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Pressemitteilungen des RKU

Presse News

  • Helena Dyck ist Botschafterin der Pflege 2019 Open or Close

    Deutscher Pflegepreis für RKU-Krankenschwester

    Ulm, im März 2019. Helena Dyck, Krankenschwester im RKU, ist mit dem Deutschen Pflegepreis als "Botschafterin der Pflege 2019" ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Auszeichnung auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin.

    Die 22-Jährige arbeitet seit zweieinhalb Jahren als Gesundheits- und Krankenschwester im RKU und engagiert sich hier mit viel Herzblut und Eigeninitiative, indem sie unter anderem Schüler zum Schnuppertag ins RKU einlädt, um ihnen den Pflegeberuf vorzustellen. Erst jüngst waren Schülerinnen und Schüler aus Helena Dycks ehemaliger Realschule in Riedlingen zu Besuch im RKU.

    Ausschlaggebend war für die Jury unter der Leitung von Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, dass sich Helena Dyck trotz ihres jungen Alters innerhalb kurzer Zeit zur einer patienten- und teamorientierten Leistungsträgerin auf ihrer Station entwickelt hat. Mit der Ehrung soll die Arbeit von engagierten Pflegekräften besonders gewürdigt werden. Helena Dyck will in naher Zuknft ein berufsbegleitendes pflegewissenschaftliches Studium aufnehmen.

     

  • Rund 20 Millionen Menschen sind in Deutschland von Verschleißerscheinungen des Knies betroffen Open or Close

    Wenn das Knie zum Knackpunkt wird

    Ulm, im März 2019. Rund 20 Millionen Menschen sind in Deutschland von Verschleißerscheinungen des Knies betroffen. Auch Sportler wie der Basketball-Profi Per Günther, der sich jüngst im RKU in Ulm einer Arthroskopie des Knies unterzogen hat, weiß davon ein Lied zu singen. Eine gute und zeitnahe Reha ist nach einer Behandlung des Knies wichtig, damit der Patient wieder schnell auf die Beine kommt.

    Das Kniegelenk ist das größte Gelenk unseres Körpers. Wir bewegen es ständig, wenn wir gehen, stehen, hocken oder sitzen. Auf das Knie wird immer mehr Belastung ausgeübt. Denn die Deutschen werden einerseits immer schwerer, andererseits immer sportlicher. Rund 20 Millionen Menschen sind in Deutschland von Verschleißerscheinungen des Knies betroffen. Auch Sportler wie der Basketball-Profi Per Günther, der sich jüngst im RKU einer Arthroskopie des Knies unterzogen hat, weiß davon ein Lied zu singen.

    Prof. Dr. Heiko Reichel ist Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik am RKU und wurde bereits wiederholt in der Focus-Ärzteliste als Knie- und Hüftspezialist genannt. Er weiß, welche Schäden man sich am größten Gelenk des Körpers zuziehen kann, und wie diese am effektivsten zu beheben sind.

    „Bei einer Kniearthrose handelt es sich um einen altersbedingten Verschleiß des Gelenks, bei dem es zum Knorpelabrieb kommt“, erklärt Prof. Reichel. Die Abriebpartikel verursachen eine Entzündungsreaktion, die zu vermehrter Flüssigkeitsbildung führt. Zudem wirkt die Entzündung ab einem gewissen Grade selbst knorpelzerstörend, was zu noch mehr Knorpelzersetzung führt. Die Patienten klagen dann häufig über Schmerzen im Knie und haben Bewegungseinschränkungen.

    Nicht jeder Knieschmerz ist aber eine Arthrose. „Die Behandlung der Kniebeschwerden ist je nach Ursache, Größe, Ausdehnung und Lokalisation des Knorpelschadens unterschiedlich“, sagt Prof. Dr. Thomas Kappe, Leitender Oberarzt und Arthroskopie-Spezialist, der Per Günther am RKU operiert hat. Neben nicht-operativen Therapien, wie Krankengymnastik oder Injektionen, kann eine Gelenkspiegelung gemacht werden, eine so genannte Arthroskopie –  wie bei Per Günther. Dabei wird der Knorpelschaden geglättet, die Operation wird in Teil- oder Vollnarkose minimalinvasiv durchgeführt, ist weitgehend „unblutig“ und dauert keine Stunde.

    Außerdem kann auch durch das Setzen kleiner Knochenlöcher Knorpelersatzgewebe erzeugt werden (Mikrofrakturierung) oder bei nur umschriebenen Schäden Knorpel transplantiert werden. Letzteres wird häufig mit einer Korrektur der Beinachse (sog. Umstellungsosteotomie) kombiniert. Ist der Knorpelschaden zu ausgedehnt, kommen Teil- oder Totalendoprothesen zum Einsatz.

    Nach der Operation erfolgt keine Ruhigstellung des Knies. Vielmehr ist dann eine gute Reha wichtig, damit der Patient wieder schnell auf die Beine kommt. „Mit dem Beugen und Strecken soll sofort begonnen werden“, sagt Prof. Reichel, „Krankengymnastik mit Bewegungsübungen, Muskelkräftigung und Gangschulung sind besonders wichtig.“ Die Reha kann direkt nach der OP im RKU ambulant oder auch stationär durchgeführt werden.

  • Neuer Ausbildungsgang startet im April und Oktober Open or Close

    RKU bildet Pflegekräfte aus

    „Ich pflege jetzt“ heißt die Kampagne, mit der das RKU für die neue dreijährige Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung der Abteilung für Berufliche Bildung wirbt. Am 1. Oktober 2018 hat das erste Ausbildungsjahr mit 16 Schülerinnen und Schülern begonnen, im April 2019 startet der zweite Ausbildungsgang.

    Ein Video über die Ausbildung im RKU finden Sie hier.

    Weil sich immer weniger junge Menschen für den Pflegeberuf entscheiden, der Bedarf durch den demografischen Wandel aber steigt, ist es für viele Kliniken schwer, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Das RKU steuert diesem Trend mit der bereits 2015 gegründeten Berufsfachschule entgegen. Seitdem läuft die Pflegeschule im RKU erfolgreich und bietet die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger, die einjährige Ausbildung zur Altenpflegehilfe sowie die einjährige Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehilfe an.
    „Unser Ziel ist es, den Pflegenachwuchs in unseren Pflegeschulen selbst zu generieren und damit erst gar keinen Fachkräftemangel aufkommen zu lassen“, so Geschäftsführer Matthias Gruber.

    Erstmals im Oktober 2018 ist die dreijährige Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gestartet. Sie besteht aus einem theoretischen Teil in der RKU Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege sowie einem fachpraktischen Teil im RKU und den Kooperationskliniken. Im April 2019 beginnt der nächste Ausbildungskurs.

    Auf die Azubis kommen 2100 Unterrichtsstunden in Theorie und 2500 Stunden in der Praxis zu. Nach bestandener Prüfung gibt es die Urkunde über die staatliche Anerkennung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, sowie eine Teilnahmebescheinigung und ein Zeugnis. Mit der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege stehen den Nachwuchskräften neben der Übernahme im RKU später auch viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen, bei entsprechenden Voraussetzungen bis hin zum Studium.

  • Pflegemanagementaward 2018 Open or Close

    Helene Maucher ist Pflegemangerin des Jahres 2018

    RKU-Pflegedirektorin Helene Maucher erhielt vom Bundesverband für Pflegemanagement den Pflegemanagementaward und wurde damit zur Pflegemanagerin des Jahres 2018 ausgezeichnet.

    Foto: Britta Pedersen

    Jährlich verleiht der Bundesverband für Pflegemanagement in Zusammenarbeit mit Springer Pflege den Pflegemanagementaward. Gesucht werden Pflegemanager der Top-Ebene, die die pflegerische Gesamtverantwortung für eine Einrichtung innehaben, nachhaltig und innovativ handeln, ganzheitlich und ergebnisorientiert denken und einen Vorbildcharakter für andere Manager und Einrichtungen haben. Nach der überaus positiven Resonanz aus dem Vorjahr wurde der Award in 2018 im Rahmen des Kongress Pflege in Berlin zum zweiten Mal vergeben. Helene Maucher, die seit 2013 am RKU als Pflegedirektorin tätig ist, überzeugte mit ihrem enormen Engagement für innovative Konzepte und wurde von der Jury einstimmig zur besten Pflegemanagerin in Deutschland gewählt.

    „Ihre unerschöpfliche Innovationskraft, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihr Tatendrang kombiniert mit einem enormen Gespür für die zentralen Themen in der Pflege, macht Helene Maucher zur Vorzeige-Managerin für eine Pflege auf Augenhöhe“, so Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes. In schwierigen Zeiten für die Pflege wurde insbesondere ihr Einsatz für das Magnetkrankenhaus, der Aufbau von Bachelorstudiengängen und der Pflegeschule am RKU sowie ihr Einsatz für die Professionalisierung des Pflegeberufes, zum Beispiel durch die Ausrichtung der Ulmer Pflegekongresse, anerkannt.

    Das vor zwei Jahren am RKU initiierte Projekt „Magnet“ brachte die Klinik auf den Weg zum ersten Magnetkrankenhaus in Deutschland. Das aus den USA stammende Zertifizierungsprogramm steht für hervorragende Qualität in der Patientenversorgung sowie Pflege-Exzellenz und zertifiziert Einrichtungen, in denen Pflegende mit hoher Fachkompetenz und Weitblick sehr gute Patientenergebnisse erzielen, in der eigenen Pflegetätigkeit eine große Berufszufriedenheit zeigen sowie eine geringe Fluktuationsrate aufweisen und die Einrichtungen somit zu einem „Magneten“ für Mitarbeiter und Patienten machen. Dazu gehört auch eine fortschreitende Akademisierung der Pflege, die im RKU durch die Kooperation mit der Hochschule Neu-Ulm sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg gefördert wird. Anfang 2017 wurde hierfür in Neu-Ulm extra ein zusätzlicher berufsbegleitender Studiengang für Pflegefachkräfte eingeführt, der zu Teilen auch im RKU stattfindet. Davon profitieren auch die Berufsfachschulen für Pflege im RKU, deren Auszubildende somit sehr gute Aussichten auf eine beständige Weiterentwicklung haben.

    „Diese Auszeichnung ehrt mich sehr und bestätigt meine Motivation, einen Kulturwandel zu schaffen“, so Helene Maucher. „Wir brauchen eine Pflege auf Augenhöhe mit allen anderen Berufsgruppen, wenn wir den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen sein wollen."

    Das RKU-Team reist zur Preisverleihung am 19.01.2018 mit nach Berlin und steht hinter der Pflegedirektorin. Foto: RKU

     

  • Helmholtz-Institut Open or Close

    Ein Leuchtturm der Forschung

    Ulm wird einer von zehn Standorten des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Maßgeblich vorangetrieben hat das Prof. Dr. Albert Ludolph mit seinen jahrelangen Forschungsarbeiten um neurodegenerative Erkrankungen wie ALS.

    Ende Februar wurde Ulm offiziell zu einem weiteren, nun zehnten Sitz des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft erklärt. Dass die Einrichtung künftig Fördergelder des Bundes und Landes in Höhe von drei Millionen Euro bekommen, liegt vor allem an der hochqualitativen Forschungsarbeit von Prof. Dr. Albert Ludolph, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik am RKU.

    Prof. Ludolph und sein Team sind seit Jahren weltweit führend in der Erforschung seltener Nervenerkrankungen wie zum Beispiel der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Bei ALS gehen Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark zugrunde, die für die Steuerung der Muskeln zuständig sind. Forschungsschwerpunkte der Ulmer Wissenschaftler sind auch die Frontotemporale Demenz (FTD) und die Huntington-Krankheit. FTD führt durch das Absterben von Nervenzellen zu starken Persönlichkeitsveränderungen. Morbus Huntington äußert sich in Störungen der Bewegung, der Persönlichkeit und in Symptomen der Demenz.

    Mit den Fördergeldern der Helmholtz-Gemeinschaft kann die bisherige Grundlagenforschung ausgebaut und intensiviert werden. Schon jetzt verfügt der Standort über eine der größten Biomaterial-Banken, darüber hinaus hat sie ein epidemiologisches Register für ALS und FTD in Schwaben aufgebaut. Zugleich ist die Neurologische Universitätsklinik am RKU ein wichtiges Zentrum für die Betreuung von ALS-Patienten, Huntington und Patienten mit Frontotemporaler Demenz.

    Durch die Vernetzung von Grundlagenforschung, den Möglichkeiten des neuen Instituts und die Patientennähe profitieren Wissenschaftler und vor allem die betroffenen Erkrankten schneller von neuen Erkenntnissen.Bisherige Therapien können Symptome nur lindern, den Verlauf der Erkrankungen aber nicht nachhaltig beeinflussen.

    In den nächsten Jahren sollen bis zu 50 Mitarbeiter im DZNE arbeiten, zusätzlich zu den Wissenschaftlern, die schon jetzt in Ulm tätig sind. Für die entsprechenden Räumlichkeiten soll langfristig ein eigenes Forschungsgebäude für rund 20 Millionen Euro entstehen.

  • Chinesische Delegation an der Medizinischen Fakultät der Uni Ulm Open or Close

    Inwiefern unterscheiden sich Schlaganfall und MS in Deutschland und China?

    Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, deren Vorkommen und Ausprägung sich in Deutschland und China unterscheiden, stehen im Zentrum eines Arbeitstreffens deutscher und chinesischer Wissenschaftler an der Uni Ulm. Seit Sonntag sind 18 chinesische Forscher einer der größten und renommiertesten Hochschulen des Landes, der Universität Peking, zu Gast an der Medizinischen Fakultät. Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit ist ein virtuelles Institut beider Fakultäten.

    Während die Multiple Sklerose in Deutschland vergleichsweise oft vorkommt, ist diese Erkrankung in China recht selten. Dafür wird im Reich der Mitte häufiger die verwandte, schwerer verlaufende Neuromyelitis optica diagnostiziert. Große Unterschiede gibt es auch bei Schlaganfällen: "In Deutschland sind weniger als 10 Prozent aller Schlaganfälle Hirnblutungen, während die Zahl in China bei etwa 50 Prozent liegt. Die Ursache dieser Unterschiede könnte einerseits in einer anderen Behandlung des Bluthochdrucks in China liegen, aber auch genetische Faktoren spielen wahrscheinlich eine Rolle“, erklärt Professor Albert Ludolph. Der Ärztliche Direktor der Universitätsklinik für Neurologie am RKU ist gemeinsam mit dem Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Thomas Wirth, und Studiendekan Professor Tobias Böckers Gastgeber der chinesischen Delegation um Professor Zhan. Im Fokus des gemeinsamen Forschungsinteresses stehen zudem Erkrankungen aus dem Autismusspektrum, Parkinson, die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und Demenzerkrankungen – denn auch hier gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern.

    Ziel des gemeinsamen virtuellen Instituts ist es, diese Differenzen zu erklären und Faktoren zu bestimmen, die zu einer besseren Prävention und Therapie führen. Darüber hinaus soll bei dem viertägigen Arbeitstreffen die Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit der Universitäten in den Bereichen Psychiatrie und Onkologie diskutiert werden.

    PROGRAM BEIJING - ULM JOINT CENTER MEETING

    An der Universität Ulm wurde die chinesische Delegation von Prof. Tobias Böckers, Studiendekan/Leiter des Instituts für Anatomie und Zellbiologie, Prof. Thomas Wirth, Dekan der Medizinischen Fakultät und Leiter des Instituts für Physiologische Chemie (1., 2. v.l.), sowie von Prof. Albert Ludolph, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Neuologie (RKU)/Prodekan für Forschung, und vom Universitätspräsidenten Prof. Michael Weber (4., 5 v.l.) begrüßt.

    Foto: David Ewert/Universitätsklinikun Ulm

     

     

     
  • DKOU 2016 - Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie Open or Close

    "Zurück in die Zukunft"

    Die Orthopädische Klinik der RKU - Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm blickt voller Vorfreude auf den DKOU 2016 - den Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, der vom 25. - 28. Oktober 2016 in Berlin stattfindet und mit mehr als 12.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland den europaweit größten Kongress dieser Fachrichtung darstellt.

    Das Motto „Zurück in die Zukunft“ mag auf den ersten Blick überraschen. „Orthopädie und Unfallchirurgie werden zunehmend von Innovation und Hightech geprägt“, sagt Prof. Dr. Heiko Reichel, Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik am RKU und seit Januar 2016 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). „Dennoch dürfen wir altbewährte Methoden nicht aufgeben und müssen auch diese weiterentwickeln.“ Computergestützte Planungs- und Operationsverfahren haben bereits einen festen Stellenwert in der Orthopädie und Unfallchirurgie erlangt und technikunterstützte, minimal-invasive Verfahren werden fortwährend weiterentwickelt. Der berufliche Alltag der Mediziner ist von dem ständigen Spannungsbogen aus Tradition und Moderne, Rückbesinnung und Vorausschau geprägt. Das tägliche Handeln wird durch Abwägen zwischen Erfahrungen und neuen technischen Entwicklungen bestimmt. Stolz macht Prof. Reichel, dass die Qualität und Effektivität der muskuloskelettalen Versorgung in Deutschland in den vergangenen Jahren nachhaltig erhöht werden konnte und dass seine Wahl zum Präsidenten auch eine Würdigung der hervorragenden orthopädischen Arbeit am RKU darstellt.

    Dr. Manfred Neubert (BVOU), Prof. Dr. Heiko Reichel (DGOU, DGOOC) und Prof. Dr. Florian Gebhard (DGU) beim Antritt der Präsidentenämter (v.l.).

     

     
  • Ärzte des RKU erneut auf FOCUS-Ärzteliste Open or Close

    Gleich vier RKU-Ärzte unter den Top-Medizinern

    Ulm, 30. Juni 2016. Die renommierte FOCUS-Ärzteliste hat mit Prof. Dr. Heiko Reichel, Prof. Dr. Christine von Arnim, Prof. Dr. Jan Kassubek sowie Prof. Dr. Hayrettin Tumani vier Ärzte des RKU aus den Fachbereichen Orthopädie und Neurologie unter die besten Mediziner Deutschlands gewählt. In der FOCUS-Ärzteliste 2016 (Ausgabe Juli/August 2016) hat das Nachrichtenmagazin erneut die Namen von Top-Spezialisten aus ganz Deutschland veröffentlicht. Berücksichtigt wurde neben der Qualität in der Diagnostik und Therapie vor allem die Expertise bei komplexen Erkrankungsbildern. Die FOCUS-Ärzteliste gilt als wichtiger Wegweiser für Patienten.

    Im Fachbereich Orthopädie wurde Prof. Dr. Heiko Reichel, Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik am RKU, zum wiederholten Mal als Top-Spezialist für Hüft- als auch für Kniechirurgie genannt. Die Orthopädische Universitätsklinik ist als EndoprothetikZentrum der Maximalversorgung sowie nach DIN EN ISO zertifiziert und erfüllt damit höchste Qualitätsstandards.

    Im Fachbereich Neurologie sind gleich drei Ärzte unter den Top-Medizinern: Prof. Dr. Christine von Arnim, Chefärztin der Neurogeriatrie und  Neurologischen Rehabilitation am RKU, ist als Top-Alzheimer-Spezialistin ausgewiesen. Prof. Dr. Jan Kassubek, Leitender Oberarzt an der Neurologischen Universitätsklinik am RKU, wurde als Top-Spezialist für die Parkinson-Krankheit gelistet. Prof. Dr. Hayrettin Tumani ist im Focus-Ranking als Spezialist für Multiple Sklerose genannt. Prof. Tumani betreut, nachdem er Ende 2015 als Chefarzt in die Fachklinik für Neurologie in Dietenbronn gewechselt ist, nach wie vor das Liquorlabor an der Neurologischen Universitätsklinik am RKU.

    Die Neurologische Universitätsklinik am RKU ist als zertifizierte Stroke Unit auch nach dem Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO zertifiziert.

    Die FOCUS-Ärzteliste 2016 weist 58 medizinische Spezialisierungen aus 14 Fachgebieten auf. Für die Aufnahme in die FOCUS-Ärzteliste 2016 mussten die betreffenden Mediziner häufig von Fachkollegen empfohlen werden. Weitere Daten wurden in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Fachgesellschaften, Patientenverbänden, regionalen Selbsthilfegruppen und Fachkongressen durch entsprechende Befragungen erhoben. Auch Patientenäußerungen zu Ärzten und Kliniken in Internet-Foren und die Anzahl fachwissenschaftlicher Publikationen trugen zur Bewertung bei.

  • Ärztlicher Direktor Präsident der DGOU Open or Close

    Professor Reichel an der Spitze der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie

    Professor Dr. Heiko Reichel ist 2016 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU). Der Ärztliche Direktor der Orthopädischen Universitäts­klinik am RKU übernimmt zudem die Präsidentschaft bei der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC).

    Stellvertretender DGOU-Präsident ist Professor Dr. Florian Gebhard, Ärztlicher Direktor am Zentrum für Chirurgie der Klinik für Unfallchirurgie, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des Universitätsklinikums Ulm.

    Die DGOU-Mitgliederversammlung wählte Reichel und Gebhard im Oktober 2015 für die Amtszeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 an die Spitze der Fachgesellschaft.

    Mit ihrer Präsidentschaft werden Reichel und Gebhard auch die Kongresspräsidenten des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU). Dieser findet vom 25. bis 28. Oktober 2016 unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ in Berlin statt. Schwerpunktthemen sind u. a. Gelenkerhalt und Gelenkersatz, konservative Frakturbehandlung, chronischer Rückenschmerz, Sportorthopädie und Sporttraumatologie sowie Patientensicherheit und Komplikationsmanagement.

     
  • Tag der Pflege am 12. Mai 2016 Open or Close

    Tag der Pflege - Danke an die Pflege!

    Ulm, 12. Mai 2016. Die Pflege ist die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen. Auch im RKU sorgen fast 300 Pflegekräfte rund ums Jahr dafür, dass Patienten gut betreut und versorgt werden. Der Tag der Pflege am 12. Mai erinnert daran, wie wichtig diese Berufsgruppe ist.

    Vielen Dank für Ihren täglichen Einsatz!!!

    Am Tag der Pflege, dem 12. Mai, wurde 1820 die Britin Florence Nightingale geboren. Sie gilt als Begründerin der systematischen Krankenpflege. Nightingale informierte sich in Kliniken diverser Länder und erstellte aus ihren Beobachtungen eine Ausbildung für das englische Gesundheitswesen.


     

     

Presse Archiv

  • Hightech mit dem Exoskelett Open or Close

    Wieder auf den Beinen

    Aufrecht stehen und gehen im Exoskelett – Querschnittgelähmten im RKU bietet der futuristisch anmutende Roboter neue Therapiemöglichkeiten.

    Ulm, 17. Juni 2014. Jens Fröhlich geht den Klinikflur im RKU entlang. Zugegeben, noch etwas staksig. Mit den Händen hält sich der 35-Jährige an einem Gehbock fest. Sein Körper ist in ein Exoskelett eingespannt. Es ermöglicht dem querschnittgelähmten jungen Mann mit Hilfe der Physiotherapeuten, aufrecht zu stehen – und zu gehen. Das RKU bietet seit Mai Therapien mit dem Gerät des amerikanischen Herstellers Ekso Bionics an, neben fünf weiteren Kliniken in Deutschland.

    Das Exoskelett kann bei unterschiedlichen Ausprägungen von Querschnittlähmungen (Paraplegie) verwendet werden. Für die Therapie werden zunächst die gepolsterten Schienen des Exoskeletts mit Klettverschlüssen an Becken und Beinen des Patienten befestigt. Diese Schienen sind über Gelenke miteinander verbunden und übernehmen die Stützfunktion der Muskeln. Am Oberkörper werden ein Bauchgurt und Schultergurte befestigt und geben zusätzlich Stabilität. Der Physiotherapeut steht unterstützend hinter dem Patienten und startet über eine Tastatur das Trainingsprogramm.

    Vier kleine Motoren an der Hüfte und den Knien helfen Jens Fröhlich, aus der Sitzposition in den Stand zu gelangen. Sobald der Kreislauf stabil ist, kann mit dem Gehen begonnen werden. „Rechter Fuß los in drei, zwei, eins Sekunden“, gibt die begleitende Physiotherapeutin die Anweisung. Mittels Gewichtsverlagerung steuert Jens Fröhlich seine ersten Schritte. „Es ist komisch, wieder zu stehen“, findet der Forstwirt, der seit einem Unfall im Februar querschnittgelähmt ist. Das Exoskelett unterstützt ihn mal stärker, mal schwächer, je nachdem, wie viel Hilfe er braucht. Fast jeden Tag bis zu einer Stunde „trainiert“ Jens Fröhlich im Exoskelett.

    „Entscheidend für den Trainingserfolg ist, dass der Patient selbst durch Gewichtsverlagerungen das Exoskelett bewegt, nicht das Gerät den Menschen“, sagt Dr. Yorck-Bernhard Kalke, Leiter des Querschnittgelähmtenzentrums des RKU Ulm, der das Projekt initiiert hat und weiterhin betreut. Was das Modell Exoskelett GT von anderen Geräten auf dem Markt unterscheidet, ist die „Variable Assist Software“, die für jeden Schritt des Patienten die nötige Motorenunterstützung berechnet. „Dadurch reagiert das Gerät sofort auf eine Änderung der Impulse durch den Patienten und ist besonders geeignet für die Arbeit in unserem Zentrum“, sagt Dr. Kalke.

    Exoskelette wurden ursprünglich für die militärische Nutzung entwickelt. Soldaten sollten damit ihre Mobilität steigern und schwerere Lasten tragen können. Ob die Therapie mit dem Exoskelett weitere positive Aspekte bringt, etwa die Balance verbessert, die Spastik oder Nervenschmerzen reduziert, werden Verlaufsbeobachtungen zeigen. „Durch den aufrechten Gang im Raum werden auf einmal wieder ganz andere Körperpartien belastet und gestärkt“, erklärt Dr. Kalke. Nicht zu unterschätzen ist auch der psychologische Effekt für die Patienten. „Für einen Rollstuhlfahrer, der jahrelang nur die Perspektive eines Sitzenden erlebt hat, ist es sehr motivierend, seine Umgebung wieder aus der Sicht eines Stehenden zu betrachten.“

    Damit sind die Möglichkeiten des Exoskeletts noch nicht ausgeschöpft. „Wir stehen mit dieser Therapieform noch ganz am Anfang und haben auch das Ziel, die Einsatzmöglichkeiten des Exoskeletts noch besser zu erforschen“, sagt er. Aus diesem Grund beteiligt sich das RKU ab August an der ersten Paneuropäischen Studie zu diesem Thema, bei der neun Top-Zentren für Querschnitt in ganz Europa beteiligt sind.

    Einem Millionenpublikum ist das Exoskelett übrigens bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien begegnet: Beim Eröffnungsspiel in Sao Paulo am 12. Juni ist ein von der Hüfte abwärts gelähmter Teenager in einem Exoskelett aufs Spielfeld gelaufen und hat den ersten Ball des Turniers getreten.

  • Pflege im Wandel Open or Close

    Pflege im Wandel – ein Blick nach Amerika

    Pflegedienstleiterin Helene Maucher stellte neue Konzepte aus den USA vor

    Über hundert Pflegemitarbeiter und Geschäftsführer verschiedener Kliniken folgten einer Einladung ins RKU. Pflegedienstleiterin Helene Maucher berichtete zusammen mit anderen Vortragenden über neue Konzepte aus den USA, die sie im Rahmen eines 4-wöchigen USA-Hospitationsaufenthaltes kennenlernen konnte.

    Medizinischer Fortschritt, demographischer Wandel und der sich abzeichnende Fachkräftemangel stellen die Pflege in jedem Krankenhaus vor neue Herausforderungen. Die Anforderungen an die Pflegekräfte wachsen, mehr Aufgaben und größere Verantwortung ruhen auf den Schultern dieses wichtigen Bereiches. Hier nutzt ein Blick über den Tellerrand, zu dem Helene Maucher, Pflegedirektorin am RKU Ulm, und Renate Schlichthärle, Stationsleiterin in den Sana Kliniken Landkreis Biberach, im Januar und März 2014 für vier Wochen in den USA Gelegenheit hatten. Über eine Stiftung absolvierten sie eine Hospitation in einem „Magnetkrankenhaus“. Ihre Eindrücke und Erfahrungen im Shands Jacksonville Hospital der Universität Florida gaben die beiden an die über 100 Pflegemitarbeiter und Geschäftsführer verschiedener Kliniken weiter.

    Das Konzept der „Magnetkrankenhäuser“, dass den Kollegen in Ulm vorgestellt wurde, feiert in den USA große Erfolge. „Im Mittelpunkt“, so Helene Maucher, „steht die Idee, dass Pflegende mit hoher Fachkompetenz auch exzellente Ergebnisse bei der Betreuung von Patienten erzielen“. Durch angepasste Organisationsstruktur und durchlässige Kommunikation zwischen den Berufsgruppen werden Schwerpunkte auf klar definierte Aufgabenbereiche einerseits und größere Handlungsspielräume andererseits gesetzt. Hinzu kommen ständige Fort- und Weiterbildungen. Kurz gesagt: Indem die amerikanischen Krankenhäuser den Wandel des Berufsbildes in der Pflege aktiv gefördert und vorangetrieben haben, haben sie dessen Attraktivität und Relevanz langfristig erhöht. „Damit wurde einem akuten Personalmangel entgegengewirkt, und die pflegerische Betreuung der Patienten spürbar erhöht.“

    Pflegedirektorin Maucher sah in ihrem Vortrag auch das RKU auf einem guten Weg: „Die Vielzahl von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Pflegekräfte am RKU zeigt, dass das Haus als universitäre Einrichtung auch in der Pflege höchste Ansprüche erfüllt.“ Es komme der Pflege gerade im RKU eine besondere Bedeutung zu, wo in Neurologie, Orthopädie und bei Querschnittsgelähmten Patienten längere Zeit im Krankenhaus sind, und eine schwerwiegende Krankengeschichte mitbringen.

    „Unser Ziel muss sein, Pflegekompetenzen stärker einzubringen, Organisationsstrukturen anzupassen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter zu institutionalisieren“. Schließlich, so Maucher, nehme die Pflege gerade im Dreiklang des RKU – bestehend aus den Berufsgruppen Medizin, Pflege und Therapie – eine tragende Rolle ein. Ebenso verknüpfe das RKU bereits in vorbildlicher Weise Akutmedizin und alle Stufen der Rehabilitation. Gute Betreuung endet allerdings nicht an der Kliniktür, weiß Susanne Lusiardi (Fresenius). Sie informierte, wie innovatives Entlassmanagement den hoffentlich erfolgreichen Klinikaufenthalt mit einer gelungenen Nachsorge verbinden kann.

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