Zentralbereich Therapie

Inhalt Zentralbereich Therapie

Zentralbereich Therapie

Unser Team besteht aus Physiotherapeuten, die sich auf die Behandlung von Patienten mit orthopädischen Krankheitsbildern spezialisiert haben. Hauptziel der Physiotherapie ist eine Optimierung der Beweglichkeit bei gleichzeitiger koordinativer und propriozeptiver Stabilität, die Kräftigung abgeschwächter Muskulatur und das Detonisieren von verspannten Strukturen. Die Therapieerfolge werden durch ein individuell erstelltes Heimübungsprogramm sinnvoll ergänzt. Die Physiotherapeuten der Orthopädie behandeln alle orthopädischen Krankheitsbilder.

Kontakt

Claudia Geiges
Tel.: (0731) 177 5520
E-Mail: claudia.geiges@rku.de 

Therapieformen

Unsere Behandlungsschwerpunkte umfassen die Nachbehandlung von Patienten nach folgenden Operationen, es werden auch alle anderen orthopädischen Krankheitsbilder betreut:

  • Achsfehlstellung des Beines
  • Arthrose und Gelenkersatz
  • Femoroazetabuläres Impingement
  • Fußchirurgie
  • Gelenkerhaltende Chirurgie am Hüftgelenk
  • Gelenkerhaltende Chirurgie am Kniegelenk
  • Hüft- und Kniegelenksendoprothetik
  • Hüftdysplasie
  • Hüftgelenksarthrose
  • Kinderorthopädie
  • Kniegelenksarthrose
  • Kniescheibenluxation und -instabilität
  • Knorpelschaden
  • Kreuzbandriss und andere Bandverletzungen des
  • Kniegelenkes
  • Meniskusriss
  • Multimodale Schmerztherapie
  • Querschnittlähmung
  • Schulterchirurgie
  • Technische Orthopädie
  • Tumororthopädie


Die konservative Behandlung bei jeglicher Art von Arthrosen, Dysplasien und Wirbelsäulenerkrankungen sowie die Nachbehandlung bei Sportverletzungen werden von unseren Therapeuten ebenfalls individuell und zielorientiert durchgeführt.

Folgende Behandlungstechniken werden bei uns angewendet:

  • Manuelle Therapie (Maitland/Kaltenborn)
  • PNF
  • Vojta
  • Bobath
  • Mc Kenzie
  • Brügger
  • FBL
  • Brunkow
  • Mulligan
  • Craniosacrale Therapie
  • Neurale Mobilisation


Zur Unterstützung der physiotherapeutischen Einzelbehandlung stehen folgende Zusatztherapien zur Verfügung:

  • Bewegungsschienen für alle großen Gelenke
  • Schlingentisch
  • Extensionsgerät
  • Fahrradergometer
  • Bewegungsbad
  • Galileo
  • Kälteanwendung

Unser Team besteht aus Physiotherapeuten, die sich auf die Behandlung von querschnittgelähmten Patienten spezialisiert haben. Hauptziel der Physiotherapie ist es, die Fähigkeiten des Patienten zu schulen, seine Ressourcen möglichst effektiv zu nutzen sowie seine Funktionen zu verbessern. Er soll in der Lage sein, ein selbständiges, aktives Leben zu führen.

Unser Behandlungsspektrum reicht von inkompletten Querschnittlähmungen mit eingeschränkter Gehfähigkeit bis hin zu kompletten, hochgelähmten Patienten mit Dauerbeatmung.

Die konservative Behandlung von Querschnittlähmungen, die querschnittspezifische postoperative Behandlung, der fachgerechte Umgang mit Komplikationen sowie das Erstellen eines Plans zum Eigentraining werden von unseren Therapeuten, in Absprache mit dem Patienten, individuell und zielorientiert durchgeführt.

Um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen, arbeiten alle Beteiligten, die mit der Versorgung des Patienten beschäftigt sind, eng zusammen. Ärzte, Pflegepersonal, Ergotherapeuten, Logopäden, Sporttherapeuten, Sozialdienst und Physiotherapie bündeln dafür ihre Kräfte und ihr Wissen.

Diese umfassende Betreuung erfordert eine gute Teamarbeit und stetige interne Kommunikation. Jeder muss über die verschiedenen Zielsetzungen und den aktuellen Stand der Therapie informiert sein. Dazu gibt es bewährte Kommunikationsinstrumente wie Teamgespräche, Visiten und Übergaben.

Auch die Schulung Angehöriger und die Hilfsmittelerprobung und Hilfsmittelversorgung gehört dazu.

Kontakt

Leitung: Dominik Mayer
Tel.: (0731) 177 5530
E-Mail: physiotherapie.querschnitt@rku.de

In unserem großen und gut ausgestatteten Therapieraum betreut Sie ein qualifiziertes, erfahrenes und motiviertes Team von Physiotherapeuten. Zusätzlich stehen eine Sporthalle, ein Rollstuhlparcours und ein hervorragend ausgestatteter Fitnessraum zu Verfügung.

Folgende Behandlungstechniken werden bei uns angewendet:

  • Bobath
  • PNF
  • Manuelle Therapie
  • Myofasciale Techniken
  • Neurale Mobilisation
  • Beckenbodengymnastik
  • Kinesiotaping
  • Fußreflexzonentherapie
  • FBL


Zur Unterstützung der physiotherapeutischen Einzelbehandlung stehen folgende Zusatztherapien zur Verfügung:

  • Exo-Skelett (siehe Video)
  • MTT
  • Fahrradergometer
  • Schlingentisch
  • Bewegungsbad nach McMillan
  • Stehgeräte
  • Woodway-Laufband
  • Hippotherapie
  • Elektrotherapie
  • Elektrostimulation des Beckenbodens
  • Videodokumentation

Sporttherapie

Das sportliche Angebot umfasst:

  • Ausdauer- und Krafttraining
  • Basketball
  • Bogenschießen
  • Handbike
  • Rollstuhlfahrtechniken
  • Schwimmen
  • Tennis und Tischtennis
  • Videoanalyse und Videodokumentation
  • Zusammenarbeit mit der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP)
  • Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS)

Unser Team besteht aus Physiotherapeuten, die sich auf die Behandlung von Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern spezialisiert haben.

Kontakt
Leitung: Hanne Derner
Tel.: (0731) 177 5535
Fax: (0731) 177 1058
E-Mail: physiotherapie.neurologie@rku.de

Therapieformen

Das Ziel unserer Therapie ist es, dem Patienten möglichst funktionelle und alltagsrelevante Übungen, Bewegungen und Bewegungsmuster nahe zu bringen um seinen Alltag bestmöglich, zielorientiert und selbständig z.B. nach einem Schlaganfall, wieder aufnehmen zu können.

In allen Phasen, ob auf Akutstation oder im Rehabilitationsbereich, arbeiten wir interdisziplinär mit Ärzten, Pflegepersonal, Neuropsychologen, Ergotherapeuten, Logopäden, Sporttherapeuten sowie dem Klinischen Sozialdienst zusammen, so dass der Patient das bestmögliche Behandlungsergebnis erreichen kann.

Bereiche der Physiotherapie in der Neurologie

  • Akutneurologie mit Stroke Unit
  • Akut-Neurogeriatrie
  • Rehabilitation Phase B
  • Rehabilitation Phase C und Phase D (AHB)
  • Ganztägig ambulante neurologische Rehabilitation
  • Leistungen auf Rezeptbasis

Therapiekonzepte der Physiotherapie in der Neurologie

  • Bobath – KG am Gerät
  • Manuelle Therapie – Laufbandtherapie
  • PNF – Kinesiotaping
  • EMG-getriggerte funktionelle Elektrostimulation
  • FBL – Gruppentherapie
  • Neurodynamik
  • Bewegungsbad Gruppentherapie
  • Stemmführung nach Brunkow – Therapeutisches Klettern
  • FOTT
  • Affolter
  • Bewegungsbad
  • KG am Gerät
  • Laufbandtherapie
  • Kinesiotaping
  • Gruppentherapie
  • Bewegungsbad Gruppentherapie
  • Therapeutisches Klettern

Sporttherapie versteht sich als bewegungstherapeutische Maßnahme mit dem Ziel, beeinträchtigte körperliche, psychische und soziale Funktionen wiederherzustellen und Sekundärschäden vorzubeugen. Die Abteilung für Sporttherapie des RKU bedient sich dabei aktivierender und gruppendynamischer Strategien auf trainingswissenschaftlicher und medizinischer Basis.

Ein wichtiges Element der Sporttherapie ist das selbstständige und eigenverantwortliche Handeln. Dieses soll die Patienten auf einen künftigen, möglichst lebenslangen aktiven Lebensstil vorbereiten.

Wir betreuen unsere konservativ und operativ versorgten Patienten während ihrer Rehabilitationsmaßnahme im stationären und ganztägig-ambulanten Setting.

Über die Dauer einer Rehabilitationsmaßnahme hinaus bieten wir auch die Möglichkeit, die Nachsorgeprogramme der Rentenversicherungsträger (IRENA) (Infoflyer IRENA) bei uns durchzuführen. Die Behandlung auf Rezeptbasis (Krankengymnastik am Gerät) ist selbstverständlich ebenfalls möglich.

Kontakt
Ralf Schuck, Sportwissenschaftler M.A.
Tel.: (0731) 177 5547
Fax: (0731) 177 1058
E-Mail: sporttherapie@rku.de

Medizinische Trainingstherapie

Bei einer ausführlichen Eingangsdiagnostik werden Einschränkungen der körperlichen Funktionen im Bereich der Kraft, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer aufgedeckt und anhand dieser angepasste, individuelle Trainingspläne erstellt. Für die Diagnostik stehen der Sporttherapie modernste Messsysteme für Kraft-, Beweglichkeits- und Ausdauermessungen zur Verfügung.

In der Medizinischen Trainingstherapie finden verschiedene sporttherapeutische Maßnahmen ihre Anwendung, wie das Gerätetraining, Biofeedback-Training, spezifisches Koordinations-, Mobilisations- und Ausdauertraining, Gangtraining und das therapeutische Klettern.

Trainingsgruppen

In den Trainingsgruppen erlernen unsere Patienten eine Vielzahl spezifischer Übungen. Die Gruppenangebote reichen von Aquatraining, Walking/Nordic Walking, Rückenschule, Entspannung, Funktionsgymnastik bis hin zu Gruppen für Hüft- und Kniepatienten – alle mit dem Sekundärziel eines positiven Erfahrens und Erlebens von Bewegung und Sport in der Gruppe.

Weitere Angebote

Darüber hinaus kommen auch Aqua-Training, Training an der Kletterwand, Koordinations- und Mobilisationstraining und viele weitere sporttherapeutischen Maßnahmen zur Anwendung – immer gestützt auf genaueste Eingangsdiagnostik und ständige Kontrolle von Abläufen und Ergebnissen der Therapie. Für die Eingangsdiagnostik sowie die Erfolgs- und Belastungskontrolle der therapeutischen Maßnahmen stehen der Sporttherapie des RKU modernste Mess-Systeme für EMG-Messungen, isokinetische Tests, Bestimmung der Herz-Kreislauf-Parameter und viele andere Messungen zur Verfügung.

Die Abteilung Physikalische Therapie behandelt operierte Patienten zur Entstauung der postoperativen Ödeme oder Patienten mit Lymphödemen mittels der Manuellen Lymphdrainage. Desweiteren werden – vorzugsweise bei Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen sowie bei anderen Schmerzsyndromen – Therapieformen eingesetzt, die der Schmerzlinderung, der Stoffwechselverbesserung und der Durchblutungsförderung dienen.

Massage

Zum Angebot der Abteilung Physikalische Therapie zählen verschiedenste Formen der Massage:

  • Klassische Massage
  • Bindegewebsmassage
  • Unterwasserdruckstrahlmassage
  • Fußreflexzonenmassage
  • Akupunktmassage nach Penzel


Die Akupunktmassage nach Penzel (APM)
wirkt als Meridianbehandlung und mit ihrer Punktbehandlung nach den Regeln der Energielehre auf den Energiefluss im gesamten Körper. Sie wird bei allen Erkrankungen aus der Indikationsliste für Akupunktur der WHO angewandt.

Manuelle Lymphdrainage

Zur Entstauung operierter Gelenke (Schmerzlinderung, Wundheilung, Beweglichkeit) wird die Manuelle Lymphdrainage – wenn angezeigt – in Verbindung mit der Komplexen Entstauungstherapie (KPE) verabreicht. Außerdem werden Patienten mit Lymphödemen mit der KPE behandelt.   

Elektrotherapie

Die stimulierende Wirkung elektrischen Stroms lockert die Muskulatur, regt die Durchblutung an und lindert Schmerzen. Die Physikalische Therapie des RKU bedient sich sämtlicher Stromformen aus der Elektrotherapie:

  • Niederfrequente Ströme ( diadynamische Ströme, Ultrareizströme, Hochvoltströme)
  • Mittelfrequente Ströme (Interferenzstrom)
  • Ultraschall
  • Ultraschall kombiniert mit anderen Stromformen
  • Stangerbad (2-/4-Zellenbad) 


Ebenfalls zur Anwendung kommen bei Bedarf Wärmepackungen (Fangopackungen)/Heiße Rolle und verschiedene Eisanwendungen.

Ein Weg zu mehr Selbständigkeit

„Ergotherapie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Es soll ihnen ermöglicht werden, für sie bedeutungsvolle Tätigkeiten in den Bereichen Selbstverantwortung, Arbeit/Produktivität und Freizeit in ihrer Umwelt durchführen zu können, das heißt handlungsfähig im Alltag zu sein.“… „Das Erreichen größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Alltags- und/oder Berufsleben ist das Ziel.“ (DVE)

 

Kontakt
Tel.: (0731) 177 1561
Fax: (0731) 177 1599
E-Mail: ergotherapie@rku.de

Bereiche der ERGOTHERAPIE:

  • Zentrum für Integrierte Rehabilitation
  • Orthopädische Klinik mit Querschnittgelähmtenzentrum
  • Klinik für Neurologie mit Stroke Unit
  • Ambulante Therapie


Therapiekonzepte in der ERGOTHERAPIE:

  • Normale Bewegung
  • Bobath
  • Affolter
  • PNF
  • Kognitives Training nach Stengel
  • Kognitiv-therapeutische Übungen nach Perfetti
  • Handtherapie
  • FOTT nach Kai Coombes
  • Manuelle Therapie
  • Neurodynamik
  • Spiegeltherapie
  • Kinästhetik
  • Johnstone Splint
  • Basale Stimulation
  • CIMT (Forced Use)
  • Triggerpunkt
  • Neurotraining nach V. Schweizer
  • Computergestützte Kognitive Therapie nach Cogpack, RehaCom u.a.
  • uvm.

Therapieformen der Ergotherapie

  • Motorisch-Funktionelle Therapie (ganzheitliche Bewegungsanbahnung & Kräftigung)
  • Kognitive Therapie / Hirnleistungstraining (z.B. Gedächtnis, Konzentration etc.)
  • Neuropsychologische Diagnostik / Therapie neuropsychologischer Störungen (z.B. Neglect, Hemianopsie etc.)
  • Visuelles Explorationstraining zur Erweiterung von Sehfeldeinschränkungen
  • ADL-Training (Training von Alltagsfähigkeiten wie z.B. Waschen, Anziehen, Essen)
  • Handwerk und kreativ-gestalterische Medien
  • Transfertraining (z.B. Umsetzen Bett-Rollstuhl oder Rollstuhl-Auto)
  • Hilfsmittelberatung, -erprobung, -versorgung
  • Rollstuhlversorgung inklusive Einführung, Fahrtraining und Anpassung
  • Ermitteln einer adäquaten Sitzposition, Sitzdruckmessung, Sitzkissenversorgung
  • Herstellen von Adaptionen und Schienen
  • Beratung zum handicapgerechten Umbau von Wohnung und Kraftfahrzeugen
  • Angehörigenberatung hinsichtlich Wohnperspektive und Hilfsmittelversorgung
  • Stumpfabhärtung und Pflege, Vermitteln der speziellen Stumpfwickeltechnik
  • Prothesentraining (Umgang, Pflege)
  • Gelenkschutz
  • Ergonomie am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzgestaltung, Sitzberatung und Erprobung
  • Rückenschule mit Alltagsbezug (Bewegungsverhalten Kfz, Sanitärbereich, Alltag)

Eingebunden in das interdisziplinäre Team des Zentralbereichs Therapie werden in der Abteilung Logopädie Patienten behandelt, die in Folge akuter oder chronischer neurologischer Erkrankungen an Beeinträchtigungen der Sprache (Aphasie), des Sprechens (Dysarthrie, Sprechapraxie), der Stimme (Dysphonie) und des Schluckens (Dysphagie) leiden.

Ziel der logopädischen Therapie
Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und der Fähigkeit zur gefahrlosen Nahrungsaufnahme im Rahmen des individuellen Rehabilitationspotentials.

Leitung:
Falk Schradt,
Logopäde MSc (Neurorehabilitation), FEES Zertifikat DGN/DSG , FEES Ausbilder DGN/DSG
Tel. (0731) 177 1582
Fax: (0731) 177 1589
E-Mail: falk.schradt@rku.de

Mitarbeiter Team Logopädie:

Margit Friedrich, Logopädin, FEES Zertifikat DGN/DSG, FEES Ausbilder DGN/DSG
Beate Lindner-Pfleghar MSc, Logopädin, FEES Zertifikat DGN/DSG,/DGG, FEES Ausbilder DGN/DSG/DGG
Bruni Meyer-Täuber, Logopädin, LSVTR Therapeutin, FEES Zertifikat DGN/DSG/DGG
Falk Schradt, Logopäde MSc (Neurorehabilitation), FEES Zertifikat DGN/DSG , FEES Ausbilder DGN/DSG
Ulrike Schroeder M.A., akademische Sprachheilpädagogin
Jessica Fluck, Logopädin

Therapieformen

Das Spektrum unserer Diagnostik- und Behandlungsmethoden orientiert sich sowohl an bewährten Behandlungsverfahren als auch an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Therapie findet in der Regel als Einzeltherapie, nach Möglichkeit auch in speziell nach Krankheitsbildern und Zielsetzungen zusammengestellten Gruppen statt (Aphasiegruppen, Kommunikationsgruppen, Dysphagiegruppe). Wir behandeln in allen Bereichen nach den Kriterien der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) mit dem Ziel der größtmöglichen Teilhabe am häuslichen und beruflichen Alltag.

  • Modellorientierte neurolinguistische Aphasietherapie
  • Alltagsbezogene Sprach- und Sprechtherapie
  • Computergestützte Sprachtherapie
  • Dysarthrietherapie
  • Funktionelle Dysphagietherapie
  • Orofaziale Regulationstherapie (ORT)
  • Fazio-orale Trakt Therapie (F.O.T.T.)
  • Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)
  • Lee Silverman Voice Treatment (LSVT)
  • Unterstützte Kommunikation, Versorgung mit Kommunikationsgeräten

Die Rehabilitationskette im RKU

Akut-stationärer Aufenthalt

(Stroke Unit und neurologische Akutstationen der Neurologischen Universitätsklinik Ulm)

Bereits in der frühen Phase auf der Stroke Unit bieten wir im Rahmen der Komplexbehandlung Schlaganfall eine logopädische Versorgung an, die dann während des weiteren Aufenthaltes auf der neurologischen Akutstation weitergeführt wird. Bei neurologischen Erkrankungen kommt es häufig zu Schluckstörungen, deren frühe Erkennung und Behandlung im Rahmen des stationären Aufenthaltes eine besondere Bedeutung zukommt, um Komplikationen wie Lungenentzündung und Mangelernährung zu vermeiden. Dabei orientieren wir uns an den Empfehlungen der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG)

Die logopädische Diagnostik und Therapie wird in der Klinik für Neurogeriatrie und Neurologische Rehabilitation fortgesetzt. Diese ist unterteilt in einen akut-geriatrischen Teil sowie den rehabilitativen Teil der neurologischen Reha-Phase C und D.

Rehabilitation in der Klinik für Medizinische Rehabilitation

(Neurologische Rehabilitation – Phase C, Phase D, Berufliche Rehabilitation)

Zielsetzung der Rehabilitation ist die Wiedererlangung der größtmöglichen Teilhabe am häuslichen und beruflichen Alltag. Dazu findet in der Regel täglich Sprach- und Sprechtherapie in Einzelbehandlungen, nach Bedarf auch in Gruppensitzungen statt (Aphasiegruppen, Kommunikationsgruppen, Dysphagiegruppe).

Im Rahmen der Behandlung von Schluckstörungen führen wir regelmäßige apparative Verlaufsuntersuchungen mittels FEES (Fiberendoscopic Evaluation of Swallowing nach Langmore, 2001) zur Optimierung der Behandlungsmethoden sowie zur Anpassung des Ernährungsmanagements durch.

Dysphagiemanagement im RKU

Bei Patienten mit Schluckstörungen (Dysphagie) führen wir bei entsprechender Indikation eine apparative Schluckuntersuchung durch. Diese dient schon im Bereich der Akutversorgung der näheren Abklärung von Störungen des Schluckens, wie sie im Rahmen neurologischer Erkrankungen auftreten können.

Auf unserer Stroke Unit gehört die zeitnahe Abklärung des Schluckens mittels der videoendoskopischen Schluckuntersuchung FEES (Flexible Endoskopische Evaluation des Schluckens) zu unserem leitlinienbasierten Vorgehen beim Dysphagiemanagement in der akuten Schlaganfallphase. Bei der FEES werden schluckrelevante Strukturen endoskopisch sichtbar gemacht und Schluckversuche mit verschiedenen Nahrungsmitteln unter Sicht durchgeführt.

So können frühzeitig Komplikationen von Schluckstörungen wie Lungenentzündung und Mangelernährung vermieden werden. Verlaufsuntersuchungen bieten die Möglichkeit, den Erfolg therapeutischer Maßnahmen zu kontrollieren und Kostempfehlungen anzupassen.

Auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie z.B. Parkinson, Amyotropher Lateralsklerose ALS, der Huntington Krankheit oder entzündlichen Muskelerkrankungen kommt es häufig zu Beeinträchtigungen des Schluckens, die klinisch und apparativ abgeklärt werden.

Die daraus resultierende funktionelle Therapie mit dem Ziel einer bestmöglichen, sicheren Nahrungsaufnahme erfolgt fortlaufend begleitend während des akutstationären Aufenthaltes sowie intensiv im Rahmen der neurologischen Rehabilitation.

Mitarbeiter der Logopädie beteiligen sich regelmäßig an wissenschaftlichen Projekten zum Thema Dysphagie. 

Ambulante Nachsorge

Für Patienten mit Schluckstörungen (Dysphagie) bieten wir in enger Zusammenarbeit mit den Institutsambulanzen der neurologischen Universitätsklinik Ulm (*) in der Ambulanz für neurogene Schluckstörungen eine ambulante Dysphagiediagnostik an. Die Untersuchung sowie die daraus resultierende ärztliche und therapeutische Beratung findet im Untersuchertandem Neurologischer Oberarzt und Mitarbeiter/in der Abteilung Logopädie statt.

*Spezialambulanzen für Patienten mit Schlaganfall, Morbus Parkinson, Amyotropher Lateralsklerose (ALS), der Huntington-Krankheit sowie Myopathien und entzündlichen Muskelerkrankungen

Ärztliche Ansprechpartnerin für den Bereich Dysphagie:

Dr. Rebecca Kassubek
E-Mail: rebecca.kassubek@rku.de

Fortbildungen


Veröffentlichungen mit Beteiligung der Logopädie:

  • Pharyngeal Electrical Stimulation in Amyotrophic Lateral Sclerosis – A Pilot Study; Herrmann C1, Schradt F1, Lindner-Pfleghar B1, Schuster J1,2, Ludolph AC1,2, Dorst J1, (in press)
  • Stoesser S, Gotthardt M, Lindner-Pfleghar B, Jüttler E, Kassubek R, Neugebauer H; Severe Dysphagiea Predicts Post Stroke Fever. Stroke. 2021;52:2284–2291
  • Lindner-Pfleghar, F. Schradt, P. Weydt . ALS Praxisbuch, Möglichkeiten logopädischer Therapie bei Amyotropher Lateralsklerose VARIO Wissen Schulz Kirchner Verlag 2018
  • Schradt F, Stösser S, Hänle M, Kassubek J, Lindner-PflegharB, Neugebauer H. Botulinum toxin for neurogenic dysphagia after brainstem ischemia : Single injection as a treatment of an esophageal opening disorder. Nervenarzt. 2018 Aug 31. doi: 10.1007/s00115-018-0603-4.
  • Buchkapitelbeitrag in „Therapeutische Empfehlungen für Menschen mit Demenz – Selbsterhaltungstherapie SET im Krankenhaus“ (Kap. 9 Spezialstation Neurogeriatrie, Focus Demenz), Barbara Romero und Michael Wenz, Kohlhammer Verlag (2018)
  • Lindner-Pfleghar B., Neugebauer H, Stösser S, Kassubek J, Ludolph A, Dziewas R, Prosiegel M, Riecker A. Dysphagiemanagement beim akuten Schlaganfall, eine prospektive Studie zur Überprüfung der geltenden Empfehlungen. Nervenarzt. 2017 Feb;88(2):173-179.
  • Dziewas R, Glahn J, Helfer C, Ickenstein G, Keller J, Ledl C,Lindner-Pfleghar B, G Nabavi D, Prosiegel M, Riecker A, Lapa S, Stanschus S, Warnecke T, Busse O. Flexible endoscopic evaluation of swallowing (FEES) for neurogenic dysphagia: training curriculum of the German Society of Neurology and the German stroke society.BMC Med Educ. 2016 Feb 25;16:70.
  • Dziewas R, Glahn J, Helfer C, Ickenstein G, Keller J, Lapa S, Ledl C, Lindner-Pfleghar B, Nabavi D, Prosiegel M, Riecker A, Stanschus S, Warnecke T, Busse O. FEES für neurogene Dysphagien: Ausbildungscurriculum der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. Nervenarzt 2014/8:1006-1015
  • (Comment on) Prophylactic antibiotics to reduce pneumonia after acute stroke. Neugebauer H,   Lindner-Pfleghar B, Jüttler E, Ludolph AC, Riecker A. Lancet 2016 Jan 30;387(10017):432-3.
  • Prosiegel M,  Riecker A, Weinert M, Dziewas R, Lindner-Pfleghar B, Stanschus S, Warnecke T. Dysphagiemanagement in der akuten Schlaganfallphase. Nervenarzt 2012; 83:1590-1599
  • Ickenstein G, Hofmayer A, Lindner-Pfleghar B, Pluschinski P, Riecker A, Schelling A, Prosiegel M. Standardisierung des Untersuchungsablaufs bei neurogener oropharyngealer Dysphagie (NOD). Neurologie&Rehabilitation 2009; 15(5):290-300.
  • Kühnlein P, Gdynia HJ, Sperfeld AD, Lindner-Pfleghar B, Ludolph AC, Prosiegel M, Riecker A; Diagnosis and Treatment of bulbar symptoms in amyotrophic lateral sclerosis. Nature clinical practice neurology 2008 Jul 4(7):366-74

Dysphagiemanagement beim akuten Schlaganfall. B. Lindner-Pfleghar, H. Neugebauer, S. Stösser, J. Kassubek, A. Ludolph, R. Dziewas, M. Prosiegel, A. Riecker, Der Nervenarzt 2017; 88:173-179

Diagnosis and treatment of bulbar symptoms in amyotrophic lateral sclerosis.Kühnlein P,Gdynia HJ, Sperfeld AD, Lindner-Pfleghar B, Ludolph AC, Prosiegel M, Riecker A.nature clinical practice;4(7):366-74

Standardisierung des Untersuchungsablaufs bei neurogener oropharyngealer Dysphagie (NOD). Ickenstein G, Hofmayer A, Lindner-Pfleghar B, Pluschinski P, Riecker A, Schelling A, Prosiegel M. Neurologie&Rehabilitation 2009; 15(5):290-300.

Dysphagiemanagement in der akuten Schlaganfallphase.Prosiegel M, Riecker A, Weinert M, Dziewas R, Lindner-Pfleghar B, Stanschus S, Warnecke T. Nervenarzt 2012; 83:1590-1599

FEES für neurogene Dysphagien, Ausbildungscurriculum der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. Dziewas R, Glahn J, Helfer C,  Ickenstein G,  Keller J,  Lapa S, Ledl C,Lindner-Pfleghar B,Nabavi  D, Prosiegel  M,  Riecker A,  Stanschus S, Warnecke T,  Busse O. Nervenarzt 2014

(Comment on) Prophylactic antibiotics to reduce pneumonia after acute stroke. Neugebauer H, Lindner-Pfleghar B, Jüttler E, Ludolph AC, Riecker A. Lancet  2016 Jan 30;387(10017):432-3.

Lindner-Pfleghar B, Neugebauer H, Stosser S, et al. Management of dysphagia in acute stroke. A prospective study for validation of current recommendations. DerNervenarzt 2017; 88: 173–179.

ALS Praxisbuch, Möglichkeiten logopädischer Therapie bei Amyotropher Lateralsklerose, Lindner-Pfleghar, Schradt, Weydt (Reihe Vario Wissen, Schulz Kirchner Verlag 2018)

Ziele der Ernährungstherapie

Wir leben nicht, um zu essen, sondern wir essen, um zu leben.“
(Sokrates, griechischer Philosoph)

Lass die Nahrung deine Medizin sein, sonst wird die Medizin deine Nahrung.“
(Hippokrates, griechischer Arzt und Lehrer)

Ernährung bedeutet nicht nur die Aufnahme von Nährstoffen, sondern ist die Basis für das körperliche und seelische Wohlbefinden und die Voraussetzung für die körperliche Leistungsfähigkeit – und spielt damit eine große Rolle für unsere Gesundheit.

Ziele in der Ernährungstherapie sind dabei u. a. günstigere Ernährungsgewohnheiten aufzuzeigen, diese langfristig zu festigen und damit das  Risiko für ernährungsabhängige Erkrankungen zu senken.

Kontakt

 
Natalie Herrmann Annette MöschMadelaine Klarer

Tel.: (0731) 177 5051
E-Mail: ernaehrungstherapie@rku.de

Wir bieten Ernährungsberatungen zu folgenden Themen an:

Adipositas (Übergewicht) und Gewichtsregulierung

Mangelernährung und/oder Fehlernährung

Stoffwechselerkrankungen

  • Fettstoffwechselstörungen: Erhöhte Cholesterin- oder Triglyceridwerte
  • Erhöhte Harnsäure, Gicht
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus Typ 1 und 2
  • Angeborene Stoffwechselerkrankungen

Erkrankungen des Verdauungstraktes

  • Morbus Crohn
  • Colitis Ulcerosa
  • Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten (Zöliakie, Laktose-, Fructose-, Histaminintoleranz sowie weitere Allergene)

Weiterhin:

  • Onkologische Erkrankungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Osteoporose
  • Ernährung bei Schichtarbeit
 
Zu den konkreten Tätigkeiten der Diätassistent/innen zählen u.a.:
 
Individuelle Ernährungsberatung
In Einzelgesprächen besteht die Möglichkeit, das Ernährungsverhalten im Alltag zu beleuchten. Die Erstellung der individuellen Ernährungstherapie anhand der Ernährungsanamnese und die Besprechung der geeigneten Lebensmittelauswahl sind Inhalte der Einzelberatungen.

Hierbei legt man selbst fest, unterstützt vom Therapeuten, welches seine individuellen, in seinem Alltag realisierbaren Therapieziele sind.

Vitalküche
Einen besonders hohen Stellenwert hat das Vitalküchenangebot. In der Vitalküche wird eine ausgewogene Ernährung zusammen zubereitet und verzehrt. Dies trägt dazu bei Vorurteile gegen eine gesundheitsfördernde Ernährung abzubauen, die Zubereitung besser zu planen, neue Produkte kennen zu lernen und diese im Alltag zu integrieren.

Gruppenschulung „Vitalität erleben“
Das Programm „Vitalität erleben“ bietet Ihnen eine interdisziplinäre Therapie, welche nicht nur Ernährungsschulungen beinhaltet, sondern mit einem Vortrag der Sporttherapie zum Theam Bewegung und einer Seminareinheit der Psychologinnen mit dem Schwerpunkt Essen und Psyche ergänzt wird.

Bestandteile der Ernährungseinheiten sind unter anderem Einkaufstraining, Büffetschulung, Ursachen und Folgen des Übergewichts sowie Strategien zur Umsetzung einer erfolgreichen Ernährungumsetllung im Alltag.

Seminar „Gesunde Ernährung“
Im Seminar „Gesunde Ernährung“ wird anhand der Ernährungstherapie aufgezeigt, wie eine bedarfsgerechte und ausgewogene Ernährung im Alltag zusammengesetzt werden kann.

Lebensmittelauswahl
Um die Lebensmittelauswahl am Büffetsystem im Speisesaal der Klinik und dann auch im Alltag zu erleichtern, sind alle Produkte nach Nährwerten und Kilokalorienangaben in einem „Ampelsystem“ nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eingeordnet und nach Allergenen gekennzeichnet.

Die Intensivierte Rehabilitations-Nachsorge IRENA ist ein Anschlussprogramm, das nach einer erfolgreich abgeschlossenen orthopädischen Rehabilitation in Anspruch genommen werden kann. Alle Informationen dazu finden Sie hier:

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