_DDG2009_Fusssyndrom

    Orthopädische Therapie des diabetischen Fußsyndroms und der pAVK

    Konservative Wundversorgungen

    Viele unserer Patienten mit diabetischem Fußsyndrom erleiden auf Grund der sehr häufig vorgefundenen Polyneuropathie Wunden an immer den gleichen Stellen an den Füßen.

    Als absolut wirkungsvolle Therapieverfahren hat sich in der TO-Sprechstunde der folgende Therapie-Algorithmus herausgestellt:

    • Chirurgisches Wunddébridement
    • Antibiotische Behandlung nach Resistenzbestimmung
    • Moderne Wundbehandlung mit Alginaten und Hydrokolloid-Verbänden
    • Konsequente Druckentlastung
    • Einsatz eines Total-Kontakt-Gipses mit Fersenstollen

    Durch die konsequente Behandlung in der Sprechstunde und die Mitbehandlung durch Hausärzte und häusliche Pflegedienste, lassen sich eine Vielzahl von Wunden zur Abheilung bringen. Immer muss sich nach Abschluss der Wundheilung eine fachgerechte orthopädietechnische Versorgung (Einlagen und Schuhe! – siehe unten) anschließen.

    Operative Wundversorgungen (Vakuum-Wundsysteme)

    Lassen sich durch ambulante chirurgische Therapiemaßnahmen die diabetischen Wunden nicht beherrschen, steht eine septische Station zu stationären orthopädisch-chirurgischen Maßnahmen zur Verfügung.

    In der Regel wird dann operativ alles abgestorbene Gewebe an den Füßen entfernt (Nekrosenabtragung) und zur weiteren Wundbehandlung ein sogenanntes Vakuumsystem angebracht. Nach einigen Wechseln dieser Vakuumsysteme sind die Wunden in der Regel dann so gesäubert, dass sie mit Hauttransplantaten gedeckt werden – oder sogar im ambulanten Bereich primär verheilen können.

    Schuhversorgungen

    Die TO-Sprechstunde wird immer gemeinsam mit einem Orthopädie-Schuhmachermeister durchgeführt. In der Regel ist dies ein Mitarbeiter der Fa. Orthopedie Walter – welche im RKU Werkstatträume angemietet hat - aber selbstverständlich liegt die Wahl des zu versorgenden Orthopädie-Betriebes immer beim Patienten. Wir arbeiten gerne und erfolgreich auch mit externen Orthopädieschuh-Fachwerkstätten zusammen.

    Großer Wert wird auf eine plantare Druckmessung durch den Schuhmacher vor und nach der Versorgung gelegt. Alle technischen Verordnungen (Rezepte) aus der Sprechstunde – wie Einlagen, Schuhzurichtungen oder Maßschuhe – müssen in der Sprechstunde wieder zur Abnahme durch die verordnenden Ärzte vorgestellt werden.

    Amputationen

    Der erste Anspruch der behandelnden Ärzte ist es, Amputationen zu vermeiden! Da dies nicht immer möglich ist, wird ein weiteres Grundprinzip unseres Handelns in den Vordergrund gestellt: wenn Amputationen unumgänglich sind – dann soweit peripher (körperfern) wie möglich, um möglichst viele Funktionen der zu operierenden Extremität zu erhalten. Die umfangreichen und Jahrzehnte langen Erfahrungen in der Orthopädischen Universitätsklinik belegt folgender Artikel.

    Prothesenversorgungen

    Seit 1984 ist die Klinikwerkstatt RKU der Fa. Häussler in der orthopädietechnischen Versorgung unserer Patienten erfolgreich tätig. Die direkte Nähe bringt für unsere Patienten erhebliche Vorteile – so können Prothesennachpassungen und ‑einstellungen innerhalb kürzester Zeit realisiert werden. Die Prothesen werden in der Sprechstunde überprüft und falls notwendig in direkter Absprache mit dem Techniker geändert. Selbstverständlich können auch Verbesserungen in der Passteilversorgung (z.B. C-Leg) probeweise ausgetestet und bei strenger Indikationsstellung durch den Arzt rezeptiert werden.

    Rehabilitation

    Da nach Major-Amputationen die Prothesenversorgung und ‑gebrauchsschulung inkl. eines intensiven Gang- und Alltagstraining für die Reintegration der Amputierten unerlässlich ist, wird durch die bestehende Organisationsstruktur am RKU ein großer Vorteil geboten, denn hier können die Patienten nach Konsolidierung des Amputationsstumpfes auch in unserem Zentrum für Integrierte Rehabilitation rehabilitiert werden. Damit wird eine Forderung von uns direkt umgesetzt: „Die Rehabilitation fängt auf dem OP-Tisch an und sollte – wenn möglich – auch in der Hand des orthopädischen Chirurgen bleiben.“

    Eigene Publikationen und Vorträge zum Thema:

    • Eckhardt R. Fußamputationen. Fort- und Weiterbildungskurs der Initiative '93 Technische Orthopädie, ZHT Göttingen, 06.02.2015
    • Eckhardt R. Oberschenkelamputation und Hüftexartikulation. Fort- und Weiterbildungskurs der Initiative '93 Technische Orthopädie, ZHT Göttingen, 06.02.2015
    • Eckhardt R. Amputationstechniken obere Extremitäten. Fort- und Weiterbildungskurs der Initiative '93 Technische Orthopädie, ZHT Göttingen, 07.02.2015
    • Eckhardt R. Fuß: Amputation. Anatomiekurs 2015 ISOP Innsbruck, Institut für Anatomie Innsbruck, 18.09.2015
    • Eckhardt R. Amputationstechniken untere Extremitäten. In: Ruchholtz S, Wirtz DC: Orthopädie und Unfallchirurgie essentials. Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart, 2010
    • Eckhardt R. Amputationen an der unteren Extremität. MOT 2010; Heft 1
    • Eckhardt R. Transkutane Sauerstoffpartialdruck (tcpO2)-Messung. In: Baumgärtner R. Botta P.: Amputation und Prothesenversorgung, Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart, 2008
    • Eckhardt R. Die Nachbehandlung in Amputationszentren könnte die Versorgungsqualität verbessern. MDK-Baden-Württemberg 2007; Tagungsband
    • Eckhardt R. Transcutane Sauerstoffpartialdruckmessung (tcpO2). MOT 2006; Heft 5

    Weiterführende Informationen

    Initiative ´93 – Technische Orthopädie
    Verein Technische Orthopädie
     
    Firma Häussler
    Oberer Eselsberg 45
    89081 Ulm
    Tel:0731/57001
    Öffnungsteiten: Mo-Fr: 7:30 - 16:30

     
    Herr Walter, Orthophädieschuhmacher
    Sprechzeiten: Donnerstags 09:30 - 15:00 Uhr
    oder nach Vereinbarung unter 07364/96060

Die konservative Behandlung bei jeglicher Art von Arthrosen, Dysplasien und Wirbelsäulenerkrankungen sowie die Nachbehandlung bei Sportverletzungen werden von unseren Therapeuten ebenfalls individuell und zielorientiert durchgeführt.

Folgende Behandlungstechniken werden bei uns angewendet:

  • Manuelle Therapie (Maitland/Kaltenborn)
  • PNF
  • Vojta
  • Bobath
  • Mc Kenzie
  • Brügger
  • FBL
  • Brunkow
  • Mulligan
  • Craniosacrale Therapie
  • Neurale Mobilisation

Zur Unterstützung der physiotherapeutischen Einzelbehandlung stehen folgende Zusatztherapien zur Verfügung:

  • Bewegungsschienen für alle großen Gelenke
  • Schlingentisch
  • Extensionsgerät
  • Fahrradergometer
  • Bewegungsbad
  • Galileo
  • Kälteanwendung
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